Veröffentlichungs-Kandidaten von Linux Mint KDE und Xfce 17.1 sind da

18 Dezember 2014 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Die Änderungen unter der Haube von Linux Mint KDE und Xfce 17.1 kennt man bereits aus den Cinamon- und MATE-Varianten. Unterschiede gibt es eigentlich nur hinsichtlich der Desktop-Umgebungen und den System-Anforderungen

Linux Mint KDE 17.1

Die neueste Version von Linux Mint KDE bringt KDE 4.14 mit sich. KWallet ist nun vollständig integriert. Linux Mint 17.1 basiert auf Ubuntu 14.04 und ist daher eine LTS-Version (Long Term Support / Langzeitunterstützung). Das Betriebssystem wird bis 2019 mit Updates versorgt. Weiterhin wurden Verbesserungen beim Login-Screen und dem Artwork vorgenommen.

Linux Mint KDE 17.1 (Quelle: linuxmint.com)

Linux Mint KDE 17.1 (Quelle: linuxmint.com)

Eine detaillierte Liste mit allen Neuerungen gibt es im Beitrag What’s new in Linux Mint 17.1 KDE. Wer einen entsprechenden Rechner hat, sollte sich die Sektion über PAE gut durchlesen.

Was mir unter anderem bei Linux Mint KDE gut gefällt, ist der seit Linux Mint 16 per Standard ausgelieferte Samba Mounter. Damit lassen sich CIFS / SMB-Laufwerke einbinden. Klar kann KDE via KIO auf SMB/CIFS zugreifen, aber nicht alle Anwendungen können mit KIO umgehen. LibreOffice weigert sich zum Beispiel, mit Dokumenten auf entfernten Laufwerken via KIO zu interagieren. Für den Anwender ist das kleine Programm eine große Hilfe.

Linux Mint 16: Samba Mounter (Quelle: linuxmint.com)

Linux Mint 16: Samba Mounter (Quelle: linuxmint.com)

Wichtige Informationen:

Es gibt Probleme mit Skype, sollte das jemand einsetzen. Das tritt im Zusammenhang mit der 64-Bit-Version auf. Sollte jemand Schwierigkeiten haben, hilft das Installieren des Pakets ia32-libs.

Sollte VLC keine DVD im Laufwerk finden, muss man in den VLC-Einstellungen /dev/sr0 als Laufwerk festlegen.

Linux Mint KDE 17.1 kann zwar mit EFI umgehen, aber nicht mit Secure Boot. Hat man einen Rechner damit, sollte man UEFI Secure Boot deaktivieren.

Wer sich bei der Installation entschließt, sein Home-Verzeichnis zu verschlüsseln, rennt in einen Bug mit der Swap-Partition. Diese wird nicht richtig konfiguriert. Weitere Informationen dazu gibt es hier und hier.

Probleme mit NVIDIA GeForce GPUs

Es kann sein, dass ein Start des Systems einfriert, wenn eine NVIDIA-Karte im Einsatz ist. Das ist nicht nur bei Linux Mint so, sondern ist mir auch bei openSUSE 13.2 und der Installation auf einem Mac Mini so ergangen. Sollte das Problem auftauchen, hilft das Hinzufügen von nomodeset zu den Boot-Parametern. Wer immer noch Scheirigkeiten hat, kann auch quiet splash — aus dieser Zeile entfernen. Dann ist der Startvorgang etwas gesprächiger. Alternativ könnte man auch den Boot-Parameter nouveau.noaccel=1 verwenden. Sobald das System installiert ist, kann man über die Treiberverwaltung einen proprietären NVIDIA-Treiber installieren. Komischerweise sprechen die Entwickler von Treiber 304, obwohl 331 empfohlen wird … naja, egal. Sie funktionieren beide, weiß ich aus Erfahrung.

System-Voraussetzungen für Linux Mint KDE 17.1

  • x86-Prozessor, wobei die 64-Bit-Version natürlich eine x86_64-kompatible CPU voraussetzt.
  • Zwei GByte RAM
  • Zehn GByte Festplattenplatz oder Installations-Storage – 20 GByte sind empfohlen

Linux Mint Xfce 17.1

Die Probleme sind äquivalent zu Linux Mint KDE 17.1. Das gilt auch für LTS und die Unterstützung bis 2019.

Linux Mint Xfce 17.1 (Quelle: linuxmint.com)

Linux Mint Xfce 17.1 (Quelle: linuxmint.com)

Weiterhin bietet Linux Mint Xfce Unterstützung für Compiz, ohne dass der Anwender eingreifen muss.

Linux Mint Xfce: Compiz Cube (Quelle: linuxmint.com)

Linux Mint Xfce: Compiz Cube (Quelle: linuxmint.com)

Linux Mint Xfce: Compiz Expo (Quelle: linuxmint.com)

Linux Mint Xfce: Compiz Expo (Quelle: linuxmint.com)

Weiterhin gibt es Verbesserungen bei den Spracheinstellungen, dem Anmeldebildschirm und es gibt Unterstützung für Blu-ray. Detaillierte Informationen gibt es im Beitrag What’s new in Linux Mint 17.1 Xfce.

System-Voraussetzungen für Linux Mint Xfce 17.1

  • x86-Prozessor, 64-Bit braucht x86_64
  • 512 MByte RAM – ein GByte ist allerdings empfohlen
  • Zehn GByte an Festplattenplatz oder Installations-Storage

Download Linux Mint KDE und Xfce 17.1

Eine Liste mit Spiegel-Servern gibt es in den jeweiligen Ankündigungen (KDE / Xfce). Da Geben bekanntlich seliger denn Nehmen ist, stelle ich hier die Torrent-Links ein 🙂

Da ein Upgrade von Linux Mint 17 auf 17.1 (Cinnamon) problemlos möglich ist, kann man davon ausgehen, dass dies auch für die KDE- und Xfce-Varianten zutrifft.

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