Einige Informationen zu Steam für Linux aus erster Hand

17 Juli 2012 2 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Steam LogoNachdem der Valve-Boss kürzlich in einem Interview einen Linux-Client bestätigte, gibt die Firma nun auch Informationen in einem extra dafür eingerichteten Blog aus.

In einem ersten Post wird nun mal Tacheles geredet und nicht nur um den heißen Brei. Ab sofort werden hier die Fortschritte in Sachen Linux-Client preisgegeben. Anstatt sich auf Gerüchte im Internet zu verlassen, könne man sich die Informationen nun aus erster Hand holen. Im ersten Beitrag möchte Valve das Team und die Vorgeschichte vorstellen. Außerdem gibt es noch einen Überblick, was man gerade so tut.

Das Interesse für Linux besteht laut eigener Aussage schon einige Zeit. Man habe schon länger Linux-basierte Server für Quell-basierte Spiele eingesetzt. Ebenso würden einige interne Server mit Ubuntu 64-Bit laufen. Im Jahre 2011 habe man sich entschlossen, ein Team für das Projekt Linux zu bilden. Damals bestand das Team aus nur zwei Leuten. Diese waren damit beauftragt, öglichkeiten zu finden, wie man den Steam Client und Left 4 Dead 2 auf Ubuntu bringen kann.

Die Frage Warum Ubuntu? beantwortet der Blog auch gleich. Wenn man mit einer Entwicklung beginnt, sei es schlichtweg einfacher, mit einer einzelnen Distribution anzufangen. Dazu komme, dass Ubuntu eine beliebte Distribution ist. Das bedeute aber nicht, dass man nur Ubuntu unterstützen wird. Je nach Erfolg, will man andere Distributionen in der Zukunft auch unterstützen.

Nach dem erfolgreichen Port von L4D2 auf Ubuntu, wuchs das Interesse bei Valve. Somit hatte sich ein Team formiert und der Fokus liegt derzeit auf:

  • Den Steam-Client mit kompletter Funktionalität auf Linux portieren
  • Eine L4D2-Version dahingehend zu optimieren, dass es mit OpenGL höhe Frame-Rates beschert
  • andere Valve-Titel portieren

Derzeitige Projekte

Das Ziel ist im Moment, einen kompletten Steam-Client auf Ubuntu 12.04 fertig zu stellen. Man habe dieses Jahr große Fortschritte gemacht und der Steam-Client für Ubuntu mit allen Funktionen ist lauffähig. Dennoch sei einiges an Feinarbeit notwendig und in Naher Zukunft wird man einen internen Beta-Test durchführen.

Da ein Steam-Client ohne Spiele natürlich nicht toll ist, portiert man L4D2 ebenfalls auf Ubuntu. Somit kann man die beiden Software-Komponenten miteinander testen. Das Ziel ist, dass L4D2 unter Linux genauso performant läuft, wie es das unter Windows tut.

Dann lassen wir uns mal überraschen, was Valve das aus dem Hut zaubert.

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2 Kommentare zu “Einige Informationen zu Steam für Linux aus erster Hand”

  1. killx sagt:

    Ich brauch aber ein .rpm >.<

    Naja nicht so schlimm kommt bestimmt auch noch, glücklicherweise läuft ja Guild Wars 2 über wine recht gut =)

    Damit werde ich erstmal eine Weile beschäftigt sein.

    Auf jedenfall freut es mich das die Entwicklung gut voran geht und sich Valve auch mal um die Pinguine kümmert 😉

  2. TuxKanone sagt:

    Ich bete inständig dafür, dass Valve eine Version für Debian Stable anbieten wird, denn Ubuntu wieder verwenden, dagegen weigere ich mich und ein richtiges Steam läuft sicherlich schöner, genauso wie die Spiele, als die Windows-Geschichten unter Wine.

    Hoffentlich kommt es auch schnell dazu, Steam für Linux ist eines der Projekte, wo ch schon länger drauf warte.

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