GoPro: Unter Wasser filmen mit selbst gebastelten Griffen – Kostenpunkt 2 Euro

23 Juni 2014 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Die GoPro Hero 3 Black ist eigentlich gar nicht so schlecht. Das gilt auch für das Filmen unter Wasser beim Tauchen. Morgen geht es wieder auf eine 5-tägige Tauch-Safari. Allerdings ist die GoPro so klein, dass man sie nur mit einer Hand nehmen kann. Somit wird die Geschichte unglaublich unruhig unter Wasser.

Sich die GoPro auf den Kopf schnallen, ist unter Wasser ebenfalls keine Option. Ich muss ja sehen, was ich filme. Außerdem bewegt man den Kopf eigentlich immer und wenn man sich ein so gefilmtes Video später ansieht, wird man seekrank.

Eine weitere Option wäre ein Band für das Handgelenk. Aber auch das funktioniert mehr schlecht als recht – vor allen Dingen unter Wasser.

Am besten wäre eine Lösung mit zwei Griffen, womit ich die GoPro vor mir habe – eben wie man eine Unterwasser-Kamera hält – zumindest die größeren. Mit ausgestreckten (oder fast) Armen bin ich unter Wasser am stabilsten. Somit halte ich die GoPro am ruhigsten und kann entsprechend gut filmen. Man ist durch diese Methode auch sehr flexibel.

Nun gibt es solche Griffe zu kaufen. Die Kosten dafür sind aber echt nicht ohne. Weiterhin wohne ich an einem Ort, an dem ich nicht schnell mal eben etwas online bestellen kann. Allerdings kann man sich ja mal umsehen, was man hier so verfügbar hat.

Die Griffe für die GoPro basteln

Im lokalen „Sanitär-Handel“ wurde ich dann fündig. Ein Rohr mit 70 cm, zwei Verbindungen dafür, die um die Ecke gehen, zwei Deckel (die braucht es nicht unbedingt, es sieht aber schicker aus 🙂 ) und den Kleber. Letzteren hatte ich sowieso im Haus und die anderen Teile kosten umgerechnet zirka 1,60 Euro – also mit verbrauchtem Kleber runde ich mal auf zwei Euro auf.

GoPro Hero 3 Black mit selbst gebastelten Griffen

GoPro Hero 3 Black mit selbst gebastelten Griffen

Das gute an dem Material ist, dass es untergeht – zumindest sobald es sich mit Wasser füllt. Der Griff ist aber dennoch so leicht, dass er nicht merklich nach unten zieht. Aus diesem Grund habe ich diverse Löcher an einigen Stellen gebohrt, dass sich der Griff relativ schnell mit Wasser füllen kann.

Bohrer: Ich habe für alle Löcher 5er Holzbohrer genommen. Man muss weder fest drücken, noch sehr schnell bohren. Einfach kurz und leicht auf die Bohrmaschine drücken und der Bohrer läuft fast wie durch Butter rein. Somit muss man eher aufpassen, dass der Bohrer nicht zu schnell durchgeht und auf der anderen Seite etwas zerstört. Als langsam und ohne Gewalt geht in diesem Fall am besten.

GoPro selbst gebastelte Griffe: Löcher

GoPro selbst gebastelte Griffe: Löcher

GoPro selbst gebastelte Griffe: Löcher

GoPro selbst gebastelte Griffe: Löcher

GoPro am selbst gebauten Griff befestigen

Nun geht es noch darum, die GoPro am Griff zu befestigen. Hier könnte man so eine Fahrrad-Stangen-Halterung für drei bis vier Euro bestellen (wobei es da auch welche für 22 Euro gibt). Diese Möglichkeit habe ich aber nicht.

Allerdings hatte ich damals alles aufgehoben, mit den die GoPro Hero3 Black geliefert wurde. In der Verpackung selbst gibt e einige so Schellen, die Löcher in der Mitte aufweisen. Die scheinen sich hervorragend zu eignen.

Nun bohrt man in der Mitte des Griffs ein Loch und schraubt den Griff einfach an. Man muss relativ fest ziehen, damit es nicht wackelt. Das würde aber wiederum die beiden Plastik-Teile der Halterung biegen und das ist mir nicht geheuer. Beim nachfolgenden Bild kann man sich vorstellen, dass sich die beiden Zapfen durch eine Schraube unangenehm biegen würden. Wie robust die sind, weiß ich nicht.

Halterung aus der Verpackung

Halterung aus der Verpackung

Da ich allerdings mehr von diesen „Verpackungs-Schellen“ hatte, opferte ich eine davon und sägte einen der Zapfen heraus. Dieser passt nun ideal zwischen die beiden anderen Zapfen und das Gebilde ist nun sehr stabil.

Zapfen geopfert

Zapfen geopfert

Nun ist die Lücke geschlossen

Nun ist die Lücke geschlossen

Ich kann die Kontermutter auf der anderen Seite relativ fest ziehen. Man dreht einfach so lange an der Schraube, bis nichts mehr wackelt. Schon ist man fertig.

  • Arbeitsaufwand: Eine Stunde
  • Materialkosten: Zwei Euro (wobei ich nicht weiß, ob das Material in Deutschland mehr kostet – hier waren es umgerechnet zwei Euro)

Meine Konstruktion ist ungefähr 40 cm breit. Das ist sowohl für meine Freundin als auch für mich recht angenehm zu halten. Zieht man noch eine Schnur durch die Löcher, kann man die GoPro sogar mit einem Karabiner an der Tarierweste (Jacket / BCD) festmachen.

Nachdem das Wasser wieder herraus laufen kann, ist die Griff-Konstruktion relativ leicht und lässt sich einfach transportieren. Passt eigentlich in jeden Rucksack.

Über das Aussehen könnte man streiten, ok. Aber ich nenne es einfach Grunge und dann machen die Schmierer nichts aus. 🙂

GoPro mit selbstgebastelten Griffen

GoPro mit selbstgebastelten Griffen

P.S: ich kann mich auch vorstellen, dass sich damit wesentlich ruhiger und stabiler über Wasser filmen lässt.

Update: Erweiterung mit Video-Licht

Ich habe die Halterung verbessert. Nun kann man auch ein Video-Licht daran befestigen.

GoPro Griffe 2.0: Nun mit Video-Licht

GoPro Griffe 2.0: Nun mit Video-Licht

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