Nextcloud schützt seine Anwender mit der Ransomware Protection App

9 August 2017 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Ransomware ist eine üble Seuche, aber auf dem Vormarsch. Nicht nur Privatanwender werden von Erpresser-Software heimgesucht, sondern auch Firmen. Schlägt eine Ransomware zu, kostet das in der Regel richtig Geld. Selbst wenn wir davon ausgehen, dass wegen ausreichender Backups keine Daten verloren sind, kosten Wiederherstellung, Neuinstallationen und so weiter auch Kohle. Für das Jahr 2016 hat sich der durch Ransomware verursachte Schaden Schätzungen zufolge auf ungefähr 1 Milliarde angehäuft. Während WannaCry und Petya immer noch in unseren Köpfen spuken, rüsten aber auch die guten Jungs auf. Einen vollständigen Schutz gibt es nie, aber die Entwickler der Nextcloud haben uns eine Ransomware Protection App spendiert.

Ransomware kurz erklärt: Eine sogenannte Ransomware schleicht sich auf Deinen Computer und verschlüsselt danach Dateien. Gegen ein Lösegeld wird Dir der Schlüssel versprochen, dass Du Deine Daten wiederbekommst. Eine Garantie ist das aber nicht und Experten warnen immer wieder davor, das Lösegeld zu bezahlen.

Ransomware Protection App – Schutz vor Erpressern

Gegen Ransomware kannst Du Dich auf zwei Arten schützen:

  • Du hast aktuelle Backups und sicherst Deine Daten angemessen.
  • Du schützt Dich proaktiv, was zugegeben nicht immer einfach ist.

Hast Du eine Nextcloud im Betrieb, dann kannst Du als Administrator ab sofort ein bisschen proaktiv werden. Die App Ransomware Protection erkennt teilweise Ransomware-Dateien und verhindert ein Hochladen in die Nextcloud. Ich habe keine Ransomware bei der Hand, deswegen nehme ich den Screenshot der Entwickler. Du sieht im nachfolgenden Bild, wie die Cloud-Software ein Hochladen der potenziellen Malware verhindert hat.

Ransomware Protection App verhindert das Hochlade von schädlicher Software (Quelle: Nextcloud.com)

Ransomware Protection App verhindert das Hochlade von schädlicher Software (Quelle: Nextcloud.com)

Wird eine verdächtige Datei blockiert, bekommt sowohl der Anwender als auch der Administrator eine Benachrichtigung.

Sollte sich bei der Nextcloud dennoch eine Ransomware einschleichen, dann könntest Du Glück haben, denn die Cloud-Software hält verschiedene Versionen der Dateien vor.

Installation der Ransomware Protection App

Ich habe gestern auf Nextcloud 12.0.1 aktualisiert und als Administrator kann ich die Ransomware Protection App über die Apps unter Überwachung aktivieren.

Ransomware Protection App liegt unter Überwachung

Ransomware Protection App liegt unter Überwachung

Ist die App heruntergeladen und aktiviert, dann habe ich als Administrator einige Konfigurations-Optionen. Das sieht so aus und die Optionen findest Du in der Verwaltung unter Sicherheit. Kurz gesagt kannst Du eigene Datei-Endungen, Muster und so weiter hinzufügen, die auf keinen Fall hochgeladen werden sollen. Reguläre Ausdrücke sind möglich.

Einige Optionen für den Administrator

Einige Optionen für den Administrator

Hinweise der Entwickler zur Ransomware Protection App

Die Entwickler weisen darauf hin, dass die Ransomware Protection App kein vollständiger Schutz ist. Es ist gut möglich, dass schädliche Programme durch das Netz schlüpfen. Allerdings geben die Entwickler auf an, dass schätzungsweise 95 Prozent der sich im Umlauf befindlichen Ransomware abfangen lässt.

Nette Pi-Konstellation

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