WereSync – eine Mischung aus rsync, GNU Parted und GPT fdisk

17 November 2016 2 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Es ist kein WolperSync und auch kein FrankenSync, sondern ein WereSync. Wie sich an der Überschrift bereits erkennen lässt, ist WereSync eine Mischung aus rsync, GNU Parted und GPT fdisk. Zumindest bedankt sich der Entwickler bei diesen Projekten. Vor allen Dingen zu rsync schreibt er, dass ohne das Schweizer Taschenmesser der Backup Tools sein Projekt nicht möglich wäre.

Was ist WereSync?

Die Software erstellt einen Klon einer Linux-Festplatte. Der ganze Vorgang geschieht inkrementell. Folgende Backups oder Klon-Prozesse sollten also wesentlich schneller funktionieren. Außerdem kann WereSync von einer größeren auf eine kleinere Festplatte klonen. Voraussetzung ist natürlich, dass die Daten auf dem kleineren Massenspeicher Platz haben.

Von kleinerem Massenspeicher auf größeren muss man nicht weiter diskutieren. Eine Halbe Bier passt natürlich stets in einen Maßkrug, wobei das in Bayern unter Pantschen fiele und Du Ärger mit der Bierpolizei bekommst … 😉

Sichwort inkrementell ist der Knackpunkt. Sonst könntest Du unter Linux auch ganz einfach mit dd klonen.

Installation

Du kannst das Programm installieren, indem Du die Datei setup.py aufrufst. Das würde dann so aussehen:

./setup.py install

Unschwer zu erkennen, dass die Geschichte auf Python basiert.

Ebenso lässt sich das Programm via pip installieren, was ich unterm Strich etwas einfacher finde. Unter Linux Mint 18 musste ich dafür pip aber erst installieren und dann aktualisieren. Diese vier Schritte führten zum Erfolg:

  • sudo apt install python-pip
  • sudo pip install --upgrade pip
  • sudo pip install setuptools
  • sudo pip install weresync

So, nun ist das Ding schon mal installiert. Eine Verwendung ist recht einfach. Dennoch sehen wir uns erst einmal an, was die Klon-Software so alles zu bieten hat (eine man page gibt es übrigens [noch?] nicht):

weresync -h

weresync -h verrät, was die Software so alles kann

weresync -h verrät, was die Software so alles kann

Das Programm benutzen

Eine Benutzung für das Klonen einer Festplatte ist recht simpel. Wir gehen zunächst einmal davon aus, dass es sich um identische Platten handelt. Die beiden Massenspeicher heißen /dev/sdb und /dev/sdc:

sudo weresync /dev/sda /dev/sdb

Sollten die Partitionen unterschiedlich sein, wirft die Software einen Fehler aus. Soll sich die Software um die Partitionen auf dem Ziel kümmern, dann hilft der Schalter -C:

sudo weresync -C /dev/sdb /dev/sdc

Möchtest Du immer wieder Backups machen (inkrementell! Nicht vergessen – schneller!), dann solltest Du vom Schalter -C Abstand halten, denn es könnte zu unerwünschtem Partitionieren kommen und das Backup würde sich bei großen Massenspeichern erheblich in die Länge ziehen.

Wer es etwas genauer wissen möchte, der sollte sich die Seite mit der grundlegenden Benutzung ansehen. Dort findest Du alle Schalter und Optionen, mit dem der erste Wolf der Klonen kann dienen kann. Wenn es dann um bootfähige Partitionen, EFI und dergleichen geht, wird es ein klein wenig komplexer.

Derzeit musst Du vielleicht noch etwas Nachsicht mit dem Programm haben. Es ist gerade erst auf GitHub in Version 0.1 erschienen. Allerdings kann es auf keinen Fall schaden, WereSync im Auge zu behalten. Vielleicht ist es in nicht allzu ferner Zukunft die einfachste und schnellste Möglichkeit, einen Klon einer Festplatte zu auf dem aktuellen Stand zu halten.

P.S: Das Projekt steht unter einer Apache 2.0 Lizenz

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2 Kommentare zu “WereSync – eine Mischung aus rsync, GNU Parted und GPT fdisk”

  1. Markus sagt:

    s/viele und Du/fiele und Du/;
    Weil, viele ist eine Anzahl und fiele kommt von fallen. 🙂

    Ansonsten, danke fürs drauf Aufmerksam machen, das sollte ja auch wunderbar mit einer USB-Platte als Backup-Ziel funktionieren. 😀

    • jdo sagt:

      Du hast natürlich völlig Recht ... was hat mich denn da geritten. Man könnte meinen, ich hatte selbst zu viele Biere intus und deswegen fiel mir das nicht mehr auf ... 🙂

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