Linux Kernel 4.14 ist veröffentlicht – die nächste LTS-Version

13 November 2017 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Der Herr der Pinguine, Linus Torvalds, hat Linux Kernel 4.14 Fearless Coyote veröffentlicht. Er schreibt, dass die letzte Woche relativ ruhig geblieben ist und es keine Überraschungen mehr gegeben hat. Ansonsten meckert Torvalds, dass wegen sehr später Änderungen eine zusätzliche Woche notwendig war und deswegen 4.15 nun in seinen Urlaub über Thanksgiving falle.

Weiterhin schreibt er, dass die Leute Linux Kernel 4.14 testen mögen, weil es die nächste LTS-Version sein wird.

Linux Kernel 4.14 nennt sich Fearless Coyote

Linux Kernel 4.14 nennt sich Fearless Coyote

Das ist neu in Linux Kernel 4.14

Wie immer muss man sich an dieser Stelle bei kernelnewbies.org bedanken, die in aller Ausführlichkeit und relativ verständlich beschreiben, was neu im Linux Kernel 4.14 ist.

Zum Beispiel wurden die Speicherlimits drastisch erhöht. Einige Provider bieten 64 TiB Speicher an und stoßen damit an die Grenzen. Durch Änderungen liegt die Grenze nun bei 128 PiB und das sollte nun erst mal wieder reichen. Das ist natürlich eine Änderung, die mich als Anwender wirklich nur peripher tangiert.

Es gibt Unterstützung für AMD Secure Memory Encryption. Damit lassen sich einzelne Pages im Speicher als verschlüsselt markieren. Die Pages werden entschlüsselt, wenn sie aus dem DRAM gelesen werden und verschlüsselt, wenn sie in s DRAM geschrieben werden. Das DRAM lässt sich somit vor physischen Angriffen schützen. Wer sich dafür weiter interessiert, findet diesen Artikel bei LWN sicherlich interessant.

Für Btrfs und Squashfs ist zstd-Kompression vorhanden. Es ist ein Kompromiss zwischen Qualität und Geschwindigkeit. Also die Performance stimmt und die Komprimierung ist ordentlich. Eine Dekomprimierung mit zstd ist wohl zirka doppelt so schnell als zlib und die Geschwindigkeit bleibt gleich, egal welches Niveau an Komprimierung verwendet wurde.

Interessant für einige ist sicherlich auch die verbesserte cpufreq-Koordination bei mehr als einer CPU (SMP). In Linux Kernel 4.14 ist der Task Scheduler verbessert, der die cpufreq-Richtlinien für andere CPUs ebenfalls aktualisiert. Auch hier gibt es einen Artikel bei LWN: CPU frequency governors and remote callbacks

Es gib noch ein paar weitere prominente Änderungen. Ebenso findest Du die üblichen Treiber-Updates und so weiter. Wie schon gesagt, werden die Neuerungen zu Linux Kernel 4.14 ausführlich bei kernelnewbies.org beschrieben.

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