Slimbook wahrscheinlich ab Februar mit deutscher Tastatur – auf so ein Linux-Notebook haben einige gewartet

13 Januar 2016 9 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Ich wurde auf darauf aufmerksam gemacht (Danke, Robert!), dass es das Slimbook bald mit deutscher Tastatur geben soll. Also habe ich den spanischen Hersteller selbst angeschrieben, ob das stimmt und wann das so weit ist. Mir wurde bestätigt, dass der Plan ist, das Slimbook mit einem deutschen Tastatur-Layout ab Februar anzubieten. Das exakte Datum ist allerdings noch nicht bekannt.

Slimbook: Schickes und leichtes Notebook mit Linux-Unterstützung

Slimbook: Schickes und leichtes Notebook mit Linux-Unterstützung

Slimbook mit Linux-Unterstützung

Das Gerät ist deswegen so interessant, da die Hersteller nicht nur Windows als Betriebssystem anbieten, sondern auch Linux. Dabei hat man an dieser Stelle auch wieder eine Wahl. Das Slimbook kannst Du mit Ubuntu, Kubuntu, Linux Mint, Debian oder dem Arch Linux basierten Antergos bestellen. Begibt man sich in den Store, dann stehen sogar noch Fedora und elementary OS zur Auswahl. Die entsprechende Linux-Distribution wäre dann vorinstalliert.

Wer möchte, kann sich das Gerät auch komplett ohne Betriebssystem bestellen und selbst eines einspielen. Es sollten sich eigentlich alle modernen Linux-Distributionen darauf betreiben lassen. Windows steht ebenfalls als Option zur Verfügung, kostet aber.

Beim Slimbook kann man eine Linux-Distribution wählen

Beim Slimbook kann man eine Linux-Distribution wählen

Wie man in diesem Screenshot sieht, kann man bereits Tastatur-Layouts wählen. Deutsch soll bald hinzukommen.

Slimbook ist ein MacBook-Killer

Sieht man sich die Hardware an, dann ist in einem Macbook auch nicht viel mehr drin. Lediglich beim Bildschirm und der Grafikkarte muss man kleine Abstriche machen. Das 13,3″ MacBook Pro liefert eine Auflösung von 2560×1600 Pixel (Retina), während das Slimbook 1920×1080 bietet. Das 13,3″ MacBook Air ist mit seinen 1440×900 allerdings schlechter aufgestellt. Die Macs werden mindestens mit Intel Graphics 6000 ausgeliefert und das Top-Modell beim Slimbook liefert Intel Graphics HD 5500. Der Unterschied zwischen den beiden ist aber nicht wirklich groß und zum Zocken hochwertiger 3D-Shooter taugen beide nicht. Aber das ist auch nicht der Anspruch dieses Geräts.

Vom Gewicht her ähnelt es dem Macbook Air 13,3″ und wiegt mit 1,36 kg fast genau gleich viel. Das MacBook Pro mit 1,58 kg ist etwas Stück schwerer.

Zum Arbeitsspeicher muss man anmerken, dass dieser nich wie bei vielen anderen Ultrabooks auf dem Mainboard verlötet ist.

Ein Lackpunkt ist natürlich immer der Akku. Zu diesem Thema findet man etwas den FAQ. Beim Einschalten würde angezeigt, dass der Akku ungefähr acht Stunden hält. Viele Notebook-Hersteller würden das auch so verkaufen. Man wolle die Kunden an dieser Stelle aber nicht blenden. Diese acht Stunden seien nur dann realistisch, wenn der Bildschirm sehr dunkel, WLAN deaktiviert ist und so weiter. Von Kunden wisse man, dass der Akku bei normalem Betrieb zirka fünf Stunden hält. Die Akkulaufzeit lässt sich aber hier verbessern, wenn man ein paar Kniffe anwendet. Ich habe in diesen Energiespar-Tipps schon mal beschrieben, wie ich aus meinem derzeitigen Ultrabook wesentlich mehr Akkulaufzeit hole.

Ds Slimbook muss man wohl irgendwo zwischen dem MacBook Air und dem MacBook Pro einordnen, wenn man es mit einem Mac vergleichen möchte. Der Preis ist allerdings wesentlich attraktiver als die Geräte mit dem angebissenen Apfel (auch wenn derzeit für Versand innerhalb der EU 49 Euro berechnet werden – steht zumindest in den FAQ). Sehen wir uns die Tabelle mit den Hardware-Spezifikationen genauer an:

