Virtual Private Server Hosting – VPS – selbst ist der Admin!

4 August 2019 Kein Kommentar Autor: Bitblokes

Die Möglichkeiten, einen Webauftritt im Internet zu publizieren und anzubieten (neudeutsch zu hosten) sind mannigfaltig. Die Skala reicht von Shared-Hosting-Angeboten (niedriger Preis, wenig Konfigurationsmöglichkeiten) über den dedizierten Root-Server (voller Kontrolle und Verantwortung) bis hin zum fully fletched Cloud based CDN (leistungsabhängig abgerechnet, beliebig skalierbar).

Das Hosting auf einem Virtual Private Server (VPS) liegt preislich unter dem Root-Server. Für die möglichen Konfigurationen auf demselben Level und für Usability mit dem richtigen Anbieter ist er sogar sogar darüber einzuordnen.

Was ist VPS?

Der Hosting-Anbieter hat in seinem Rechenzentrum einen Hypervisor auf mehreren Servern laufen und teilt, je nach Einstellung statisch oder dynamisch, den darauf laufenden Virtuellen Maschinen (VM) gewisse Ressourcen zu. Die VM verfügt über Netzwerkschnittstellen, welche dem darauf laufenden Gast-OS (Betriebssystem) und Anwendungen ermöglichen, Server-Dienste bereitzustellen.

Meistens kann der Kunde über eine webbasierte Verwaltungssoftware die VM aufsetzen und administrieren. Oftmals kann der Kunde bei Bestellung schon vorgefertigte Linux-Distributionen oder Betriebssysteme mit installierten Webservern wählen.

Mithilfe eines Shell- oder RDP-Zugangs kann der Anwender die restliche Konfiguration des Servers vornehmen.

VPS Hosting

Da Du einen Webserver auf der VM betreiben kannst, ist es natürlich auch möglich einen Webauftritt zu hosten. Dabei hast Du als Kunde die volle Freiheit zu wählen, welche Software in welcher Version Du einsetzen willst. Ob hier ein Apache oder Nginx seinen Dienst tut, MariaDB oder MongoDB die Datenbank bereitstellt, welche PHP-Version mit welchen Einstellungen aktiv ist – all dies ist dem Kunden überlassen. Genauso ist es die Verantwortung des Kunden, Sicherheitspatches und Softwareupdates auf seinem VPS einzuspielen.

PHP-Tipp für VPS

Die PHP-Version spielt eine besondere Rolle, da manche Programme bestimmte Mindestanforderungen haben. Zum Beispiel setzt Nextcloud 16 mindestens PHP 7.1 voraus und das ist bei Ubuntu 16.04 ein Problem. Hier ist per Standard PHP 7.0 enthalten und Du musst manuell nachbessern. Die PHP-Version kannst Du unter Linux ganz einfach abfragen. Öffne dazu ein Terminal und führe folgenden Befehl aus:

php -v

noch detaillierter wird es, wenn Du eine .php-Datei (beispielsweise info.php) mit folgendem Inhalt anlegst:

<?php
phpinfo();
?>

Speichere die Datei ab und hinterlege sie, damit der Webserver sie aufrufen kann: https://<Deine-Domain>/info.php. Pass aber auf, da sich so auch andere Informationen über Deinen Server holen können. Am besten verwendest Du einen kryptischen Namen oder löscht die Datei wieder, wenn Du die gewünschten Informationen hast.

Mit phpinfo() Details zu PHP erfahren

Mit phpinfo() Details zu PHP erfahren

Die Seite würde noch ewig nach unten weitergehen. Mit dieser Methode ist der Webserver sehr gesprächig.

Ist so ein Hosting die optimale Lösung für mich?

Auf jeden Fall stellt sich bei dem Thema auf die Frage: Ist VPN Hosting die beste Wahl für Dich? Schließlich ist nicht jeder Kunde in der Administration eines Webservers oder Betriebssystems geschult. Der Kunden muss sich auf jeden Fall nicht nur um die Updates, sondern auch um die Security seines Systems kümmern. Gegen sogenannten Brute-Force-Angriffe helfen unter Linux zum Beispiel Tools wie fail2ban.

fail2ban kann auf einem VPS nie schaden

fail2ban kann auf einem VPS nie schaden

Falls die Tendenz schon zur Freiheit eines Root-Servers als Hosting-Plattform ging, ist ein VPS teilweise eine bessere Alternative. Durch die dahinter liegenden Features des Hypervisors (Soft Shutdown, Snapshots, fertige Images), die ein Anbieter im richtigen Angebot an den Kunden weitergeben kann, ist der VPS die benutzerfreundlichere Variante. Außerdem ist ein VPS ein guter Einstieg für interessierte Webentwickler, die mit verschiedenen Einstellungen experimentieren und Ihren Horizont erweitern wollen.

Worauf solltest Du achten?

Der Umfang der Angebote eines VPS variieren stark. Auf ein paar Dinge solltest Du besonders achten. Wie immer steht der Service des Anbieters und die Verfügbarkeit des Angebotes an erster Stelle. Ein ordentlicher Kundensupport über E-Mail und Telefon in deutscher Sprache sowie eine SLA mit Verfügbarkeit 99,9 % sind K.O.-Kriterien.

Im Angebot sollte ebenfalls eine integrierte Backup-Lösung sein – wünschenswert mit manuell und automatisch erstellbaren Snapshots. Selbstverständlich ist der Kunde immer angehalten, eine eigene Backup-Lösung auf dem Betriebssystem des VPS einzurichten. Dennoch ist es wesentlich eleganter und eine enorme Arbeitserleichterung, wenn Hoster eine eigene Backup-Lösung anbietet und Du via FTP oder SFTP Zugriff auf die Daten hast. Vor allen Dingen bei Wiederherstellung (Recovery) und Migration ist es eine große Erleichterung, wenn Du nicht auf On-Premises-Lösungen zurückgreifen musst.

Bei einem guten VPS Hosting ist Snapshot-Funktion enthalten

Bei einem guten VPS Hosting ist Snapshot-Funktion enthalten

Die Firewall zwischen dem VPS und dem Internet sollte den Kunden-Ansprüchen genügen und eventuell sogar vom Kunden konfigurierbar sein.

Bei Abschluss des Vertrags sollte der Kunde auf Einschränkungen der erlaubten installierten Anwendungen und angebotenen Dienste für sein VPS achten, um später nicht in böse Fallen zu tappen.

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