Private Internet Access Erfahrungen: Test, Preise und Bewertung

Kein Kommentar Autor: Patrick

Es gibt so viele VPNs auf dem Markt, dass Du leicht den Überblick verlieren kannst. In meinem PIA VPN Test stelle ich Dir den Anbieter vor und berichte Dir von meinen Private Internet Access Erfahrungen. Getestet habe ich Private Internet Access* im Februar 2023 unter Windows, Android und Linux; die Screenshots und Speedtests in diesem Artikel stammen aus diesem Test. Preise, Servernetz, Audits, Apps und Systemvoraussetzungen habe ich im September 2026 neu geprüft. Was sich seit dem Test geändert hat, fasse ich weiter unten zusammen. Im Anschluss kannst Du Dir selbst ein Bild machen, ob PIA zu den besten VPNs auf dem Markt gehört oder nicht.

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Das Wichtigste in Kürze (Stand September 2026)

  • Preis: Auf der Bestellseite kostet das Monatsabo 11,69 €, das Jahresabo 41,88 € (3,49 € pro Monat). Längere Laufzeiten über zwei oder drei Jahre gibt es nur als wechselnde Aktionen; den aktuellen Preis siehst Du über unseren Partnerlink. Alle Tarife bieten denselben Funktionsumfang.
  • Geld-zurück-Garantie: 30 Tage für Neukunden, nicht bei Abos über den App Store oder Google Play.
  • Geräte: unbegrenzt viele gleichzeitig, Einsatz auf einem VPN-Router erlaubt.
  • Netz: RAM-only-Server in 91 Ländern, darunter alle 50 US-Bundesstaaten; über 150 Standorte.
  • Datenschutz: Keine-Logs-Richtlinie, dreimal von Deloitte geprüft (2022, 2024, 2025), vierteljährliche Transparenzberichte, Apps als Open Source auf GitHub.
  • Schwächen: Sitz in den USA, Multi-Hop und Verschleierung nur mit OpenVPN, Antivirus nur für Windows, der Werbeblocker MACE fehlt in der Google-Play-Version der Android-App.

Werfen wir zu Beginn schnell einen Blick auf die Highlights, die Private Internet Access* zu bieten hat:

  • Unterstützt Android, Windows, iOS, macOS und Linux (GUI), dazu Android TV, Fire TV und Apple TV sowie Erweiterungen für Chrome und Firefox. Der Einsatz auf einem Router ist erlaubt, womit Du auch Spielekonsolen wie Xbox und PlayStation sowie Smart-TVs verbinden kannst.
  • PIA MACE: Adblocker, der auch Tracking blockiert sowie vor Malware und Phishing schützt.
  • Split-Tunneling nach App oder IP-Adresse, dazu Port-Weiterleitung und ein SOCKS5-Proxy für Torrents.
  • VPN-Protokolle OpenVPN und WireGuard, unter iOS zusätzlich IPsec.
  • Unbegrenzt simultane Verbindungen
  • 91 Länder und alle US-Bundesstaaten
  • 100 % Open-Source Software
  • Kundenservice ist 24/7 erreichbar
  • Keine-Logs-Richtlinie, von Deloitte geprüft
  • Verschlüsselung lässt sich konfigurieren
  • Dedizierte IP-Adressen (Aufpreis)
  • Antivirus für Windows (Aufpreis)

Private Internet Access bietet viele Optionen, um die Clients und Apps auf individuelle Bedürfnisse anzupassen. Für Neulinge kann das überwältigend sein, technisch versierte User werden es allerdings zu schätzen wissen. Die Apps sind aber vorkonfiguriert und deswegen ist das VPN auch für Anfänger geeignet.

