„Server 2 Server“-Sharing mit der ownCloud 7: Schritt für Schritt

24 Juli 2014 11 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Gestern hat die ownCloud 7 das Licht der Welt erblickt und in den Kommentaren wurde gefragt, wie denn das „Server 2 Server“-Sharing genau funktioniert. Mit dem „Server 2 Server“-Sharing kann ich einen Ordner auf einer ownCloud-Instanz freigeben und diesen dann in einer anderen ownCloud-Instanz einbinden. Dabei braucht der Nutzer der zweiten Installation kein Login oder einen Nutzernamen auf meiner ownCloud-Instanz. Durch diese Verknüpfungen lässt sich die private ownCloud wie eine Public Cloud nutzen und die Daten bleiben trotzdem unter meiner Kontrolle.

Die Prozedur ist eigentlich ganz einfach – aber wenn man weiß, wie es geht, ist alles einfach. Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie man „Server 2 Server“-Sharing mit der ownCloud 7 realisieren kann.

1. „Server 2 Server“-Sharing als Administrator aktivieren

Der Administrator muss die Funktion zunächst freigeben. Dazu begibt man sich zur Administration und sucht nach diesen Einträgen:

Server 2 Server Sharing: aktivieren

Server 2 Server Sharing: aktivieren

2. Einen Ordner teilen

Nun schicken wir uns an, einen Ordner zu teilen. Diesen Share legen wir allerdings nicht für einen Benutzer oder eine Gruppe auf unserer ownCloud-Instanz an, sondern teilen diesen über einen Link.

Ordner teilen

Ordner teilen

Link teilen

Link teilen

3. Link kopieren und im Browser öffnen oder verschicken

Den Link haben wir nun und wir können diesen verschicken oder im Browser öffnen. Sobald die andere Partei oder der Anwender einer anderen ownCloud-Instanz den Link im Browser öffnet, sieht das zum Beispiel so aus und wir klicken rechts oben auf die Schaltfläche, um den „Server 2 Server“-Share auf unserer eigenen ownCloud-Instanz einbinden zu können.

Link mit Browser geöffnet

Link mit Browser geöffnet

Hier öffnet sich nun ein Feld, in das ich reinschreiben kann. Dort gibst Du die URL Deiner eigenen ownCloud-Instanz an!

Link der eigenen ownCloud-Instanz angeben

Link der eigenen ownCloud-Instanz angeben

4. „Server 2 Server“-Share in eigene ownCloud-Instanz einbinden

Nun öffnet sich die eigene ownCloud-Instanz und Du wirst gefragt, ob Du denn den Remote Share (Freigabe) oder „Server 2 Server“-Share in Deiner eigenen ownCloud-Instanz eingeben möchtest. Natürlich tun wir das, denn das ist der Sinn der Übung.

Freigabe hinzufügen

Freigabe hinzufügen

5. Remote-Ordner eingebunden – „Server 2 Server“-Sharing abgeschlossen

Nun ist der Remote-Ordner eingebunden und hat sich in meiner ownCloud-Instanz eingenistet.

Remote Share hinzugefügt

Remote Share hinzugefügt

6. Schreibrechte hinzufügen

Per Standard ist der Share nur Leseberechtigung. Andere Anwender können also keine Dateien in diesen Ordner hochladen oder verändern. Willst Du den Ordner auch für Schreibberechtigung freigeben, musst Du das beim Freigabe des Links einstellen.

Schreibrechte!

Schreibrechte!

Anmerkung in Bezug auf den Synchonisations-Client

Ist so eine Freigabe erstellt und eingebunden, wirkt sich das natürlich auch auf meinen Ordner aus, den ich mit dem ownCloud-Sync-Client für Linux, Windows oder Mac OS X betreibe. Die Daten werden genauso synchronisiert und auf der Festplatte oder SSD gespeichert. Also ein bisschen Vorsicht walten lassen, wenn es sich um sehr große Ordner handelt.



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11 Kommentare zu “„Server 2 Server“-Sharing mit der ownCloud 7: Schritt für Schritt”

  1. Peter sagt:

    Für Firmen ist das sicherlich sehr interessant, wenn man komplette Ordner von Server zu Server schicken kann. So können die benötigten Dateien für einen Auftrag zuverlässig verteilt werden.

  2. […] 2 Server”-Sharing mit der ownCloud 7: Schritt für Schritt Zum Original Blog […]

  3. freiheit sagt:

    Danke für diesen Artikel :-)

  4. HansHans sagt:

    Moin Moin,

    vielen Dank für die Anleitung, ist es den auch möglich, die komplette Owncloud auf zwei Server zu verteilen ??

    Ich habe nämlich einen schnellen bei einem Externen Hoster und einen zu Hause. Möchte aber die Daten aus Sicherheitsgründen auf beiden Systemen haben.

    • jdo sagt:

      Uh, gute Frage. Als spontaner Hack würde mir einfallen, die beiden Instanzen auf Deinem Heimserver über WebDAV einzubinden (wenn ownCloud-Konto verschlüsselt) und dann mit einem Cronjob und rsync von intern nach extern zu synchronisieren.

  5. Stefan sagt:

    Danke für diese super Anleitung!
    Leider funktioniert bei mir Schritt 4. nicht - diese Anzeige wird mir nicht angeboten. Sobald ich auf "Add to your ownCloud" klicke, das anschließende Feld ausfülle und das Formular absende, komme ich in meiner eigenen Cloud raus. Dort werde ich nicht nach dem Hinzufügen gefragt.

    Hätten Sie dazu vielleicht einen Ratschlag oder eine Idee, woran das liegen könnte? Beide ownClouds laufen zwar auf der gleichen Maschine (schätze ich mal, bin bei all-inkl.com), aber auf unterschiedlichen Domains.

    Vielen Dank im Voraus!

    • jdo sagt:

      Ein Session-Problem mit dem gleichen Browser? Unterschiedliche Browser verwendet? Unterschiedliche Rechner? Leider fehlen mir hier einige Fakten, wie das Ganze ausgedührt wurde.

      • Stefan sagt:

        Hups, da muss ich mich natürlich entschuldigen. Problem bestand unter Safari (Mac OSX) - habe es nun noch unter Firefox versucht... und siehe da - es funktioniert. Auf diese Idee hätte ich auch selbst kommen können. :-/

        Dennoch herzlichen Dank für die prompte Rückmeldung und diesen (eigentlich als selbstverständlich anzunehmenden) Hinweis!

      • Stefan sagt:

        UPDATE: In eine Richtung funktioniert es, in die andere Richtung wiederum nicht?! Ich habe die oben noch funktionierende Vorgehensweise wieder angewandt. Seltsamerweise läuft eine Cloud mit PHP-User-Rechten und eine mit mir als User - und beide laufen völlig problemlos.

        • jdo sagt:

          Oh, da müsste man nun tiefer graben. Steht etwas in den Logs, also wenn man sich als Admin anmeldet?

          Verwenden beide Instanzen die gleichen Server-Komponenten?

          Was passiert denn, wenn man die Rechte entsprechend anpasst - also so, wie es bei der anderen Instanz funktioniert?

          Bei der Fehlersuche auf jeden Fall immer an einem Ende anfangen und dann den ganzen Weg gehen. Ziellos in der Mitte rumstochern ist oft nur Zeitverschwendung.

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