Linux Mint 17 hat sein Lebensende erreicht – Probleme zu Samba erläutert

3 Mai 2019 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Es gibt einen neuen Monatsbericht von Linux Mint und da stehen ein paar interessante Sachen drin. Wer immer noch Linux Mint 17 einsetzt, sollte langsam über ein Upgrade nachdenken.

Linux Mint 17 ist EOL

Gut 5 Jahre lang hat das auf Ubuntu 14.04 basierende Linux Mint 17 gedient. Nun ist aber Schluss. Linux Mint 17.x (17, 17.1, 17.2 und 17.3) hat sein Lebensende erreicht.

Die Repositories funktionieren weiterhin, werden aber nicht mehr länger mit Security Updates versorgt. Du kannst das System weiter nutzen und auch noch Software installieren, bekommst aber keine Wartung mehr dafür.

Hast Du Linux Mint noch im Einsatz, kannst Du Timeshift installieren. Es befindet sich in den Repositories. Damit ist es möglich einen Schnappschuss des Systems zu machen und kannst im Anschluss auf Version 18 aktualisieren. Es gibt dafür einen Leitfaden auf Englisch.

Ürbigens! Auch Ubuntu 14.04 hat sein Lebensende erreicht!

Samba, Regressions und Probleme

Der Großteil des Monatsberichts dreht sich um Samba. Die Entwickler sprechen, dass neue Versionen auch immer Regressions mit sich bringen. Deswegen haben sie sich damals entschlossen, LTS-Versionen zu benutzen. Normalerweise tauchen die Kinderkrankheiten in Rolling Distributions oder Nicht-LTS-Versionen auf. Dort werden sie ausgemerzt und dann zu den LTS-Varianten zurückportiert.

Bei Samba ist das aber momentan nicht der Fall. Gibt es eine Weile Probleme, überlegen sich die Mint-Entwickler, ob sie die Sache in die eigene Hand nehmen. Sie nennen das Pinning. Bei Samba ist das aber nicht möglich, weil viel zu viele Abhängigkeiten involviert sind und so weiter.

Was ist denn das Problem mit Samba bei Linux Mint?

Bei Samba ist es möglich, über verschiedene Protokolle-Versionen zu kommunizieren. Bei Mint 18.x wurde eine Protokoll-Version benutzt, die NT1 heißt. Böse Zungen behaupten, NT steht für Nice Try. Allerdings wurde Windows Ziel von Ransomware-Angriffe und Microsoft hat NT1 in den Ruhestand geschickt. Die Samba-Teams haben ebenfalls auf SMB2 und SMB3 umgestellt. Damit haben sich aber Regressions in Ubuntu eingeschlichen und derzeit versuchen die Entwickler, die Probleme zu lösen.

Zwei der wichtigsten Punkte sind bei Launchpad zu finden:

Samba hat bei Linux Mint 18.x besser funktioniert und wer die Software unbedingt braucht, sollte derzeit besser bei Mint 18 bleiben. Das System basiert auf Ubuntu 16.04 und bekommt bis 2021 Updates. Die Entwickler raten zumindest solange dazu, bis die Probleme bereinigt sind.

Mint kommt Dir beim Teilen von Ordnern entgegen

Bei Linux Mint kannst Du Ordner via Samba teilen und ein Paket namens nemo-share ist dafür zuständig. Es öffnet sich, wenn Du mit der rechten Maustaste auf einen Ordner klickst und dann Freigabeoptionen wählst.

Ordner in Linux Mint einfach via nemo-share teilen

Ordner in Linux Mint einfach via nemo-share teilen

In Linux Mint 19.1 nimmt Dir Nemo Share ein paar weitere Aufgaben ab. Es installiert Samba, fügt Dich zur Gruppe samba hinzu und erstellt die Freigabe mit den dazugehörigen Rechten.

Auf die Kommandozeile musst Du dabei nicht und es funktioniert meistens. Allerdings klappt es nicht immer. Deswegen macht Nemo Share in Linux Mint 19.2 noch mehr:

  • Nach der Installation von Samba trägt es Firewall-Regel mittels UFW ein
  • Legst Du eine Freigabe an, werden die Rechte des Verzeichnisses und der gesamte Pfad überprüft. Die Software stellt also sicher, dass der Ordner auch wirklich erreichbar ist.
  • Teilst Du einen Ordner in einem verschlüsselten Home-Verzeichnis, bekommst Du einen Hinweis, dass ein Teilen ohne ein force user in der Samba-Konfiguration nicht möglich ist.

Hast Du Dich im Wurzelverzeichnist einer Freigabe befunden, konntest Du nicht mehr nach oben zu network:/// gehen. Das wird ebenfalls bereinigt sein. Einige der Änderungen schaffen es möglicherweise auch in caja und caja-share für Linux Mint MATE.

Leitfaden für Entwickler ist fertig

Der Developer Guide ist fertig. Darin ist zu finden, an welchen Projekten die Entwickler arbeiten, welche Technologien sie benutzen, wie Du Pakete erstellen kannst und so weiter. Wer gerne als Entwickler mithelfen möchte, für den ist das eine Pflichtlektüre.

Der Leitfaden ist Englisch und es gibt in in den Formaten HTML, PDF und ePub: https://linuxmint-developer-guide.readthedocs.io/en/latest/.

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