Minibian für Raspberry Pi auf Jessie aktualisiert

25 November 2015 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Bereits vor einiger Zeit wurde die offizielle Linux-Distribution für das Raspberry Pi, Raspbian, von Wheezy auf Jessie aktualisiert. Hinter diesen Codenamen verbirgt sich die Debian-Basis, also Wheezy (7) und Jessie (8). Minibian ist ein abgespecktes Raspbian und der Entwickler hat dem Betriebssystem ebenfalls (vor fast zwei Wochen) ein Upgrade auf Jessie spendiert.

Das OS ist in seiner Grundausstattung wirklich etwas für Minimailisten. Allerdings braucht man für manche Aufgaben auch gar nicht mehr. Mein auf einem Raspberry Pi basierender Wassersensor sollte mit Minibian ausgezeichnet laufen.

Minibian bringt genau wie Raspbian Jessie Linux-Kernel 4.1.7 mit sich

Minibian bringt genau wie Raspbian Jessie Linux-Kernel 4.1.7 mit sich

Minibian nur mit dem Nötigsten

Minibian ist wie folgt ausgestattet:

  • Basiert auf Raspbian Jessie
  • Kernel 4.1.7
  • Braucht auf einem Raspberry Pi 2 B 14 Sekunden zum Starten (wobei Raspbian da nun auch nicht länger braucht)
  • Benutzt 29 MByte RAM
  • 451 MByte Festplattenplatz
  • Passt somit auf eine SD-Karte mit einem GByte
  • Bringt optimiertes ext4-Dateisystem mit sich und swap ist deaktiviert
  • Unterstützt Raspberry Pi A/B und Raspberry Pi 2B
  • Wird mit dem Ziel Embedded oder Server-Anwendungen entwickelt
  • Ist 100 Prozent zu Raspbian kompatibel
  • DHCP Client ist aktiviert
  • SSH ist aktiviert
  • root ist mit Standard-Passwort raspberry aktiviert und der Entwickler rät, das so schnell wie möglich zu ändern

Du kannst ein Abbild bei Sourceforge herunterladen.

Natürlich könnte man Raspbian nehmen und selbst alle nicht benötigten Pakete deinstallieren. Mit Minibian hat man allerdings die Option, ein Gerüst zu bekommen und kann dann alle gewünschten Komponenten installieren. Das dürfte wesentlich schneller gehen.

Persönlich bin ich eher ein Fan von Distributionen, die nicht so überladen sind und mir ein komfortables Grundgerüst geben. An dieser Stelle kommt es aber immer auch darauf an, wie lange man sich schon mit der Materie beschäftigt. Aus diesem Grund richtet sich Minibian natürlich nicht an Beginner oder Anwender, die mit einem Raspberry Pi oder Linux erstmals in Berührung kommen. Wer weiß, was er tut und keine grafische Oberfläche braucht, für den ist Minibian möglicherweise der bessere Startpunkt.

Minibian auf einem Raspberry Pi 2 (Quelle: sourceforge.net)

Minibian auf einem Raspberry Pi 2 (Quelle: sourceforge.net)

Wer eine Desktop-Alternative zu Raspbian sucht, sollte sich das Q4OS für Raspberry Pi ansehen. Dieses Raspbian-Derivat setzt auf TDE (Trinity Desktop Environment), was wiederum ein Fork von KDE3 ist und sehr schonend mit den Ressourcen umgeht.

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