Tragbare (wearable) Kamera mit Raspberry Pi Zero realisiert

5 Juli 2016 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Adafruit hat eine Anleitung zur Verfügung gestellt, wie Du Dir selbst eine tragbare Kamera mithilfe eines Raspberry Pi Zero bauen kannst. Das Ganze wäre weniger spektakulär, wenn es keine Pläne für das Gehäuse gäbe. Der Nachteil ist allerdings, dass Du dafür Zugriff auf einen 3D-Drucker benötigst.

Logischerweise brauchst Du auch ein Raspberry Pi Zero 1.3 oder höher. Das sind die Winzlinge mit der Kamera-Verbindung. Ebenso ist ein Kamera-Modul für das Raspberry Pi notwendig, eine MicroSD-Karte und so weiter. Das Ergebnis sieht dann so aus. Als Stromversorgung dient ein Akku mit 500 mAh, der Saft für zwei Stunden gibt. Er lässt sich über USB wieder aufladen.

Tragbare Kamera - Raspberry Pi Zero (Quelle: adafruit.com)

Tragbare Kamera mit Raspberry Pi Zero (Quelle: adafruit.com)

Du findest alle notwendigen Komponenten, die Pläne für den 3D-Druck und auch das Abbild für die MicroSD-Karte bei adafruit.com. Sobald die Konstruktion aktiv ist, dann wird per Standard alle 15 Sekunden ein JPEG-Bild geschossen und auf die Speicherkarte geschrieben. Somit entsteht eine Zeitrafferaufnahme oder Timelapse. Die Größe der Standardbilder beträgt 1280×720 Pixel.

Wer eine Speicherkarte mit vier GByte verwendet, der hat mit dem vorgefertigten Abbild 2,5 GByte Platz für Bilder. Wer mehr braucht, der muss eben eine größere nehmen. Die Dinger kosten ja nicht mehr den Teufel.

Das Timelapse-Script

Wer die Konfiguration anpassen möchte, der findet das für die Zeitrafferaufnahme zuständige Script unter The file /boot/timelapse.sh. Dort kannst Du Intervall, Breite, Höhe, Präfix und so weiter einstellen.

Das Script wird automatisch über die Datei /etc/rc.local gestartet. Wie üblich kommt die Zeile vor das finale exit 0.

Auch andere Modelle funktionieren

Wer das Ding nicht herumtragen möchte, sondern einfach nur das Betriebssystem und die Konfiguration haben möchte, kann auch ein anderes Raspberry Pi einsetzen. Verwendest Du ein Raspberry Pi A+, dann ist der Stromverbrauch ähnlich. Andere Modelle brauchen mehr Saft. Du musst das Pi aber logischerweise nicht herumtragen, damit Du eine Zeitrafferaufnahme damit machen kannst. Natürlich funktionieren auch die älteren Kameramodule oder ode NoIR-Kamera.

Solltest Du das Gerät an den Strom hängen und trotzdem das Zeitraffer-Script nutzen wollen, dann kannst Du es Dir ebenfalls von Adafruit herunterladen. Du musst nicht das komplette Image downloaden, denn freundlicherweise gibt es das Script auf dieser Seite auch so. Ein paar Byte gegen ein paar Hundert MByte ist schon ein Unterschied. Ich könnte das Script in meinen SpyFan integrieren … 🙂

Nette Pi-Konstellation

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