Zu den dedizierten IP-Adressen noch ein Wort. Du bekommst eine IP-Adresse, auf die wirklich nur Du Zugriff hast. Standorte gibt es laut PIA in Deutschland (Berlin und Frankfurt), der Schweiz, Belgien, Schweden, Großbritannien, den USA (mehrere Städte), Kanada, Australien, Japan und Singapur. Die Zuteilung läuft über ein Token: Du erzeugst auf der PIA-Website einen Schlüssel und trägst ihn in der App ein, und laut Anbieter kann dadurch nicht einmal PIA selbst die Adresse Deinem Konto zuordnen. Dedizierte IP-Adressen sind interessant, wenn Du ständig CAPTCHAs siehst, Online-Banking mit fester Adresse nutzen willst oder Geoblocking mit einer Adresse umgehen möchtest, die sich niemand mit Dir teilt. Den Aufpreis zeigt Dir der Bestellprozess; Testberichte nennen je nach Laufzeit etwa 2,50 bis 5 Dollar pro Monat.

Benutzerfreundliche Apps

Die Apps und Clients des Anbieters sind nicht nur benutzerfreundlich, sondern komplett Open-Source; der Code liegt bei pia-foss auf GitHub. Der VPN-Provider stellt Apps für die populärsten Betriebssysteme zur Verfügung. Du bekommst benutzerfreundliche Clients für Android, Windows, iOS, macOS und Linux. Für Linux gibt es sogar eine grafische App und das ist eher die Ausnahme. Linux-User sind meist technisch versiert und dürften sich über die vielen Einstellungsmöglichkeiten freuen, die der Client bietet.

Es gibt aber auch Erweiterungen für beliebte Browser wie Chrome und Firefox. Natürlich funktionieren die Add-ons auch für Browser, die auf Chrome oder Chromium basieren. Seit meinem Test sind Apps für Apple TV und Android TV dazugekommen, den Fire TV Stick bedient PIA über den Amazon-Store.

Du darfst das VPN auf einem Router einsetzen oder als VPN-Router benutzen. Das bedeutet, Du kannst auch Geräte mit dem VPN verbinden, für die es keine nativen Apps gibt. Damit kannst Du auch Deine PlayStation oder Deine Xbox mit PIA verbinden. Wie das auf dem Fernseher am besten läuft, steht in unserem Ratgeber VPN auf dem Smart-TV.

Der Anbieter gestattet unbegrenzt viele simultane Verbindungen. Das ist eine Menge, und seit PIA das Limit 2023 aufgehoben hat, gilt es für alle Tarife.

Die Windows App

Toll an der Windows App ist, dass Du sofort loslegen kannst, da die Software vorkonfiguriert ist. Nach der Installation siehst Du eine große Schaltfläche, worüber Du Dich sofort mit dem VPN verbinden und Dein Windows-Gerät schützen kannst.

Private Internet Access Test: benutzerfreundliche Windows App
Private Internet Access Test: benutzerfreundliche Windows App (Screenshot aus dem Test 2023)

Du hast aber auch die Möglichkeit, das VPN komplett an Deine Anforderungen anzupassen. Rufst Du die Einstellungen auf, bekommst Du zahlreiche Optionen, die logisch und übersichtlich in Kategorien aufgeteilt sind.

Du kannst die VPN-Protokolle umstellen, den Schutz Deiner Privatsphäre optimieren und so weiter. Per Standard verbindet PIA über OpenVPN mit AES-128-GCM, bietet aber auch AES-256 an; WireGuard nutzt ChaCha20. Die Standard-Einstellung ist ein guter Kompromiss zwischen Sicherheit und Geschwindigkeit. Du kannst das aber an Deine Ansprüche anpassen.

Du kannst in PIAs Windows App auch automatische Verbindungsregeln konfigurieren und Split-Tunneling anpassen. Damit bestimmst Du, welcher Traffic durch das VPN läuft und welcher nicht.

Möchtest Du mit der Windows App eine VPN-Sperre umgehen, öffne den Menüpunkt Multi-Hop. Dort kannst Du Deinen Internet-Traffic über einen Proxy leiten (Shadowsocks oder SOCKS5) und somit verbergen, dass Du ein VPN benutzt. Die Option gibt es nur mit OpenVPN, mit WireGuard bleibt sie ausgegraut.

