Linus Torvalds hat Linux Kernel 4.4 ist veröffentlicht

11 Januar 2016 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Linus Torvalds hat die Verfügbarkeit von Kernel 4.4 angekündigt. Gegenüber dem achten Release-Kandidaten hat es kaum mehr Änderungen gegeben.

Laut eigenen Angaben ist rund ein Drittel Architektur-Updates, ein Drittel Treiber-Geschichten und das letzte Drittel gemischt.

Neu in Linux Kernel 4.4

Natürlich gibt es Änderungen und Neuerungen in Kernel 4.4. Zu den Highlights gehört ein schnelleres Loop-Gerät mit Direct I/O und Unterstützung für Asynchronous I/O (AIO).

Weiterhin ist 3D-Unterstützung im virtuellen GPU-Treiber vorhanden. Das bedeutet, dass ein Gast zum Beispiel ein OpenGL-Spiel starten und dabei die GPU-Beschleunigung des Hosts verwenden kann. Es muss allerdings mindestens QEMU 2.5 laufen. Das wird zum Beispiel in diesen beiden Videos auf YouTube demonstriert:

Demo der 3D-Beschleunigung der virtuellen GPU unter Linux Kernel 4.4

Demo der 3D-Beschleunigung der virtuellen GPU unter Linux Kernel 4.4

LightNVM bietet Unterstützung für Open-Channel SSDs.

Der TCP Listener ist komplett lockless. Man hat mit der Entwicklung dieser Funktion bereits vor zwei Jahren begonnen. Das resultiert einfach gesagt in wesentlich schnelleren TCP Servern, die dazu noch skalierbarer sind.

RAID5 MD haben die Entwickler ein Journal spendiert. Sollte es zu einem Crash kommen, sollte die Wiederherstellung oder eine Synchronisation von RAID5 schneller ablaufen. Bei künftigen Versionen will man das Journal außerdem nutzen, um die Performance und die Latenz zu verbessern.

Du kannst die Neuerungen und Änderungen im Detail wie üblich bei KernelNewbies.org finden. Die Seite ist großartig, weil selbst der komplexe und komplizierte Kernel relativ verständlich erklärt wird.

Du findest den Quellcode von Kernel 4.4 wie üblich unter kernel.org. Bis diverse Distributionen diesen Kernel anbieten, könnte noch eine Weile dauern. Wenn alles nach Plan läuft, wird Ubuntu 16.04 LTS Xenial Xerus auf Linux Kernel 4.4 setzen. Das sollte sich dann bald in den sogenannten Daily Builds niederschlagen. Sollte das der Fall sein, wird auch Linux Mint 18 Sarah per Standard auf Kernel 4.4 setzen.

Mit der Veröffentlichung eines neuen Kernels beginnt die Entwicklungs-Phase des nächsten. Aus diesem Grund ist ab sofort das sogenannte Merge-Fenster für Linux-Kernel 4.5 offen.

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