Der ist auch gut, Valve: Wiederherstellung lokaler Spiele-Backups in Steam ist vom Zeitplan abhängig

6 April 2014 2 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Ich bin gerade dabei, meinen Rechner wieder einzurichten – nachdem ich Kubuntu 14.04 LTS „Trusty Tahr“ installiert habe.

Die mit Optimus-Technologie versehene NVIDIA-Grafikkarte läuft mithilfe von nvidia-prime und Steam funktioniert ebenfalls. Natürlich habe ich meine installierten Spiele gesichert und entsprechend Backups erstellt.

Nun wollte ich diese Backups wieder einspielen. Also ganz echt, Valve – da müsstet Ihr schon nochmal ran.

1. Versuch: The Cave

Eigentlich ist der Workflow ja nicht schwer. Auf „Sichern und WIederherstellen“ klicken, Wiederherstellen auswählen und dann das Backup-Verzeichnis anklicken – scheint einfach genug zu sein. Das Backup von The Cave ist 1.1 GByte groß. Die Wiederherstellung war irre schnell … allerdings wurden keine Daten zurückgespielt. Stattdessen wollte Steam das ganze Ding noch einmal herunterladen.

Eine kurze Recherche hat ergeben: Manche Spiele können nicht mithilfe des Steam-Backups wiederhergestellt werden – es liege am Installer der Spiele.

Blöde Frage: Warum kann ich dann überhaupt ein Backup dieses Titels machen?

Das Ding während des Tages Downloaden geht gar nicht. Das verschieben wir auf die Nacht und legen eine „Darf-Zeitplan“ für Steam an. Von 1 Uhr Nachts bis morgens um 7 darfst Du.

Steam: Download nach Zeitplan

Steam: Download nach Zeitplan

2. Versuch: Shadowrun Returns

Ich hoffte, dass Shadowrun Returns besser funktioniert. Hier handelt es sich gleich im sechs plus GByte. Mit meiner langsamen Internet-Verbindung ist das sonst kein Spaß.

Aha, hier scheint sich was zu tun … oder auch nicht … ich warte … und warte … und warte … es scheint sich aufgehängt zu haben.

Sehen wir mal, was das Internet zu diesem Problem sagt … ich glaub es nicht!

Das Wiederherstellen lokaler Backups hält sich ebenfalls an den Download-Zeitplan. Sobald ich diesen deaktiviert hatte, ließ sich Shadowrun Returns wieder einspielen – wenigstens etwas.

An dieser Stelle könnte man schon etwas transparenter sein und dem Anwender zumindest einen Hinweis auf das Phänomen geben: „Du pass mal auf – das Wiederherstellen fängt aufgrund Deiner Download-Einstellungen erst in X Stunden an.“

Eigentlich ist diese Backup-Restore-Funktion ja nicht schlecht – wenn sie denn funktioniert. Was ich beim Sichern festgestellt hatte: Mehrere Titel sichern mag Steam auch nicht so gerne. Es hat sich jedesmal – wirklich jedesmal – beim Wechsel eines Spiels aufgehängt. Im Endeffekt musste ich jedes Spiel einzeln sichern.

Vielleicht wäre es geschickter gewesen, das komplette Steam-Verzeichnis mit tar, rsync oder was weiß ich auf das Synology zu schieben und nach der Neuinstallation auf den Rechner zurück. Ob das allerdings reibungslos funktioniert, weiß ich nicht.

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2 Kommentare zu “Der ist auch gut, Valve: Wiederherstellung lokaler Spiele-Backups in Steam ist vom Zeitplan abhängig”

  1. Christian sagt:

    Hi! Als ich neulich von Kubuntu auf Mint umgestellt habe, habe ich einfach "~/.steam" und "~/.local/share/Steam" in das neue Home-Verzeichnis kopiert. Das hat einwandfrei funktioniert.

    • jdo sagt:

      Ich hab zum Glück die alte Festplatte noch. So werde ich das ach machen - das Backup-System von Steam ist albern ...

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