Zum Boykott gegen Raspberry Pi aufgerufen – Problem mit Regenbogen / Homosexuellen

5 Juli 2017 3 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Dümmer geht bekanntlich immer und die Petition auf change.org, die zum Boykott der Raspberry Pi Foundation oder Raspberry Pi aufruft, scheint ein Relikt aus dem Mittelalter zu sein. Es geht um einen Regenbogen – eigentlich zwei …

Es geht wohl um dieses Bild au der Startseite der Raspberry Pi Foundation, genauer gesagt um den Regenbogen auf der Rückseite des Bildschirms.

Stein des Anstoßes: Ein Regenbogen

Stein des Anstoßes: Ein Regenbogen

Der Raspberry Pi ist ein günstiger Computer, der auch in vielen Schulen für Unterrichtszwecke eingesetzt wird. Allerdings stören sich die Zurückgebliebenen Erschaffer der Petition, dass die Regenbogenflagge zweimal gezeigt wird. Das zweite Mal ist weiter unten zu sehen und der Regenbogen kommt aus dem Raspberry Pi.

Noch mal der Regenbogen

Noch mal der Regenbogen

Weiter wird erklärt, dass die Raspberry Pi Foundation Werbung für Schwule und Lesben bei Minderjährigen mache. So ein Produkt zur Schulung und Erziehung sollte nicht als ein Werbeträger für Schule, Lesben und Transsexuelle werden.

Im Forum abgekanzelt

Wohl wurde sich im Forum wegen der Regenbogenflagge schon beschwert. Dort habe man sie oder ihn oder es als homophoben Eiferer bezeichnet und dann wohl ignoriert. Angeblich wurde das Konto gesperrt und der Beitrag gelöscht.

Die ganze Petition geht dann noch mit ziemlich viel Geschwafel über Gehirnwäsche von Kindern und Werbung gegen einen heterosexuellen Lebensstil und so weiter. Es tut schon arg im Gehirn weh, diesen Schwachsinn zu lesen, wenn ich ehrlich bin. Man prüft doch mehrmals im Kalender, ob nicht doch der erste April ist – aber … es ist ein Paradebeispiel von: Soll ich lachen oder weinen?

Die oder der Petitions-Aufrufer sei dabei gar nicht homophob, sondern habe sogar Schwule und Lesben als Freunde (immer noch?). Allerdings sollten Kindern ihre Sexualität ohne andere Einflüsse wählen dürfen und die Hersteller von kleinen Computern ihre sexuellen Vorlieben in der eigenen Hose lassen. Oje, da tun einem gerade die Kinder aus dem Haushalt leid – die dürfen sicher auch kein Black Adder gucken.

A turnip shaped like a thingy!

A turnip shaped like a thingy!

Aus den oben genannten Gründe solle man deswegen die Raspberry Pi Foundation boykottieren (hier geht es zur Petition). Und zwar so lange, bis diese unanständigen Regenbögen verschwinden. Ich fühle mich auch schon ganz schlecht mit meiner Pi-Sammlung. Raspberry Pi 3, Pi 2, Pi A+, Pi B …

Die Partition hat sehr regen Zulauf und es gibt bereits 17 Unterstützer! Das gibt Hoffnung, dass die ewig Gestrigen langsam aussterben. Der Punkt ist nämlich, dass ich heutzutage in Alles irgendetwas interpretieren kann.

Auf jeden Fall sind die beiden Kommentare auch nicht schlecht. Der erste besagt, dass mit dem Regenbogen das elektromagnetische Spektrum symbolisiert werde. 

Beim zweiten wird als ironischer Seitenhieb und der Aussage, dass dieser Schmutz ein Ende haben müsse auf dieses Video verlinkt.

Regenbogen überall

Ich finde, auch NetMarketShare sollte sich umstellen und keine Grafiken mehr ausgeben, die Farben des Regenbogens enthalten – eine Zumutung ist das!

Farben, die in einem Regenbogen vorkommen?

Farben, die in einem Regenbogen vorkommen?

Die Natur könnte sich auch mal am Riemen reißen. Vor allen Dingen während meines Besuchs in Schottland gab es jeden Tag mindestens einen Regenbogen irgendwo. Ich überlege mir schon sehr, ob ich da noch mal hinfahre!

Leuchtturm mit Regenbogen

Leuchtturm mit Regenbogen

Nette Pi-Konstellation

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3 Kommentare zu “Zum Boykott gegen Raspberry Pi aufgerufen – Problem mit Regenbogen / Homosexuellen”

  1. Pit sagt:

    Wenn man halt sieht dass die eigenen Kinder die man in Redneck Country mit homeschooling erzieht zu dumm sind um 1+1 zusammen zu zählen und andere Kinder mit diesem "Raspberry pi" tolle Sachen machen können die ihnen mal eine Perspektive bieten ist schon klar dass man es irgendwie hassen muss.
    Dann nehmen wir eben das nächstbeste Hassargument was unsere Heimatbasis so im Repertoire hat und sagen der Regenbogen ist nicht akzeptiert.

  2. Sebastian sagt:

    Ich war in einem katholischen Kindergarten und dann später ein Haus weiter in einer katholischen Grundschule. Zu Anlässen, wie Ernte Dankfest, Ostern etc. ging es dann auch in den Gottesdienst. Soll heißen, dass wir als Kinder schon früh an den christlichen Glauben und dessen Werte (Mann & Frau = Familie) herangeführt werden sollten. Das stellt ja mal überhaupt keine Beeinflussung da...

    Witziger Weise ist der damalige Pastor noch verknackt worden, weil er minderjährige Messdiener gef***t hatte.

    Die Regenbogen-Flagge stellt für mich in erster Linie Toleranz da. Ein für mich sehr wichtiger Wert!

  3. Ralf sagt:

    Von der petition wußte ich ja noch gar nichts. Danke für den Link, habe auch unterschrieben!

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