Linux Mint 17 „Qiana“ Cinnamon und Mate offiziell ausgegeben

1 Juni 2014 6 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Linux Mint 17 „Qiana“ basiert auf Ubuntu 14.04 LTS „Trusty Tahr“ und ich habe schon recht ausführlich über den Release-Kandidaten berichtet. Weiterhin wurde der RC schon bei zwei Installationen eingesetzt und auch der Veröffentlichungs-Kandidat erwies sich als mehr als brauchbar.

Dennoch gibt es einige Dinge, auf die man noch mal separat hinweisen sollte.

Die Entwickler von Linux Mint werden ab sofort nicht mehr dem Ubuntu-Entwicklungs-Zyklus folgen. Das heißt, dass es nicht für jede Ubuntu-Version eine Linux-Mint-Variante gibt. Das ist auch durchaus sinnvoll, da alle neun Monate neu installieren kein Spaß ist. Linux Mint bietet im Gegensatz zu Ubuntu kein direktes Online-Update an. Es ist zwar möglich, wird von den Entwicklern aber nicht empfohlen. Man stellt sich auf den Standpunkt, dass eine saubere Neuinstallation immer die bessere Option ist. Bis 2016 werden künftige Versionen von Linux Mint auf der Basis von Linux Mint 17 erschaffen. Qiana selbst erhält Security-Updates und andere Flicken wie Ubuntu 14.04 LTS bis 2019.

Dann ist da noch die Sache mit MDM (Greeter / Login Screen / Login-Bildschirm). Mir ist es nun schon zwei Mal passiert, dass ich mich nach der Installation zunächst nicht anmelden konnte. Einmal in einer virtuellen Maschine und dann auf meinem Ultrabook. Beide Installationen waren auf Deutsch umgestellt. Eine weitere Installation auf Englisch machte keine Probleme, das geschah allerdings auf einem anderen Rechner.

Sollte MDM spinnen oder nichts mehr tun, verwende die Tastatur-Kombination Strg+Alt+F1, um auf eineKonsole zu gelangen. Dort meldest Du Dich an und gibst den Befehl mdm-recovery ein. Damit wird MDM auf eine sichere Konfiguration umgestellt. Nun kannst Du Dich nach einem Neustart anmelden und den Login-Screen in den Einstellungen auf Deine Bedürfnisse anpassen. Bis auf nach der ersten Installation hatte ich bisher keine Probleme damit.

Da die Frage schon mehrmals gestellt wurde: Wer den RC im Einsatz hat, muss nicht neu installieren. Einfach immer schön online aktualisieren und Du bist auf dem gleichen Stand wie die finale Version von Linux Mint 17 „Qiana“. Wer das Betriebssystem auf einem Notebook betreibt und den Stromverbrauch senken möchte, kann sich diese Tipps und Tricks durchlesen. Auf meinem Samsung Ultrabook habe ich damit die Akkulaufzeit signifikant steigern können.

Zwei Wochen im Einsatz

Nach den ersten zwei Wochen im Einsatz mag ich Linux Mint 17 „Qiana“ mit Cinnamon sehr. Es ist reaktionsfreudig und gibt mir ganz einfach einen klassischen Desktop, den ich gewohnt bin. Ich persönlich arbeite nun mal in erster Linie mit Maus und Tastatur und Cinnamon kommt mir bei meiner Arbeitsweise genau wie KDE (verwende Kubuntu auf meinem anderen Rechner) entgegen.

Anfänger oder Windows-Umsteiger dürften sich mit Linux Mint 17 Cinnamon leichter tun als mit KDE. Letzteres ist toll, man muss sich aber schon etwas damit beschäftigen, um das Maximum herauszuholen. Cinnamon und Linux Mint geben mir zwar weniger Optionen, aber dafür ist die Konfiguration übersichtlicher und dürfte Neulinge wesentlich weniger verwirren.

Ich habe seit einigen Jahren diversen Freunden Linux Mint installiert und alle verwenden das System noch immer. Sie sind zufrieden damit und mir wurde schon mehrfach bestätigt, wie einfach das System zu verwenden ist – das sind alle keine COmputer-Experten, sondern Anwender, die ein bisschen E-Mail, Internet-Browsen, Filme ansehen, Fotos verwalten und ein paar Dokumente bearbeiten wollen.

Download:

Du kannst Linux Mint 17 „Qiana“ aus dem Download-Bereich der Projektseite herunterladen. Alle ISO-Abbilder benötigen eine DVD. Die Images sind zirka 1,3 GByte groß. Für USB-Stick sollte das kein Problem darstellen. Die Abbilder bringen Multimedia-Unterstützung mit sich. Fehlende Codecs lassen sich mit nur einem Mausklick nachinstallieren.

  • Linux Mint 17 Cinnamon 64-Bit (torrent) MD5: 1c3fef2117fad9c9bc905abdeb474ac1
  • Linux Mint 17 Cinnamon 32-Bit (torrent) MD5: 93e86d70da10637c4e08beb1c03e040b
  • Linux Mint 17 Mate 64-Bit (torrent) – MD5: c99b68d1b864d4cd9a96a9e749f15960
  • Linux Mint 17 Mate 32-Bit (torrent) – MD5: 74e36fa46864ae623883f0580e3a289b
Linux Mint 17: Desktop

Linux Mint 17: Desktop

Linux Mint 17: aktive Ecken

Linux Mint 17: aktive Ecken

Linux Mint 17: Cinnamon-Einstellungen

Linux Mint 17: Cinnamon-Einstellungen

Linux Mint 17: Hintergrundbilder

Linux Mint 17: Hintergrundbilder

Linux Mint 17: Menü

Linux Mint 17: Menü

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6 Kommentare zu “Linux Mint 17 „Qiana“ Cinnamon und Mate offiziell ausgegeben”

  1. tux sagt:

    Gelöscht wegen Trollerei (jdo)

    • jdo sagt:

      Hattest Du nicht gesagt, man solle Abstand nehmen von Windoof, M$ und dergleichen -> Trollerei!

      Dann könntest Du gleich mal Deinen eigenen Prinzipien treu bleiben und künftig die Trollerei unterlassen.

      • tux sagt:

        Tzz. Deswegen gleich meinen Hinweis auf die Kad-Mirrors zu entfernen ist etwas voreilig, oder?

        • jdo sagt:

          Strg+A -> Entf

          Btw: BitTorrent ist offiziell von Linux Mint auf deren Website ausgegeben - eMule ist es nicht. Da Du mit Linux ja Nichts am Hut hast, hatte ich persönlich den Link als unerwünschte Werbung deklariert.

  2. […] Mint 17 “Qiana” Cinnamon und Mate offiziell ausgegeben Zum Original Blog […]

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