Android App

Die Android-App ist ziemlich schnörkellos und bietet Dir alles Notwendige, um Dein Gerät schnell zu schützen. Du installierst das Programm, meldest Dich an und verbindest Dich mit einem gewünschten Server oder Land. Möchtest Du auf Reisen und in einem öffentlichen WLAN lediglich Dein Gerät schützen, nimm am besten die Schnellverbindung. Mit nur einer Berührung hast Du Dein Android-Gerät mit dem VPN-Server verbunden, den die App als schnellsten erachtet. Das ist bequem und benutzerfreundlich.

Die Android App lässt sich kinderleicht bedienen
Die Android App lässt sich kinderleicht bedienen (Screenshot aus dem Test 2023)

Ein Detail solltest Du kennen: Die Version aus dem Google Play Store enthält den Werbeblocker MACE nicht, weil Googles Regeln das nicht erlauben. Willst Du MACE auf dem Handy, lädst Du die APK-Datei direkt von der PIA-Website und installierst sie von Hand.

Die Verschleierung für Android war bei meinem Test enttäuschend. Du konntest die App zwar mit einem Proxy benutzen, aber im Gegensatz zur Windows-App gab es keine integrierte Option für Shadowsocks mit vorkonfigurierten Verbindungsoptionen; stattdessen musstest Du eine App von Dritten angeben. Aktuelle Testberichte nennen für die Mobil-App inzwischen eine einfache Verschleierungs-Einstellung, die nur mit OpenVPN über TCP erscheint. Die bequeme Shadowsocks-Auswahl mit Standortliste bleibt den Desktop-Apps vorbehalten.

Private Internet Access für Linux: grafische Benutzeroberfläche

PIA* ist eines der wenigen VPNs, das eine grafische Oberfläche für Linux anbietet. Stand September 2026 ist Version 3.7.2 vom März 2026 aktuell. Sie läuft nur auf 64-Bit-Systemen und verlangt laut Changelog mindestens Ubuntu 20.04 LTS, Debian 10, Red Hat 8.4 oder openSUSE 15.4; Linux Mint und Arch werden laut Support ebenfalls unterstützt. Für den Raspberry Pi gibt es eine ARM64-Version, ein 64-Bit-Betriebssystem vorausgesetzt; die 32-Bit-Builds hat PIA mit Version 3.6 eingestellt.

Ich musste den Linux-Installer nach dem Download damals mittels chmod +x erst ausführbar machen und konnte die VPN-App im Anschluss unter Linux Mint problemlos installieren. Das Programm startet sich nach der Installation automatisch und ich konnte mich danach anmelden. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung findest Du in unserem Beitrag zum PIA-Client unter Linux Mint.

Der Client ist quasi äquivalent zur Windows-App. Du kannst Dich schnell verbinden, hast aber auch die Option, das VPN individuell an Deine Ansprüche anzupassen. Optisch gibt es ebenfalls kaum Unterschiede.

Private Internet Access Erfahrungen unter Linux
Private Internet Access Erfahrungen unter Linux (Test 2023)

Möchtest Du den grafischen Client nicht benutzen, kannst Du das VPN auch via Kommandozeile steuern. Dafür ist der Befehl piactl zuständig. Führst Du den Befehl ohne weitere Parameter aus, bekommst Du eine Hilfe, was für Möglichkeiten Du hast.

piactl: den Client via Kommandozeile steuern
piactl: den Client via Kommandozeile steuern

Setzt Du eine Linux-Distribution ein, die von Private Internet Access unterstützt wird, dann ist es toll, dass Du Dich zwischen GUI und Kommandozeile entscheiden kannst. Linux User lieben es normalerweise, viele Optionen zu haben, zumindest ist das bei mir so. Seit 2020 läuft übrigens WireGuard in allen PIA-Apps, auch unter Linux.

