Banana Pi M2 Zero (BPI-M2 Zero): Konkurrenz für Raspberry Pi Zero W mit Quad-Core

2 November 2017 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Immer wenn eine Konkurrenz für den Raspberry Pi vorgestellt wird, muss man das mit viel Vorsicht genießen. Die Hardware an sich mag schneller sein, aber Geschwindigkeit ist nicht alles. Du darfst niemals den Support unterschätzen, den die Raspberry Pi Community bietet und auch die komplette Unterstützung der Hardware. Ich hab heute noch einen Pine A64 herumstehen, der auch schneller als der Pi angepriesen wurde. Remix OS lief langsam und auch andere Systeme mit einem GUI wollten wegen der Probleme mit den Grafiktreibern nie so richtig. Im Moment ist ein headless Ubuntu installiert und die Kiste steht im Schrank.

Banana Pi M2 Zero (BPI-M2 Zero)

Im Wiki des Herstellers ist zu lesen, dass der Banana Pi M2 Zero wie folgt ausgestattet ist:

  • Quad Core ARM Cortex A7 CPU H2+ @ 1.2GHz
  • ARM Mali-400 MP2 @ 600MHz
  • 512 MByte SDRAM
  • WiFi (AP6212) & Bluetooth
  • Mini HDMI

Die Abmessungen betragen 60x30mm. Das entspricht ziemlich genau den Abmessungen des Raspberry Pi Zero W. Der Winzling sieht auch sonst sehr ähnlich aus.

Banana Pi M2 Zero (Quelle: banana-pi.org)

Banana Pi M2 Zero (Quelle: banana-pi.org)

Interessierte könnten den Banana Pi M2 Zero bei Aliexpress für 15 US-Dollar plus Liefergebühr bestellen. Die günstigste Variante kostet zirka 6.50 US-Dollar, aber das Paket ist dann 20-40 Tage unterwegs. Im Online Store ist sogar ein Foto mit einem direkten Vergleich mit dem Raspberry Pi Zero W hinterlegt und Du siehst, wie ähnlich sich die beiden sind.

Raspberry Pi Zero W und Banana Pi M2 Zero (Quelle: aliexpress.com)

Raspberry Pi Zero W und Banana Pi M2 Zero (Quelle: aliexpress.com)

Betriebssysteme

Wie auch die anderen Banana-Pi-Mitglieder lassen sich darauf Linux und auch Android installieren, steht zumindest im Wiki. Vielleicht kommen andere Betriebssystem noch aber derzeit ist im Download-Bereich lediglich ein Abbild für Ubuntu MATE 16.04 zu finden. Das ist aber OK, denn Ubuntu MATE 16.04 läuft zumindest auf einem Raspberry Pi 3 sehr gut.

Im Moment gibt es nur ein Abbild für Ubuntu MATE

Im Moment gibt es nur ein Abbild für Ubuntu MATE

Meine Gedanken

Ich habe mal gesagt, nur noch das Original zu kaufen, weil ich an dieser Stelle einfach ein gebranntes Kind bin. Mit dem Raspberry Pi habe ich bisher überhaupt keine Probleme gehabt. Wenn Du Dir selbst helfen kannst, dann ist vielleicht ein Ausflug zur schnelleren Konkurrenz OK. Zumindest scheint die Community bei Banana Pi etwas größer zu sein als bei anderen Klons.

Bist Du Neuling auf dem Gebiet, dann würde ich Dir doch zum Raspberry Pi raten. Die Dokumentation ist einfach hervorragend und die Community riesig. Es gibt nicht viele Probleme, die nicht schon jemand anderer hatte und Du findest oft und schnell Hilfe.

Willst Du so einen Winzling als Multimediasystem verwenden, dann bietet LibreELEC volle Unterstützung für den Raspberry Pi. Auch an dieser Stelle hast Du Kodi und unkompliziertesten auf einen SBC am schnellsten installiert.

Mit was ich allerdings schon länger liebäugle, ist ein Odroid-XU4 oder etwas von dem Kaliber. Das ist zwar nicht direkt die gleiche Kategorie, da ein Odroid preislich doch viel höher liegt. Aber die Specs sind echt verlockend. Daraus ließe ich wohl ein ziemlich schnelles NAS oder ein System mit einer flotten Nextcloud basteln. Ebenso dürfte sich der Mini-Rechner wirklich als Desktop für alltägliche Aufgaben einsetzen lassen. Aber nur das Kistchen mit einem schicken eMMC-Modul ist halt schon deutlich teurer als ein Raspberry Pi – wobei nun bald auch Weihnachten käme … 🙂

Abschließend kann ich für mich sagen: Ich bleibe meinem Vorsatz treu und kaufe weiterhin nur das Original – aber irgendwann kommt ein Odroid ins Haus.

Nette Pi-Konstellation

Ich habe noch ein paar Q-Einladungen übrig, aber nicht mehr viele!

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