Miguel de Icaza kehrt Linux den Rücken und setzt auf Mac OS X … wieder mal …

6 März 2013 7 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Apple LogoWoran merkt man am Besten, dass ein halbes Jahr vorüber ist? Wenn Miguel De Icaza mal wieder die Werbetrommel für Mac OS X anstelle von Linux rührt. Er erzählt, dass er angefangen hat den Computer als Anwender und nicht als Entwickler zu sehen und wie toll alles bei Mac OS X “Out of the Box” läuft.

Auch wenn ihm die Linux-Toolchain schon fehlt, muss er unter Mac OS X nicht immer nach dem richtigen Paket jagen. Hmmm … ich finde eigentlich die meisten Applikationen in den Repositories. Auch wenn er Recht hat, dass die Fagmentierung der Distributionen nicht immer sehr überschaubar ist, dient sie dennoch der Innovation, wie ich finde. Für die einen ist die Qual der Wahl ein Fluch, für mich ist es ein Segen.

Bei letzterem kann man ja nicht mal widersprechen, auch wenn es unter Linux wesentlich besser in den letzten Jahren geworden ist. Ich selbst habe einen Mac Mini und holte mir damals das erste Intel-Macbook. Die Designs von Apple sind wunderschön und Mac OS X ist eigentlich gar nicht schlecht. Was mir persönlich aber total gegen den Strich geht, ist Apples Firmenpolitik. Ich kann nicht verstehen, wie man sich freiwillig in so einen goldenen Käfig setzt. Selbst Firmen wie Steam haben das Potential von Linux auf dem Radar.

Mal abgesehen davon, dass seine eigenen Linux-Projekte natürlich immer ein totaler Erfolg waren und total frei von Bugs, kann man nur hoffen, dass Apple ihm das Werbe-Budget streicht, dann ist Ruhe …

Am Witzigsten ist, dass er einen anderen zitiert, der im Jahre 2005 von Windows auf Mac OS X umgestiegen ist. Damals sei Windows in Sachen Malware ein Horror gewesen und für Mac OS X gab es keine Malware. Das mag für damals schon stimmen, aber den Verleich ausgerechnet in den heutigen Tagen hervorzukramen suggeriert ja, dass Mac OS X immer noch unantastbar ist. Seit den neuesten Angriffen auf einige große Firmen, die viel mit Macs arbeiten, scheint dieses Argument irgendwie komplett daneben. Einfach mal im Blog von F-Secure stöbern. Die letzten Einträge beschäftigen sich viel mit Apple-(Un)Sicherheit – ok, Java ist nicht ganz unschuldig.

Mir geht es auch weniger darum zu sagen, Betriebssystem X ist sicherer als Y, aber das Argument ist einfach komplett daneben. de Icaza sagt selbst, dass er damals mit Leib und Seele für Linux Werbung gemacht hat. Heutzutage scheint er nur noch zu trollen …



Du kannst gerne Deinen Senf zu diesem Beitrag geben: Hier geht es zu den Kommentaren


Schreiben macht durstig! Eine kleine Erfrischung kann daher nie schaden. Wem dieser freie Artikel gefallen hat, der darf mir gerne einen frisch gezapften Hopfen-Tee ausgeben (Paypal - der Spenden-Knopf
oder bitcoin - Adresse: 1NacVNwcLLePUVv8uSafu5Ykdwh8QyDfgK). Ich freue mich über jede noch so kleine Spende. Vielen Dank und Prost!
 Alle Kommentare als Feed abonnieren

7 Kommentare zu “Miguel de Icaza kehrt Linux den Rücken und setzt auf Mac OS X … wieder mal …”

  1. Stefan Lohmaier sagt:

    Einer der größten Vorteile von Linux wurde gar nicht erwähnt: Ein zentrales Updatesystem für alle Apps. Egal ob von Ubuntu, Google, Spotify , oder oder oder (Der MacAppstore zählt nicht... PowerUser Apps können hier oft nich rein)

    Das ist auch gleichzeitig eins der größten Sicherheitsfeatures. Bugs und Sicherheitslücken wird es immer geben. Das Update für den Fix an seine User zu verteilen ist meist das größte Problem. Viele Mac und Windows Apps haben eigene Auto-Updater, was ich immer ziemlich nervig finde.

  2. tux. sagt:

    Andererseits hat er mit seiner Kritik vollkommen Recht.

    • jdo sagt:

      Ich sage gar nicht, dass er komplett Unrecht hat. Aber der reagiert seit langem schon wie ein getretener Hund und Mac OS X und Apple haben auch viele Nachteile, auf die er einfach nie eingeht. Somit ist das Trollerei für mich, weil er es gebetsmühlenartig alle halbe Jahr wiederholt.

  3. axt sagt:

    Ach, Sr. de Icaza hat vermutlich gemerkt, daß er sich mit Gnome 3 bzw. Gnome Shell verrannt hat. Aber das kann er natürlich nicht so einfach sagen. ]:-)

    Ansonsten würde ich ihn trotz oder sogar wegen seiner OSS-Projekte (Mono...) nicht für so wichtig nehmen (genügt ja, wenn er das selbst macht). Soll er sich halt an ein langweiliges OSX setzen.

    • alex sagt:

      Man kann Icaza für Gnome 1 und 2 die Schuld geben, aber nicht für Gnome 3. Er hat doch schon seit Jahren nichts mehr mit der Gnome-Entwicklung zu tun.

  4. zzz sagt:

    ist das "leaves" zuviel in der überschrift ?

Antworten