Nextcloud Box – Private Cloud für den Heimanwender

16 September 2016 8 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Nextcloud, Canonical (Ubuntu) und WDLabs haben zusammen die Nextcloud Box angekündigt. Das ist eine selbstgehostete IoT-Plattform (Internet of Things / Internet der Dinge) mit der Private Cloud Nextcloud installiert. Die Nextcloud Box richtet sich speziell an Heimanwender. Sie sollen die Daten unter eigener Kontrolle haben.

Nextcloud Box ist ein Raspberry Pi

Die Nextcloud Box ist unterm Strich ein Gehäuse, ein Raspberry Pi 2 (oder ein ähnlicher Winzling ist in der Ankündigung zu lesen) und eine Festplatte.

Das Ganze Ding ist natürlich vorkonfiguriert und lässt sich somit recht einfach in Betrieb nehmen. Wer die ownCloud kennt, der kennt im Prinzip auch die Nextcloud. Damit ist Synchronisierung von Daten möglich, es gibt Kalender, Kontakte und so weiter. Anwender haben sogar Zugriff auf Spreed, OpenHab und Collabora Online, womit gleich noch eine komplette Online Office Suite zur Verfügung steht.

Kostet 70 Euro

Die Nextcloud Box bietet ein Terabyte Speicher und kostet laut eigenen Angaben 70 Euro. Der Preis ist durchaus in Ordnung und angemessen. Als Betriebssystem die Ubuntu Core. Das Betriebssystem eignet sich laut Aussagen der Entwickler großartig für unbeaufsichtigte Updates.

Wichtig: Das Raspberry Pi 2 ist nicht im Kaufpreis enthalten. Den Winzling musst Du selbst stellen. Bei den ersten 50 Bestellungen ist ein Pi 2 dabei, sozusagen als Dankeschön für den frühen Vogel, danach ist kein Pi 2 mehr im Lieferumfang. Das Betriebssystem auf einer microSD-Karte ist hingegen im Lieferumfang enthalten. Danke an Didi für den Hinweis, das noch einmal klar herauszustellen.

Weitere Informationen dazu gibt es unter nextcloud.com/box.

Nextcloud Box (Quelle: nextcloud.com)

Nextcloud Box (Quelle: nextcloud.com)

Interessante Fakten

Liest Du Dich etwas tiefer in die Materie ein, dann kommen noch ein paar interessante Fakten zum Vorschein.

In das Gehäuse passt sowohl ein Raspberry Pi 2 als auch ein ODROID-C2 oder ein Raspberry Pi 3. Für die Zukunft sind Varianten mit den beiden anderen Winzlingen geplant – also Software-Unterstützung. Reinschrauben kannst Du die Dinger natürlich.

Die Festplatte ist USB3. Das wird ebenfalls für die Zukunft interessant. Mit einen Pi 2 ist es egal, da dieser kein USB3 besitzt.

Das Betriebssystem Snappy Ubuntu Core ist auf der microSD-Karte installiert. Die in der Nextcloud gespeicherten persönlichen Daten liegen aber natürlich auf der großen Festplatte.

Apache, MySQL und Nextcloud 10 sind vorinstalliert. Das bedeutet unterm Strich – einstecke und loslegen.

Im Endeffekt kann sich jeder mit ausreichenden Linux-Kenntnissen so ein Konstrukt selbst basteln. Allerdings bekommt er dann das schmucke Gehäuse nicht.

Wirfst Du einen Blick auf den Shop, dann dürfte Dich die kostenlose Lieferung freuen. Außerdem gibt es 30 Tage Geld-zurück-Garantie. Wie gesagt ist ei Preis von 70 Euro nicht überzogen. Kaufst Du die Einzelkomponenten, dann wird die Sache nicht viel günstiger und Du hast kein passendes Gehäuse. Die Zeit zu selbst basteln muss man auch noch rechnen.

Nette Pi-Konstellation

Du kannst gerne Deinen Senf zu diesem Beitrag geben: Hier geht es zu den Kommentaren




Schreiben macht durstig! Eine kleine Erfrischung kann daher nie schaden. Wem dieser freie Artikel gefallen hat, der darf mir gerne einen frisch gezapften Hopfen-Tee ausgeben (Paypal - der Spenden-Knopf
oder bitcoin - Adresse: 1NacVNwcLLePUVv8uSafu5Ykdwh8QyDfgK). Ich freue mich über jede noch so kleine Spende. Vielen Dank und Prost!
 Alle Kommentare als Feed abonnieren

8 Kommentare zu “Nextcloud Box – Private Cloud für den Heimanwender”

  1. Didi sagt:

    Hi, wie schließt man das Teil an? Wie ein NAS? Also per LAN an den
    Router, und dann vom PC aus über den Browser die IP aufrufen?

    • jdo sagt:

      Ich gehe davon aus... Netzwerkkabel rein, Zeroconf und gut ist... Oder vielleicht gibt es auch ein GUI für die Vergabe einer festen IP Adresse

  2. Didi sagt:

    Das träfe sich gut. Denn meine Fritzbox erkennt keine über ihre USB-Schnittstellen angeschlossenen Speicher -also weder Sticks noch externe Festplatten- mehr. Mit Nextcloud Box wäre das Problem gelöst.

  3. Didi sagt:

    Deinem Beitrag ist nicht ohne weiteres zu entnehmen, dass der Pi selbst künftig nicht enthalten sei: http://www.pro-linux.de/news/1/23973/nextcloud-box-vorgestellt.html

  4. Didi sagt:

    Ich selbst hatte dies auf der zu nextcloud.com/box verlinkten Seite auch überlesen. Das wäre natürlich ein super Angebot gewesen.

    • jdo sagt:

      Ist immer noch ein gutes Angebot, finde ich. Alleine die Festplatte würde zirka 50 Euro kosten. Dann bekommst Du Gehäuse, Stromversorgungskabel und fertig bestückte microSD-Karte. Das ist schon OK.

  5. Didi sagt:

    Das ist o.k.. Mit Pi wäre es aber okayer 😉

Antworten