Kein Raspberry-Pi-Rivale – der Vergleich hinkt gewaltig: Utilite mit zwei GBit-Ethernet-Anschlüssen und ordentlich Power für so einen Winzling

16 Juli 2013 6 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Utilite Teaser 150x150Günstige Mini-Computer, wie das Raspberry Pi sind im Trend. Nun gibt es mit dem Utilite einen weiteren Rechenknecht, der in die Hosentasche passt. Das Gerät soll nur 99 US-Dollar kosten und ist damit schon einiges teurer als das Raspberry Pi.

Utilite mit einem Raspberry Pi zu vergleichen ist allerdings nicht ganz korrekt und ich weiß nicht, warum sämtliche Webseiten so titeln. Wahrscheinlich, weil Raspberry Pi ein Buzzword ist. Das DIng ist weniger für das Basteln gedacht und hat keine einfach zugängliche GPIO-Schnittstelle. Dafür hat das Ding ungleich mehr Dampf und dürfte sich für einfach Desktop-Aufgaben durchaus eignen – da wiederum ist das Raspberry Pi schon recht zäh unterwegs. Mit OpenELEC (oder Raspbmc oder irgendwas XBMC) lässt sich aus dem RasPi aber ein tolles Multimedia-Center basteln – das funktioniert dann auch mit Full HD.

Der Mini-Rechner ist ungefähr so groß wie ein Taschenbuch. Ab August wird der Utilite ausgeliefert. Angetrieben wird der COmputer durch ein Freescale i.MX6 system-on-chip mit einem Single-, Dual- oder Quad-Core-Prozessor (ARM Cortex-A9 / 1,2 GHz). Bis zu vier GByte Arbeitsspeicher kann man dem Utilite spendieren. Als Storage ist bis zu 512 GByte Mini-Serial ATA oder SSD angedacht. Der Kartenleser auf der Vorderseite unterstützt Secure Digital extended Capacity (SDXC) cmit bis zu 128 GByte Speicher.

Als Video-Ausgabe ist HDMI 1.4 und ein DVI-D-Port vorhanden. Beide Ausgänge können mit einer maximalen Auflösung von 1920×1200 umgehen. Dual-Head ist ebenfalls möglich. Audio ist als 5.1 via HDMI oder S/PDIF vorhanden. Die Standard-Anschlüsse für 3,5mm Klinke (Line In / Line Out) sind auch vorhanden.

Für das Netzwerken sind zwei GBit-Ethernet-Ports vorhanden. WiFi und Bluetooth sind ebenfalls an Bord. USB-Anschlüsse (2.0) gibt es vier. Davon sind zwei auf der Vorderseite und zwei auf der Rückseite. Zusätzlich ist eine RS232-Verbindung vorhanden.

Anwender können das Gerät entweder mit Android oder Ubuntu als Betriebssystem bestellen. CompuLab hat mit Linux-basierten Betriebssystemen Erfahrung. Die stellen auch die mit Linux Mint betriebene MintBox her. Allerdings gibt es zum Betriebssystem derzeit noch keine weiteren Angaben.

Utilite als Alternative zu Raspberry Pi darzustellen, ist definitiv Äpfel mit Birnen verglichen. Das RasPi hat schon mal kein Bluetooth und keine WLAN-Karte. Der SD-Slot wird für das Betriebssystem benutzt und ich weiß wirklich nicht, wie man auf so einen Vergleich kommt. Utilite liegt irgendwo in der Mitte zwischen MintBox und Raspberry Pi. Aber eine Relation mit letzterem herzustellen, ist einfach an den Haaren herbeigezogen – meine Meinung.

Utilite (Quelle: utilite-computer.com)

Utilite (Quelle: utilite-computer.com)

Utilite (Quelle: utilite-computer.com)

Utilite (Quelle: utilite-computer.com)

Utilite (Quelle: utilite-computer.com)

Utilite (Quelle: utilite-computer.com)



Du kannst gerne Deinen Senf zu diesem Beitrag geben: Hier geht es zu den Kommentaren


Schreiben macht durstig! Eine kleine Erfrischung kann daher nie schaden. Wem dieser freie Artikel gefallen hat, der darf mir gerne einen frisch gezapften Hopfen-Tee ausgeben (Paypal - der Spenden-Knopf
oder bitcoin - Adresse: 1NacVNwcLLePUVv8uSafu5Ykdwh8QyDfgK). Ich freue mich über jede noch so kleine Spende. Vielen Dank und Prost!
 Alle Kommentare als Feed abonnieren

6 Kommentare zu “Kein Raspberry-Pi-Rivale – der Vergleich hinkt gewaltig: Utilite mit zwei GBit-Ethernet-Anschlüssen und ordentlich Power für so einen Winzling”

  1. Thomas sagt:

    Zwei Gigabit Ethernet Ports? Super, dann lässt sich das Teil ja wunderbar als Router Zuhause nutzen :)

    Mal sehen, vielleicht lege ich mir das Teil diesen Sommer zu. Je nachdem, was der Geldbeutel hergibt. Aber der Preis ist für diese Leistung angemessen.

  2. Jorval sagt:

    Ja sieht wie der perfekte Router Barebone aus!
    99$ sind zwar nicht wenig aber bei der gebotenen Ausstattung immer noch ein gutes Preis/Leistungsverhältnis.

    Wenn er nun noch mit wenig Strom zufrieden ist wäre es perfekt als Router.

  3. Matthias sagt:

    Gibts so was auch für x86_64?

  4. Embedded sagt:

    [...] verlangt nach mehr. Auch für die Kinderstuben gedacht, aber absolut sicher. Nachdem hier Bitblokes neue Mini-Computer vorstellt und Zotac neue Schlafzimmer- Komponenten im Programm hat, leg ich noch [...]

  5. Peter Bauer sagt:

    Hallo aus Wien,

    Ich habe mir den Rechner in der quad core Version direkt bei CompuLab
    bestellt und schon ein paar Benchmarks gemacht - die Ergebnisse
    sind gut - etwa 8 mal so schnell wie ein Raspberry Pi bei reinen Rechenaufgaben.
    Mehr Details gibts hier zu lesen:
    http://bitkistl.blogspot.co.at/2013/07/the-utilite-computer.html

    mfG
    Peter Bauer

Antworten