Smart DNS für Spielekonsolen und Smart-TVs

Hast Du Geräte wie eine PlayStation, eine Xbox oder einen Smart-TV, für die es keine nativen Apps gibt, kannst Du das sogenannte Smart DNS des Anbieters nutzen. Damit kannst Du ebenfalls Geoblocking umgehen, ohne eine VPN-App installieren zu müssen. Du musst Deine Geräte allerdings manuell konfigurieren und ein Wechsel der Region ist nicht so einfach oder komfortabel wie mit einem VPN-Client.

Smart DNS für Smart-TVs und Spielekonsolen einstellen
Smart DNS für Smart-TVs und Spielekonsolen einstellen

Willst Du die Funktion nutzen, melde Dich an Deinem Konto an und klicke danach auf Smart DNS. Dort folgst Du den Anweisungen, um eine Smart-DNS-Adresse zu erhalten.

PIA VPN Test: Speedtests

Die folgenden Messungen stammen aus meinem Test im Februar 2023 an einem 200-MBit/s-Anschluss; neue Messwerte habe ich 2026 nicht erhoben. Das VPN lieferte ausreichend hohe Geschwindigkeiten für Streaming. Für Streaming in HD benötigst Du ungefähr 5 MBit/s, es kommt etwas auf den Anbieter an. Streaming in UHD oder 4K ist etwas anspruchsvoller und benötigt circa 25 MBit/s. Für PIA war das kein Problem, wie die nachfolgenden Speedtests zeigen.

StandortDownloadUpload
Grundgeschwindigkeit200 MBit/s50 MBit/s
Frankfurt / Deutschland191,46 MBit/s41,54 MBit/s
Wien / Österreich199,29 MBit/s41,53 MBit/s
London / UK174,17 MBit/s41,27 MBit/s
USA Ost114,51 MBit/s2 MBit/s

Wie Du siehst, verlangsamt das VPN meine Geschwindigkeit etwas. Allerdings ist das bei jedem VPN der Fall. Je weiter ein Server entfernt ist, desto stärker ist die Verbindung reduziert, zumindest ist das meistens der Fall. In meiner Tabelle oben siehst Du allerdings einen positiven Ausreißer. Der Server in Österreich hat meine Verbindung so gut wie gar nicht verlangsamt.

Die Verbindung mit einem Server in Deutschland bietet ausreichend hohe Geschwindigkeiten und einen niedrigen Ping. Für Streaming in höchster Qualität ist das mehr als ausreichend.

PIA VPN Speedtest: Deutschland
PIA VPN Speedtest: Deutschland (Februar 2023)

Der Ping beim Server in Österreich ist etwas höher als der in Deutschland, aber dennoch unter 100. Die Geschwindigkeit ist sogar höher.

Private Internet Access: schnell via Österreich
Private Internet Access: schnell via Österreich (Februar 2023)

Steht der Server etwas weiter entfernt, reduziert sich die Geschwindigkeit. Allerdings reicht das noch locker für hochwertiges Streaming und der Ping ist für Gaming niedrig genug.

Reicht für BBC iPlayer
Reicht für BBC iPlayer (Februar 2023)

Die Geschwindigkeit ist hier deutlich reduziert, aber für Streaming in UHD reicht es noch. Allerdings ist ein Ping von 204 für Gaming nicht mehr ganz ideal.

Für Netflix USA kein Problem
Für Netflix USA kein Problem (Februar 2023)

Du siehst also, dass Private Internet Access ausreichend hohe Geschwindigkeiten bietet, damit Du problemlos streamen und spielen kannst. Seit dem Test hat PIA sein Netz auf WireGuard und RAM-only-Server umgestellt; wer es genau wissen will, misst am besten selbst innerhalb der 30 Tage Geld-zurück-Garantie.

