Seriöse VPN-Anbieter ziehen sich aus Indien zurück

Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Das nächste Land, in dem die Behörden zu neugierig für den Geschmack seriöser VPN-Anbieter sind. Das indische Computer Emergency Response Team (CERT-in) verlangt von VPN-Services, Data Centres, ISPs, Hosting-Providern und andere in Indien tätige Internet-Infrastrukturunternehmen, Kundendaten zu sammeln. Diese Daten müssen dann fünf oder mehr Jahre lang gespeichert werden. Auf Anfrage der Regierung müssen die eben angesprochenen Firmen die Kundendaten übermitteln. Surfshark* bietet zwar weiterhin indische IP-Adressen an, nutzt dafür aber virtuelle Server, auf die die Regierung keinen Zugriff hat.

VPN-Unternehmen können also den Datenschutz der Kunden in Indien womöglich nicht mehr länger garantieren. Daten müssen laut Anweisung der Regierung auf folgende Weise gesammelt wären:

  • Vollständigen Namen, Adressen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern der User
  • Grund für die Nutzung eines VPNs
  • Die Nutzungsdaten des Dienstes.
  • IP-Adressen und E-Mails, mit denen sich Nutzer für die Services registriert haben, plus Timestamp der Anmeldung.
  • Sämtliche IP-Adressen, die ein VPN-Anbieter für einen User bereitgestellt hat und eine Liste der IP-Adressen, die von den Kunden genutzt werden

Die Richtlinie tritt ab dem morgigen 28. Juni 2022 in Kraft. Seriöse VPN-Anbieter wie NordVPN* und Surfshark* ziehen sich deswegen aus Indien zurück.

Wie komme ich jetzt an eine indische IP-Adresse

Sowohl Surfshark als auch NordVPN stellen den Betrieb der physischen Server in Indien ein. Die VPN-Services funktionieren aber weiterhin in dem Land. Auf Server im Ausland hat die Regierung Indiens keinen Einfluss.

Surfshark wird virtuelle Server in Indien zur Verfügung stellen, die sich in Singapur und London befinden. Damit bekommst Du eine indische IP-Adresse, selbst wenn sich der Server nicht in Indien befindet.

Indische IP-adresse – Surfshark mit virtuellen Servern für Indien
Indische IP-adresse – Surfshark mit virtuellen Servern für Indien

NordVPN hat keine solchen virtuellen Server angekündigt. Im Moment sieht es nicht danach aus, als würdest Du mit NordVPN eine IP-Adresse in Indien bekommen können.

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Wie bekomme ich eine IP-Adresse in Indien?

  1. Suche Dir ein VPN mit virtuellen Servern in Indien

    Durch die neue Vorratsdatenspeicherung ziehen sich seriöse Anbieter aus Indien zurück. Es gibt aber Anbieter, die keine physischen, sondern virtuelle Server betreiben.

  2. Surfshark bietet indische IP-Adressen

    Die physischen Server hat Surfshark* in Indien abgeschaltet. Allerdings gibt es virtuelle, die in Singapur und London stehen. Damit bekommst Du eine IP-Adresse aus Indien und die indische Regierung hat keinen Zugriff auf Deine Daten.

  3. Verbinde Dich wie gewohnt mit Indien

    Nachdem Du Dir ein Surfshark-Abonnement geholt hast, verbindest Du Dich mit Deinem VPN-Client wie gewohnt mit Indien. Physische Server sind meist etwas schneller als virtuelle, aber Du solltest den Unterschied nicht merken.

Häufig gestellte Fragen zu indischen IP-Adressen

Warum ziehen sich VPN-Anbieter aus Indien zurück?

Die Regierung verlangt, dass VPN-Anbieter die Daten ihrer Kunden sammeln und auf Anfrage ausgeben. Seriöse Anbieter ziehen sich deswegen aus Indien zurück.

Wie bekomme ich eine IP-Adresse aus Indien?

Eine indische IP-Adresse erhältst Du von Anbietern wie Surfshark*, die ab sofort virtuelle Server in Indien zur Verfügung stellen. Der Server befindet sich nicht in Indien und Du bekommst trotzdem eine indische IP-Adresse. Damit hat die Regierung keinen Zugriff auf Deine Daten.




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