Auf den Samba Share über Konsole / Terminal zugreifen, wenn mit Dateimanager eingebunden

11 Dezember 2012 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Samba Logo 150x150Ich habe das gerade eben gebraucht und dachte mir, dass es für andere auch nützlich sein könnte. In den meisten Fällen bindet man Laufwerke, ob nun direkt angeschlossen oder übers Netzwerk in das Verzeichnis /media ein. Gehe ich aber den Weg über Nautilus oder in meinem Fall Nemo und binde ein via Samba freigegebenes Verzeichnis ein, ist das nicht der Fall. Aber irgendwo muss es ja eingebunden werden. Sollte ich etwas über die Konsole erledigen wollen, muss ich den Pfad wissen. Natürlich könnte ich manuell das freigegebene Verzeichnis nochmals einbinden und den Ort so vorgeben, damit ich diesen auf einfache Weise wieder finde. Aber wenn es schon eingebunden ist, warum sollte ich es ein zweites Mal tun.

Nun kann man entweder wissen, wo dieser Ort ist (das ändert sich immer wieder mal mit neuen Distributionen), auf Ostereiersuche gehen, oder einfach mount benutzen, um nachzusehen.  Wenn Du nur mount eingibst, kommen diverse Ausgaben und Du musst nach gvfsd-fuse suchen. Übersichtlicher ist es allerdings wenn man gleich filtert: mount | grep gvfsd

mount und grep

mount und grep

Hier sehe ich nun, dass mein Verzeichnis unter /run/user/bitblokes/gvfs eingebunden ist. Darunter gibt es dann noch ein Unterverzeichnis, das sich in meinem Fall smb-share:server=zwergl,share=bitblokes nennt (Zwergl ist mein Server :) ).

bitblokes auf zwergl

bitblokes auf zwergl

Wechselst Du nun in dieses Verzeichnis, bist Du auf Deinem Samba Share und kannst direkt über die Konsole kopieren, löschen und so weiter und so fort. Theoretisch könnte man es auch für Cronjobs nutzen. Also ein Script schreiben das prüft, ob der Share eingebunden ist und wenn Ja -> dann mach mal irgend etwas. Der Fantasie sind hier wenige Grenzen gesetzt.

Das gilt nun nicht nur für Samba, sondern auch zum Beispiel für SFTP, FTP, WebDAV und so weiter. Also alles, was Du über GNOME direkt einbindet. Dafür steht auch der Name GVFS (GNOME Virtual File System).

Im Prinzip ist es egal, welches System Du benutzt. Wenn ich etwas in Sachen eingebundene Verzeichnisse nicht finde, ist mein erster Griff zu mount. Die ganze Sache ist nicht zwingend ein Geheimnis, aber gut zu wissen. Kann man sich einfach mal ins Hinterstübchen legen und bei Bedarf hervorkramen.



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