PIA VPN Erfahrungen

Unterm Strich sind meine Eindrücke von Private Internet Access* ziemlich positiv. Du kannst viele Optionen konfigurieren, etwa zwischen OpenVPN und WireGuard wählen, sowie die Verschlüsselung einstellen. Es kommt auch immer auf die persönlichen Ansprüche an, was ein VPN können sollte.

Bisher habe ich kaum einen Service gefunden, der in allen Bereichen Spitze war. Ich würde mir allerdings wirklich wünschen, dass die Verschleierung oder der Tarn-Modus unter Android einfacher wäre. Die App an sich ist gut, übersichtlich und lässt sich einfach bedienen. Benötigst Du allerdings Stealth unter Android, wird es kompliziert. Bei den Desktop-Apps ist das kein Problem, nicht einmal unter Linux.

Unbegrenzt simultane Verbindungen sind grandios. Hast Du eine größere Familie oder viele Geräte, sind das ausreichend viele Verbindungen.

Toll bei der App finde ich, dass Dir die Latenz der Server angezeigt wird. Somit kannst Du einfacher einen schnelleren Server finden.

Finde schnell den schnellsten Server
Finde schnell den schnellsten Server

Der 24/7 Support ist sachkundig und hilft schnell. Ich mag Private Internet Access, weil ich viel selbst konfigurieren kann. Manche User haben das lieber einfacher und sind mit weniger Optionen zufrieden. Ich habe gern mehr Kontrolle und kann dann selbst entscheiden, ob ich manuell mehr ändere. Du musst das nicht, weil die Standard-Einstellungen gut funktionieren.

PIA MACE: Adblocker, Tracking-Blocker, Schutz

Werbung im Internet kann ziemlich lästig sein, insbesondere, wenn sie überhandnimmt. Deswegen ist es nur verständlich, dass sich Leute mit einem Adblocker wehren. Gute VPNs haben integrierte Adblocker und auch Private Internet Access bietet einen an, der sich PIA MACE nennt. Er arbeitet auf DNS-Ebene, blockiert also bekannte Werbe-, Tracking- und Malware-Domains, bevor Dein Browser sie lädt.

Adblocker PIA MACE
Adblocker PIA MACE

Werbung kann aber auch gefährlich sein, weil auf dubiosen Websites mithilfe von Werbe-Bannern Malware vertrieben wird. In diesem Fall schützt Dich PIA MACE nicht nur vor einem Ärgernis, sondern sogar vor Schadsoftware.

Die Komponente blockiert außerdem unsichtbare Tracker. Damit verfolgen Dich Website-Betreiber und Werbetreibende und verkaufen Deine Daten oder blenden Dir personalisierte Werbung ein. Die meisten Anwender sind sich gar nicht bewusst, wie viel im Internet getrackt wird. Daten sind das neue Gold, aber gesammelt wird so leise wie möglich.

PIA MACE schützt Dich ferner vor Phishing. Es warnt Dich, wenn Du Websites besuchst, die als unsicher gelten.

Zwei Dinge solltest Du allerdings wissen: Nicht alle Websites und Services funktionieren mit einem aktivierten Adblocker. Solltest Du also Probleme haben und die Funktion ist aktiviert, könnte es daran liegen. Und unter Android steckt MACE nur in der APK-Version von der PIA-Website, nicht in der Play-Store-Version.

Verschleierte Server: Stealth-Modus

Der VPN-Provider bietet Dir die Möglichkeit an, Deinen Internet-Traffic zu verschleiern. Damit verbirgst Du den Fakt, dass Du ein VPN benutzt. In Ländern mit starker Zensur oder in Netzwerken mit VPN-Sperren ist eine solche Funktion nützlich.

