CyanogenMod wird eine Firma und bekommt 7 Millionen US-Dollar an Geldmitteln

19 September 2013 Ein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Android Logo 150x150Vielen Android-Bastlern und auch -Anwendern ist CyanogenMod ein Begriff. Es handelt sich hier um eine Android-Version, die von Hobby-Entwicklern auf die Beine gestellt wurde – so ist es zumindest kommuniziert worden. Dass die Entwickler einiges auf dem Kasten haben und neue Android-Versionen wesentlich schneller als die Hersteller der entsprechenden Geräte auf die Beine stellen, ist auch bekannt. Weiterhin ist CyanogenMod als DIE Open-Source-Community rund um Android bekannt und theoretisch darf jeder mitmachen.Nun wird die ganze Sache etwas professioneller – zumindest auf dem Blatt. Aus dem Projekt wurde eine Firma. So hat es der Gründer, Steve Kondik, verlauten lassen: höret, höret. Dabei gibt es noch 7 Millionen US-Dollar an Geldmitteln von Benchmark Capital and Redpoint Ventures. Oh oh … ich hoffe mal das geht gut. Wenn die Venture-Haie im Spiel sind, geht meist irgendwas schief. Das sind bekanntlich keine Wohlfahrtsverbände.

Die Ziele der neuen Firma sind wie folgt definiert:

  • Die Community organisieren, führen und unterstützen.
  • Auf die Bedürfnisse der Anwender eingehen. (das man das separat erwähnen muss … ich staune …)
  • Sicherheitslösungen, die wirklich funktionieren (kein Internet? … :) )
  • Kein Junk
  • regelmäßige Updates
  • Verfügbar für Jedermann auf Allem

Kondik schrieb: “Heutzutage gibt es mehr offene und entriegelbare Geräte als jemals zuvor. Allerdings haben alle ihre Ecken und Kanten und man muss unterschiedliche Installations-Prozeduren anwenden. Wir möchten für jedes Gerät eine optimale Dokumentation in unserem Wiki zur Verfügung stellen, was keine leichte Aufgabe wird. Aber auch die Installation muss einfacher und sicherer werden. Wir wollen uns der komplizierten Sache annehmen, diese hunderte von Geräten unter einen Hut zu bringen.”.

Heißt auf Deutsch, dass CyanogenMod für die Masse und nicht nur für Geeks entwickelt werden soll. Die Entwickler wollen den CyanogenMod-Installer in den kommenden Wochen via Google Play zur Verfügung stellen. Somit könnten Anwender wesentlich einfacher in den Genuss der alternativen Android-Installation kommen … (what can possibly go wrong … also nicht dass ich das schlecht machen will, aber man kennt ja die Pappnasen, die einfach auf alles klicken, was sich bewegt … wenn das einer stemmen kann, dann die Jungs von CM – kein Zweifel).

Die Hersteller wird das außerdem unter Druck setzen, Updates für die Geräte schneller und regelmäßiger auszugeben. Einige Android-Benutzer warten heute noch auf versprochene Updates. Auch so genannte Bloatware, die Anwender nicht installieren können, dürfte damit angegriffen werden. Google versucht mit den Nexus-Geräte ein ähnliches Prinzip. Allerdings kennt man das Spiel ja, wenn eine Community erst mal ins Rollen kommt, wird sich auch Google schwer tun. CyanogenMod muss ja nicht erst eine Community aubauen – die ist ja schon da. Natürlich muss man Google die Lorbeeren für Android belassen – die haben schließlich erfunden und groß gemacht. Ok, es basiert auf einem Linux-Kernel und den hat wiederum der Linus Torvalds erfunden.
Ich finde das Vorhaben toll und hoffe, dass es gelingt. Ich hoffe, dass die Geldhaie nichts zu sagen haben und die Entwicklergemeinde noch besser wird wie vorher. Die Zeit wird es zeigen.

(via)

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Ein Kommentar zu “CyanogenMod wird eine Firma und bekommt 7 Millionen US-Dollar an Geldmitteln”

  1. Johshu sagt:

    Hm sehe dass alles sehr kritisch. Mit einer CM-Installation ohne gapps hatte ich zumindest die Illusion dass mir niemand einfach so ins Handy schaut. Cyanogen als "Firma" kann jetzt aber problemlos von den üblichen Verdächtigen unter Druck gesetzt werden da eine Backdoor einzubauen.

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