Valve stellt Unterstützung für Linux komplett ein: Steam für Linux und SteamOS werden nicht weiterentwickelt

1 April 2017 4 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Hierbei handelte es sich um einen Aprilscherz!

Ein herber Rückschlag für Zocker, die das freie Betriebssystem Linux einsetzen. Steam hat angekündigt, dass sich die Unterstützung von Linux nicht lohnt und will die Unterstützung zum Jahresende einstellen.

Die Entwickler von Steam für Linux haben sich eigenen Angaben zufolge mehr Zuspruch erhofft. SteamOS wird ebenfalls nicht mehr weiter verfolgt. Es wurden bereits alle Entwickler von der auf Debian GNU/Linux basierenden Distribution angezogen. Die Entwickler behalten ihre Jobs allerdings und werden künftig in anderen Bereichen eingesetzt. Steam setzt stark auf VR – neudeutsch Virtual Reality oder richtig Deutsch virtuelle Realität – und da wird jede Kraft gebraucht.

Gabe Newell sagte, dass Valve mit SteamOS den Plan erreicht hat. Im Endeffekt war es ein Damokles-Schwert für Microsoft und Windows. Von dieser Seite kommen wieder kuschelige Töne. Linux und SteamOS hätten seinen Zweck erfüllt und man kann die Sache einstampfen.

Steam für Linux

Steam für Linux

Spiele noch eine Weile spielbar

Du kannst den Steam-Client unter Linux noch so lange benutzen, bis er eben nicht mehr funktioniert. Das gilt auch für die Spiele. Solange sie mit der von Dir eingesetzten Distribution kompatibel sind und sich ausführen lassen, kannst Du Dein favorisiertes Spiel unter Linux zocken.

Die Software wird ganz einfach nicht mehr weiterentwickelt und wenn sie sich nicht mehr starten lässt, dann ist eben Schicht.

Spiele-Hersteller springen auf den Zug auf

Einige Spiele-Hersteller haben bereits angekündigt, diesem Trend folgen zu wollen. Künftig wollen diverse Entwickler-Studios ebenfalls keine Unterstützung mehr für Linux anbieten. Sie zeigten sich teilweise erleichtert, nicht mehr so viele Plattformen unterstützen zu müssen. Der Druck seitens Valve sei weg und das würde ebenfalls Ressourcen freimachen.

Windows und Goldene Käfige seien nicht wünschenswert, aber im Endeffekt gut dass sich Valve so entschieden hat, ist zu lesen.

Ein Entwicklerstudio meinte sogar, dass man dann endlich nicht mehr so viele Anfragen wegen kostenlosen Spiele-Lizenzen bekomme. Die Entwickler zeigen sich enttäuscht, dass in der Linux Community im großen Stil die Meinung vorherrscht, unter Linux müsse alles kostenlos sein.  Man habe mehr Anfragen für kostenlose Versionen bekommen als man Titel verkauft hat.

Du findest alle weiteren Details zur Einstellungen der Linux-Unterstützung und alle Aussagen der entsprechenden Entwickler-Studios in der traurigen Ankündigung.

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4 Kommentare zu “Valve stellt Unterstützung für Linux komplett ein: Steam für Linux und SteamOS werden nicht weiterentwickelt”

  1. Nudelsieb sagt:

    Das hab ich mir doch gleich gedacht (nach dem ersten Schock :D), dass das nur ein April-Scherz sein kann. Ich bin mir nicht sicher, ob man über sowas lieber keine Scherze macht :-/. Das wäre für GNU/Linux eine Katastrophe.

    Jedenfalls kann ich erstmal durchschnaufen :)!

  2. Schroeffu sagt:

    Hahaha 🙂 Guter Aprilscherz.

    Aber im Ernst: Aber eigentlich wäre es für Linux faktisch total egal, die Verbreitung des Linux-Desktops ist nach wie vor nicht gewachsen trotz Valves Engagement für Linux. Das ist wirklich natürlich extrem schade, aber irgendwie auch nicht verwunderlich.

    Linux ist im Serverbereich ohne grafische Oberfläche absolute Pflicht, ein Bereich der bisher nicht wirklich vergleichbar ist mit dem Desktop.

  3. Nudelsieb sagt:

    Nunja, ich gebe dir insofern Recht, dass Linux im Desktop eine Nische ist. Jedoch wäre Linux im Desktop eine Bereicherung, wenn es denn nutzerfreundlicher und kompatibler wäre. Da hab ich viele Jahre meine Hoffnung auf Ubuntu gesetzt. Leider können sie einfach gegen die Finanzpoer von MS/Apple nicht anstinken.

    In meiner Firma arbeiten wir (als Entwickler) mit Macs, da diese eine super Entiwicklungsumgebung haben mit bash/posix-Umgebung und einfach mal (fast) alles funktioniert (auch wenn ich kein großer Fan der HW/SW bin). Selbst MS stellte mit seiner Erweiterung "Windows Subsystem for Linux" ein nützliches Feature bereit, dass mehr Entwickler wieder vom Mac auf ihre Platform zurücklocken soll. Letztendlich wird alles nicht einfacher für den GNU/Linux-Desktop. Würde jetzt auch nach das wichtige Zugpferd Gaming wegfallen, sehe ich schwarz.

  4. Nudelsieb sagt:

    Schade, dass ich meine Tippfehler nicht korrigieren kann ;-).

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