Modell C15 – Celeron 315 – Intel i3 515 – Intel i5 715 – Intel i7
Grundpreis 499 € 599 € 699 € 799 €
CPU Intel Celeron 2957U
1.4GHz (kein Turbo)
2 Core 2 Threads
2M Cache
Intel i3-5005
2GHz (kein Turbo)
2 Core 4 Threads
3M Cache
Intel i5-5200U
2.2GHz, Turbo Boost 2.7GHz
2 Core 4 Threads
3M Cache
Intel i7-5500U
2.4GHz, Turbo Boost 3.0GHz
2 Core 4 Threads
4M Cache
Grafikkarte
 Intel Graphics HD Basic Intel Graphics HD 4400 Intel Graphics HD 5500
Arbeitsspeicher 2 GByte oder 4 GByte
DDR3 – 1600 Mhz
4 GByte oder 8 GByte
DDR3 – 1600 Mhz
Festplatte
SSD mSata 64 GByte oder 120 GByte oder 250 GByte oder 500 GByte
Bildschirm
Screen 13.3″ FullHD 1920x1080px LED
Tastatur
 Tastatur mit LED Hintergrundbeleuchtung
Garantie
Zwei Jahre in Spanien
Farbe Silber
Gehäuse Aluminium
Bluetooth  Bluetooth 4.0
Wireless LAN Intel A/C Dual Band 802.11 b/g/n
Webcam  Vorne 1 MPixel
Mikrofon
 Ja
USB  2 Ports mit USB 3.0
RJ45 Externer Konverter RJ45 (LAN)
HDMI  Mini HDMI
Kartenleser
SD und MMC
Größe
 33 x 22 x 1,8 cm
Gewicht
1,36 kg
Akku
7000mAH Lithium
Ladegerät
AC100-240V/50-60Hz; DC19V/ 2.1A
Paketinhalt
Slimbook, ein Netzwerk-Adapter, Treiber, Ladegerät

hat noch jemand gerade noch einen wässrigen Mund? Ein schickes Gerät, das man ohne Windows-Steuer mit Linux vorinstalliert bestellen kann und bei dem den Hardware-Spezifikationen nach der Preis ebenfalls stimmt. Sollte das Slimbook im Februar mit deutscher Tastatur erscheinen … ich hätte im März Geburtstag … 🙂

Wie bereits erwähnt ist das Slimbook kein Gerät für Hardcore-Zocker. Es ist ein Ultrabook – ein leichtes, mobiles Arbeitsgerät mit ausreichend Power. Mein derzeitiges Ultrabook (fast drei Jahre alt) reicht mir für unterwegs, das gilt auch für den Großteil der Bildbearbeitung, Stitchen und so weiter. Sollte Ersatz dafür notwendig sein, dann habe ich das Slimbook mit Sicherheit in der engeren Auswahl.

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9 Kommentare zu “Slimbook wahrscheinlich ab Februar mit deutscher Tastatur – auf so ein Linux-Notebook haben einige gewartet”

  1. Gyges sagt:

    Hey,
    mache Dir den Mund ungern noch wässriger,
    aber falls das bis März nicht klappt, hätte ich da noch nen Geheimtipp:
    https://www.entroware.com/store/apollo
    Ich weiß aus sicherer Quelle, dass dieses Ding mehr oder weniger baugleich mit dem Librem13 ist, aber viel weniger kostet.
    Cheers

    • jdo sagt:

      Das sieht auch sehr schick aus. Aber das wird es wohl nicht mit deutscher Tastatur geben, schätze ich? Ich habe zumindest nichts dergleichen gefunden.

  2. Rayman sagt:

    Sieht schon ganz nett aus, aber verspiegelte Displays gehen ja mal garnicht. Dann doch lieber eines von Tuxedo oder Schenker. Gut, die spielen leider in einer anderen Preisliga.

  3. Bob sagt:

    Aber man kann sich das doch aussuchen, ob verspiegelt oder nicht...

  4. […] Das Slimbook wird voraussichtlich ab Februar mit deuteschem Tastaturlayout verfügbar sein. (danke) […]

  5. Rayman sagt:

    Stimmt, man sollte sich halt nicht nur die erstbesten Fotos ansehen ;-). War mein Fehler.

  6. Ettore Atalan sagt:

    Der 13.3″ Bildschirm ist mir zu klein und verspiegelt.

  7. Hani sagt:

    Schön, leider werden HiDPI Screens (hier: 1920x1080 auf 13,3") IMHO auf GNU/Linux noch nicht vernünftig genug unterstützt.

    Man kann leider bei X11 nur ganzzahlig vergrößern. Bei 2x ist es mir bei 13" zu groß und bei original (1x) viel zu klein. 1,25x wäre da besser.

    Ich mach derzeit noch einen Bogen um HiDPI bei GNU/Linux.

  8. Schroeffu sagt:

    Ich habe den Vergleich gemacht.

    Brauchbare Hardware:

    - I7 CPU
    - 8 GB RAM
    - 500 GB SSD (wer will ne HDD in so einem Teil omg oO!)

    Apollo £779.96 = 990,5 EUR
    Slimbook.es: 1059,00 EUR
    Tuxedo: 1.058,00 EUR

    Apollo ist nur 60 Euro günstiger als Slimbook und Tuxedo. Lieferkosten aus England noch nicht inbegriffen.

    Nimmt sich irgendwie nichts. Würde persönlich bei Tuxedo einkaufen.

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