Apple missbraucht Macht und legt Zeitungen Handschellen an

15 Januar 2011 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Apple LogoAls ich das bei The Register gelesen habe, ist mir spontan „App-Faschisten“ durch den Kopf geschossen. Apple will anscheinend Zeitungen verbieten, ihre Inhalte via iPad-App an zahlende Kunden auszuliefern. Eine handvoll europäischer Zeitungen haben Jobs Hammer bereits zu spüren bekommen. Es ist schwer davon auszugehen, dass sich das Modell weiter verbreitet. Genaues ist aber noch nicht bekannt.

Gert Ysebaert von der Belgischen Medien-Gruppe Corelio hat gemosert, dass Apple die Regeln verändert, während das Spiel noch läuft. Ysebaert und De Nolf (Chef einer anderen median-Gruppe – Roularta) sagten, dass es dafür nur folgende Gründe gibt: Geld und Macht.

De Nolf sagte, dass Apple verlangt, alle Inhalte müssten via iTunes ausgeliefert werden. Somit kann die Firma mit dem angebissenen Apfel 30 Prozent des Gewinns abstauben. Zuvor konnten Zeitungen dafür einfach ihre eigenen Server benutzen.

Eine Seite ist, dass die Zeitungen dadurch Geld verlieren. Auf der anderen Seite hätte Apple die komplette Kontrolle und die Daten der Abonnenten. Die Zeitungen hätten nicht mal mehr Zugriff auf ihre eigenen Leser-Listen.

The Register weist darauf hin, dass es für Apple noch einen anderen Grund geben könnte, den Zeitungen das Wasser abzugraben. Ein nicht gut behütetes Geheimnis besagt, dass Apple und New Corporation einen eigenen, für das iPad gemachten, News-Dienst mit Namen The Daily ins Leben rufen wollen. Laut Gerüchten sollte das Ding am 19. Januar von Steve Jobs und Rupert Murdoch persönlich ins Leben gerufen werden. Allerdings verzögert sich der Start nun angeblich um einige Wochen. Für Apple natürlich mehr Zeit, um ungeliebten Selbst-aufs-iPad-Puscher den Garaus zu machen.

Ich bin echt kein Microsoft-Fan, aber wenn Redmond furzt, rufen alle „Regulierungs-Behörde“. Apple gängelt Anwender und Anbieter immer mehr, missbraucht Macht zum eigenen Vorteil und so weiter. Wird meiner Meinung nach echt Zeit, dass hier mal jemand auf den Tisch haut. Am besten wäre es natürlich, wenn die Anwender Apple die Rechnung präsentieren und deren überteuerte Spielzeuge einfach nicht mehr kaufen.

Wir schreiben das Jahr 2023: Apple verbietet iPad-Anwendern das Aufsuchen einer Toilette, wenn das Klopapier nicht über iTunes bezogen wurde. Apples Fangemeinde jubelt!

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