Private Cloud: Heute ist der Tag der ownCloud 7

23 Juli 2014 Ein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Am heutigen 23. Juli 2014 wird ownCloud 7 (Community Edition) das Licht der Welt erblicken – fertig ist es auf jeden Fall und die Links funktionieren ebenfalls bereits, ein Download wird ab 15 Uhr möglich sein.

Ich habe bereits in diesem Beitrag die meisten sichtbaren Neuerungen der ownCloud 7 beschrieben und hier eine Möglichkeit, wie man von ownCloud 6 auf ownCloud 7 aktualisieren kann.

Die herausragenste Neuerung ist natürlich das Server-zu-Server-Sharing (Schritt für Schritt). Das vereinfacht das Teilen von Daten über mehrere Server oder ownCloud-Instanzen hinweg. Somit lässt sich mithilfe vieler privater ownCloud-Instanzen die Flexibilität einer Public Cloud aufbauen. Die Daten bleiben aber immer unter Deiner Kontrolle. Für diese Funktion habe man laut eigenen Angaben viel Feedback erhalten und die Anwender begrüßen das Server-übergreifende Sharing.

Ebenfalls wurde das Web-Interface angepasst. Die Entwickler haben den Fokus auch auf mobile Geräte wie zum Beispiel Smartphones oder Tablets gelegt. Das Menü ist nicht mehr auf der linken Seite zu finden, sondern ein Dropdown.

ownCloud 7: Menü

ownCloud 7: Menü

Weiterhin gibt es Verbesserungen hinsichtlich der Performance. Ich setze ownCloud 7 RC schon eine Weile ein und es fühlt sich tatsächlich schneller an. Das liegt wohl auch am so genannte Lazy Loading. Daten werden also erst geladen, wenn man an die entsprechende Stelle scrollt. Bisher macht das System bei mir keine Zicken. Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich eigentlich nur die Kern-Funktionen nutze. Also Kalender-Synchronisation, Adressen und Daten-Abgleich. Ich setze die ownCloud 7 auf einer ZBOX ein und betreibe sie intern um Netzwerk. Die ownCloud-Sychronsiations-Clients laufen auf zwei Rechnern. Der eine ist mit Kubuntu 14.04 “Trusty Tahr” und der andere mit Linux Mint 17 bestückt. Den Sync-Client für die ownCloud gibt es aber auch für Windows, Mac OS X, Android und iOS.

Für einen einzelnen Nutzer würde die ownCloud sehr wahrscheinlich auf einem Raspberry Pi schnell genug laufen. Damit lassen sich auch Android-Geräte (Kalender, Adressen) synchronisieren. Beziehungsweise kann man jede Software nehmen, die CalDAV oder CardDAV kann. KDEs Kontact ist da auch so ein Kandidat.

ownCloud 7 mit Neuerungen für Admins

Wichtig für Administratoren ist wohl besonders wichtig, dass sich Apps nun für gewisse Gruppen freigeben lassen. Somit muss man sich nicht mehr “Schwarz oder Weiß” entscheiden und in der ownCoud 7 Apps ganz gezielt freigeben.

Weiterhin kann der Administrator der ownCloud 7 bestimmen, welche externen Speicher Anwender einbinden dürfen. Bisher gingen auch nur alle oder gar keiner. Nun kann der Systemverwalter unter anderem Google Drive, Dropbox, FTP, S3, OpenStack Object Storage (Swift), CIFS / Samba / SMB und so weiter einzeln freigeben.

ownCloud 7: Externe Speicher verwalten

ownCloud 7: Externe Speicher verwalten

Wie gesagt gibt es mehr Details in diesem Beitrag. Sobald die ownCloud 7 aus dem Ei geschlüpft ist, wird Sie auf der Projektseite zum Download zur Verfügung stehen.

Die ownCloud erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Gerade nach den Enthüllungen von Whistleblower Edward Snowden, die zum NSA-Skandal führten, trauen viele der Public Cloud nicht mehr. Die Universitäten in Nordrhein-Westfalen haben sich dazu entschlossen, zirka 500.000 Anwender mit der ownCloud zu versorgen.



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Ein Kommentar zu “Private Cloud: Heute ist der Tag der ownCloud 7”

  1. Erik sagt:

    Das "Server-zu-Server-Sharing" klingt interessant. Vielleicht wäre dies sogar einen eigenen Artikel wert, wie geht das und was kann man damit machen? ;-)

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