PIAs Multi-Hop: Stealth-Modus via Shadowsocks
PIAs Multi-Hop: Stealth-Modus via Shadowsocks

Unter Windows, macOS und Linux kannst Du ganz einfach einen Shadowsocks-Server wählen, womit Du Deinen Datenverkehr durch einen weiteren Server leiten kannst. PIA löst Multi-Hop damit anders als die meisten Anbieter: Der zweite Hop ist kein zweiter VPN-Server, sondern ein Shadowsocks- oder SOCKS5-Proxy, und das Ganze funktioniert nur mit OpenVPN. Für Android gibt es die bequeme Auswahl nicht und Du musst manuell eine Proxy-App angeben, die Du benutzen möchtest. Das ist etwas umständlich. Für Länder mit harter Zensur wie China berichten Tester von wechselhaften Ergebnissen; einen eigenen Tarn-Server-Typ wie andere Anbieter hat PIA nicht.

Private Internet Access Test: getarnt via Shadowsocks verbunden
Private Internet Access Test: getarnt via Shadowsocks verbunden

Insgesamt ist es gut, dass PIA einen Tarn-Modus anbietet, auch wenn der nicht auf allen Geräten maximal benutzerfreundlich ist.

Sitz in den USA, allerdings mit geprüfter Keine-Logs-Richtlinie

PIA speichert keine Logs und keine Daten, mit denen sich ihre Anwender identifizieren lassen. Das wurde mehrfach vor US-Gerichten unter Beweis gestellt: Behörden forderten Nutzerdaten an, und es gab schlicht nichts herauszugeben. Es gibt viele Firmen, die behaupten, eine Keine-Logs-Richtlinie zu haben. Bei manchen stimmt das einfach nicht und bei anderen weiß man es nicht genau. Nur wenige Firmen können aber beweisen, dass man nicht einmal einem Gericht etwas aushändigen konnte, weil einfach keine Daten gespeichert werden.

Seit meinem Test ist der Beleg noch besser geworden: Deloitte Audit Romania hat die Keine-Logs-Architektur 2022, 2024 und zuletzt im Dezember 2025 nach dem Prüfstandard ISAE 3000 untersucht, jedes Mal ohne Beanstandung. Die Server laufen ausschließlich im Arbeitsspeicher (RAM-only) und verlieren beim Neustart alle Daten. Dazu veröffentlicht PIA jedes Quartal einen Transparenzbericht; für das vierte Quartal 2025 nennt er 30 behördliche Anfragen, bei denen keine Nutzerdaten herausgegeben wurden.

Der Firmensitz liegt in Denver, Colorado, also in den USA. Seit Ende 2019 gehört Private Internet Access zu Kape Technologies, dem Konzern hinter CyberGhost, ExpressVPN und Intego. Meine CyberGhost Erfahrungen findest Du in einem eigenen Test; die Unternehmen teilen sich den Eigentümer, nicht die Technik. Der US-Sitz bleibt ein Argument gegen PIA, wenn Du grundsätzlich keinem Anbieter aus den Five Eyes vertrauen willst. Die Audits und die Gerichtsverfahren zeigen aber, was in der Praxis zählt: Es gibt keine Daten, die herausgegeben werden könnten.

Als sich die Gesetze in Russland änderten und Firmen aufgefordert wurden, die Aktivitäten ihrer Anwenderinnen und Anwender zu protokollieren, hat Private Internet Access sofort die Server in Russland abgeschaltet. Ob ein VPN in Deutschland überhaupt erlaubt ist, klärt unser Beitrag Ist ein VPN legal? (kurz: ja, die Nutzung ist legal, illegale Handlungen bleiben illegal).

Private Internet Access Erfahrungen mit dem Kundenservice

Benötigst Du Hilfe, darfst Du jederzeit den Kundenservice des Unternehmens kontaktieren. Du erreichst den Support via 24/7 Live-Chat oder E-Mail. Zudem gibt es eine Wissensdatenbank, in der Du viele Antworten auf häufig gestellte Fragen findest. Einen klitzekleinen Haken hatte die Wissensdatenbank bei meinem Test: Sie war nur auf Englisch verfügbar. Du kannst aber die Übersetzung des Browsers benutzen und solltest damit zurechtkommen.

