clickclickclick.click: Unheimliche Website verfolgt jede Deiner Aktionen

22 November 2016 3 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Meinst Du, dass Dich Websites nicht analysieren? Also Dein komplettes Verhalten und nicht nur die Klicks oder Conversions … clickclickclick.click

Die Seite clickclickclick.click ist so einfach wie unheimlich. Es ist eine weiße Seite mit einer grünen Schaltfläche. Sie monitored jede Bewegung von Dir und gibt Dir Feedback. Dazu führt die Seite genau Protokoll, was Du so treibst. Manchmal spricht sie auch mit Dir, wenn Du Dich zum Beispiel anders als ein großer Prozentsatz der Besucher verhältst. Du Revoluzzer!

clickclickclick.click ...

clickclickclick.click …

Wer steckt hinter clickclickclick.click?

Hinter dem Projekt sehen die holländische Medien-Firma VPRO und das Design-Unternehmen Studio Moniker.

Die Website sammelt keine Daten und versucht nicht, Deinen Computer zu beschädigen. Sie will Dir aber einen kleinen Denkzettel verpassen, dass Big Data überall lauert. Der gläserne User als ideale Melkkuh …

Die Website clickclickclick.click wurde laut Angaben der Entwickler ins Leben gerufen, dass sich Leute Gedanken über ihr Online-Verhalten machen.

Die Designerin Luna Maurer erklärt, das Sie sich schon über das Medium Internet bewusst ist. Aber auch sie sei immer wieder überrascht, wenn sie etwas auf einer Website ansieht und dann kurz darauf eine personalisierte Werbung eingeblendet bekommt.

Es geht aber auch um so Sachen wie: Du machst ein Foto und bekommst sofort von Google Maps eine Anfrage, ob Du dem entsprechendem Standort das Foto hinzufügen möchtest.

Nerviges Tracking

Geolocation Services sind eigentlich ganz nützlich, wenn sie nicht ausgenutzt würden. Wenn Du Deinen Standort komplett verschleiern möchtest, dann kannst Du Anonymisier-Dienste wie zum Beispiel das Tor-Netzwerk nutzen. Wer nur anonym surfen möchte, dem reicht vielleicht der Tor-Browser. Möchtest Du sämtlichen Traffic anonymisieren, hilft die Linux-Distribution Tails (The Amnesic Incognito Live System) – Version 3.0 (basiert auf Debian 9) gibt es derzeit als Alpha-Version.

Der Privacy Badger ist eine weitere gute Option, sich ein wenig gegen die Datensammler und das Tracking zu wehren. Zumindest sind dann Cross-Referenzen unterbunden. Schalte ich aber Privacy Badger auf clickclickclick.click komplett scharf und verbiete alles, dann erkennt mich die Seite bei einem erneuten Besuch nicht wieder. Sie tut das sonst. Ebenfalls kann sie mich nicht mehr tracken.

Alles zu blocken, gefällt mir eigentlich nicht und ich mache es auch nicht. Einige Websites will ich bewusst unterstützen und lasse mir deswegen die Werbeeinblendungen gefallen. Ich verstehe trotzdem, wenn Leute das nicht tun und die Schuld müssen die Marketing-Netzwerke oder die Werber bei sich selbst suchen. Je aggressiver die Werbung, desto drastischer die Maßnahmen der Internet-Anwender. Die Suppe haben sie sich selbst eingebrockt und nun jammern sie.

Welche Praktiken setzt Du ein, um den Datensammlern ein Schnippchen zu schlagen? Wie hältst Du es mit Werbeeinblendungen für Websites, die Du unterstützen möchtest?

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3 Kommentare zu “clickclickclick.click: Unheimliche Website verfolgt jede Deiner Aktionen”

  1. chris_blues sagt:

    Ich blockier inzwischen alles, was geht. Das tut mir auch ein bißchen leid für die Blogs, die ich gerne lese. Aber ich bin einfach nicht bereit Daten preiszugeben. Wenn es einfach nur Werbung wäre könnte ich damit leben, aber Tracking finde ich inakzeptabel und das läßt sich ja leider nicht mehr trennen. Sehe ich Werbung dann werde ich auch getrackt. Da kann auch kein Blog was für sondern, wie du auch schreibst, müssen sich das die Werbefirmen selbst auf die Fahnen schreiben...

  2. Julius sagt:

    PrivacyBadger habe ich auch genutzt, bis ich las, dass sich darüber auch Profilbildung betreiben lässt – dies ist von den Entwicklern natürlich nicht gewollt, aber dennoch aufgrund des Konzepts von PB möglich: Dadurch, dass sich jeder Nutzer nach und nach eine eigene, individuelle Filterliste zusammenstellt, ist er theoretisch doch trackbar.

    Wenn ich mich mit Fingerprinting beschäftige, will ich manchmal JavaScript ganz deaktiveren...

    Siehe auch: Mike Kiketz: Privacy Badger: Ein individueller Fingerprint

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