De Icaza: Suns Schwartz hat den Google-Prozess an Oracle feilgehalten

14 August 2010 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Android OS LogoDas scheint interessant zu werden. Oracle hat Google wegen Patentrechtsverletzung in Android verklagt, nun hat der Suchmaschinengigant geantwortet. Miguel De Icaza hat einige lesenswerte Gedanken zu dem Fall vorgebracht und seine Gedankengänge wurden vom Java-Vater James Gosling, der Sun sofort nach der Übernahme verlassen hat, bestätigt: Die Klage gegen Google (aus Java Geld zu machen) war Teil der Verhandlungen und wurde von Suns Jonathan Schwartz an Oracle feilgehalten.

Google hat gegenüber TechCrunch geantwortet und macht darin klar, dass man gegen diese Klage mit Mann und Maus kämpfen wird. Man sei bitter enttäuscht, dass Oracle sowohl Google als auch die Open-Source-Gemeinschaft mit einer haltlosen Klage angreift. Die Open-Source-Java-Gemeischaft arbeite jeden Tag hart, um aus dem Web einen besseren Ort zu machen. Google werde mit aller Macht die Open-Source-Standards verteidigen und weiter mit der Industrie an der Entwicklung der Android-Plattform arbeiten. Das ist zunächst eine sehr allgemeine Aussage. Es ist aber gut zu wissen, dass sich Google wehren wird.

De Icazas Version dieser Geschichte ist, dass sich Google und Sun über eine Lizenzierung der Java Micro Edition gestritten haben. Es sei sehr wenig Information zu diesem Streit und der Kreation von Dalvik öffentlicht, sagt er. Es gebe genug Gerüchte, dass sich Google und Sun nicht einigen konnten. Sun wollte zwischen Google und den Handset-Herstellern sitzen, doch der Suchmaschinen-Primus wollte ein “Frei für Alle”-Betriebssystem anbieten. Das führte zur Erschaffung der Dalvik VM – die explizit nicht mit anderen Java VMs kompatibel ist. Google watschte Sun noch mehr ab, als sie einen Übersetzer generierten, der Java Code in einen Code übersetzt, den Dalvik verwerten kann. Sun hatte damit doppelt verloren. Sie konnten keinen großen Lizenzdeal abschließen und Google hat eine Konkurrenz zu Java ME geschaffen.

Oracle LogoIm Jahre 2008 bot Schwartz seine Firma im Silicon Valley an. Allerdings verlor die Firma nach dem Öffnen von Java an Wert. Gosling schreibt in seinem Blog, dass es während der Verhandlungen mit Oracle viel Interesse an der Java-Google-Patent-Situation gab. Die Klage überrasche Gosling keineswegs. Während der Sun-Oracle-Verhandlungen hätten die Augen der Oracle-Anwälte bereits gefunkelt. Gosling hofft, nicht in diese Schlammschlacht involviert zu werden. Von seinen Patenten hätte man nur eines im Visier (RE38,104).

Oracle finally filed a patent lawsuit against Google. Not a big surprise. During the integration meetings between Sun and Oracle where we were being grilled about the patent situation between Sun and Google, we could see the Oracle lawyer’s eyes sparkle. Filing patent suits was never in Sun’s genetic code. Alas….

I hope to avoid getting dragged into the fray: they only picked one of my patents (RE38,104) to sue over.

Sollten sich die Gerüchte bestätigen, könnte das Schwartz unglaubwürdig machen. Denn er war es, der eine flammende Rede geschwungen hatte, dass es eine unfeine Praktik sei, Firmen nur wegen ihrer Patente zu kaufen und diese dann in Klagen zu benutzen. Diese vermeintliche Heuchelei passierte, als Apple Klage gegen HTC einreichte.


Du kannst gerne Deinen Senf zu diesem Beitrag geben: Hier geht es zu den Kommentaren


Schreiben macht durstig! Eine kleine Erfrischung kann daher nie schaden. Wem dieser freie Artikel gefallen hat, der darf mir gerne einen frisch gezapften Hopfen-Tee ausgeben (Paypal - der Spenden-Knopf
oder bitcoin - Adresse: 1NacVNwcLLePUVv8uSafu5Ykdwh8QyDfgK). Ich freue mich über jede noch so kleine Spende. Vielen Dank und Prost!
 Alle Kommentare als Feed abonnieren

Antworten