PIA VPN Test: Wissensdatenbank
PIA VPN Test: Wissensdatenbank (2023)

Ich selbst kam nicht in die Verlegenheit, den Support wegen technischer Fragen kontaktieren zu müssen. Der Service hat einfach funktioniert, wie er sollte. Allerdings habe ich die Rückerstattung getestet. Dazu musste ich eine E-Mail schreiben. Dennoch hatte ich mein Geld bereits am nächsten Tag wieder. Das war außergewöhnlich schnell.

Was sich seit meinem Test geändert hat (Stand September 2026)

  • Servernetz: Statt 84 sind es jetzt 91 Länder, weiterhin mit allen 50 US-Bundesstaaten; alle Server laufen RAM-only.
  • Audits: Zum Deloitte-Audit von 2022 sind zwei weitere gekommen (2024 und Dezember 2025), dazu vierteljährliche Transparenzberichte.
  • Apps: Desktop-Client 3.7.2 (März 2026) für Windows, macOS und Linux, jeweils auch für ARM64. 32-Bit-Systeme, Windows 7 und 8.1 werden seit Version 3.6 nicht mehr unterstützt; Linux verlangt mindestens Ubuntu 20.04, Debian 10, Red Hat 8.4 oder openSUSE 15.4. Neu sind Apps für Apple TV und Android TV.
  • Verschlüsselung: Standard ist weiterhin OpenVPN mit AES-128-GCM, AES-256 und WireGuard (ChaCha20) lassen sich umschalten, unter iOS zusätzlich IPsec.
  • Zusatzpakete: Dedizierte IP-Adressen gibt es inzwischen an über 20 Standorten (Deutschland: Berlin und Frankfurt). Der Antivirus ist ein reines Windows-Add-on und nur beim Abschluss eines neuen Abos buchbar.
  • Preise: Die Bestellseite zeigt Euro-Preise; das Monatsabo ist mit 11,69 € etwas günstiger als 2023, die langen Laufzeiten hängen von der jeweils laufenden Aktion ab (siehe Tabelle).

Preise und Tarife (Stand 8. September 2026)

PIA verkauft nur einen Tarif; die Laufzeit bestimmt den Preis, der Funktionsumfang ist überall gleich. Die Angaben stammen von der deutschen Bestellseite und der Angebotsseite hinter unserem Partnerlink, beide am 8. September 2026 abgerufen und in Euro angezeigt. Aktionen wechseln regelmäßig, die genauen Konditionen und die Frage der Mehrwertsteuer siehst Du im Bestellprozess.

LaufzeitPreis pro MonatGesamtVerlängerung
1 Monat11,69 €11,69 €monatlich 11,69 €
1 Jahr3,49 €41,88 €jährlich 41,88 €
2 oder 3 Jahre (Aktion)wechselnder Aktionspreisaktueller Preis über den Partnerlinklaut Bestellseite

Für jeden Tarif gilt die 30-Tage-Geld-zurück-Garantie, allerdings nur für Neukunden und nicht für Abos, die über den Apple App Store oder Google Play abgeschlossen wurden. Zahlen kannst Du per Kreditkarte, PayPal, Amazon Pay oder Kryptowährung. Die Add-ons Dedizierte IP und Antivirus wählst Du im Bestellprozess dazu; ihre Preise richten sich nach der Laufzeit. Das aktuelle Angebot siehst Du direkt bei Private Internet Access*.

Fazit

Die Apps und Clients können für Neulinge zunächst etwas überwältigend sein. Die gute Nachricht ist, dass die Apps vorkonfiguriert sind und Du nicht viel einstellen musst.

Experten und Profis werden die vielen Einstellungsmöglichkeiten lieben, die PIA bietet. Bei meinem PIA VPN Test habe ich diverse Einstellungen geändert und konnte für mich damit die perfekte Balance zwischen Geschwindigkeit und Sicherheit finden. Es ist wirklich toll, dass Du Dich bei Private Internet Access zu einem gewissen Grad selbst zwischen Sicherheit und Geschwindigkeit entscheiden kannst. Es hängt eben von Deinen Anforderungen ab. Dabei werden allerdings keine Grenzen überschritten und auch eine auf Speed getrimmte App ist dennoch sicher.

Der Preis für den Service ist supergünstig, wenn Du die angebotenen Funktionen in Betracht ziehst. Du darfst unbegrenzt viele Geräte gleichzeitig verbinden und das ist wesentlich mehr als bei den meisten anderen VPNs. Dabei musst Du Dich nicht sofort entscheiden. Dank der 30-tägigen Geld-Zurück-Garantie kannst Du das VPN umfassend testen und bekommst Dein Geld wieder, wenn es Deine Anforderungen nicht erfüllt. Willst Du lieber einen Anbieter außerhalb der USA, schau Dir NordVPN oder CyberGhost an; alle drei stehen in unserem VPN-Ratgeber.

FAQ

Du hast noch Fragen zu meinem PIA VPN Test? Hier ein paar Antworten.

Funktioniert Private Internet Access für Linux?

Ja! PIA hat einen der besten Linux-Clients, wenn Du ein GUI für das Open-Source-Betriebssystem suchst. Der Client läuft nur auf 64-Bit-Systemen und verlangt mindestens Ubuntu 20.04 LTS, Debian 10, Red Hat 8.4 oder openSUSE 15.4; Linux Mint und Arch werden ebenfalls unterstützt. Für den Raspberry Pi gibt es eine ARM64-Version, ein 64-Bit-System vorausgesetzt.

Sind PIAs Apps sicher?

Das kann man so sagen. Die VPN-Apps von PIA sind alle 100 % Open-Source. Der Quellcode ist öffentlich und jeder kann ihn überprüfen. Zudem benutzt der Anbieter die Open-Source-VPN-Protokolle OpenVPN und WireGuard, und Deloitte hat die Keine-Logs-Architektur 2022, 2024 und 2025 geprüft. Suchst Du ein VPN, das maximale Transparenz bietet, bist Du mit Private Internet Access gut bedient.

Welche Betriebssysteme und Geräte unterstützt PIA?

Das VPN läuft mit allen populären Betriebssystemen und Browsern. Dazu gehören Windows, macOS, Linux, Android, iOS, Chrome, Firefox, Router und Smart-TVs. Es gibt Apps für Android TV, Apple TV und den Amazon Fire TV Stick. Dank der Unterstützung für Router kannst Du auch Spielekonsolen wie PlayStation oder Xbox mit dem VPN verbinden.

Ist Private Internet Access kostenlos?

Nein, allerdings kannst Du es risikofrei testen. PIA bietet eine 30-tägige Geld-Zurück-Garantie für Neukunden an; Abos über den Apple App Store oder Google Play sind davon ausgenommen. Gefällt Dir der Service nicht, bittest Du einfach um eine Rückerstattung. Du bekommst Dein Geld binnen weniger Tage wieder.

Verlangsamt PIA meine Internetverbindung?

Grundsätzlich gilt, dass alle VPNs Deine Verbindung etwas reduzieren. Bei den besten VPNs merkst Du das aber nicht. Es kommt allerdings auch darauf an, wie weit ein Server von Deinem Standort entfernt ist. PIA bietet Dir diverse Optionen, die Geschwindigkeit zu optimieren. Der Service bietet auch das WireGuard-Protokoll an und Du kannst die Verschlüsselung bei OpenVPN auf 128-Bit belassen.

Wem gehört Private Internet Access?

Seit Ende 2019 gehört PIA zu Kape Technologies, dem Konzern hinter CyberGhost, ExpressVPN und Intego. Der Firmensitz von PIA liegt weiterhin in Denver im US-Bundesstaat Colorado. Die Keine-Logs-Richtlinie wurde unter dem neuen Eigentümer dreimal von Deloitte geprüft.

Aktualisiert am 08.09.2026 von Patrick. Fakten geprüft.




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