Puppy Linux 6.3: Erstmals als 32- und 64-Bit-Version

18 November 2015 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Bei Puppy Linux 6.3 Slacko64 handelt es sich um die erste offizielle Veröffentlichung eines 64-Bit-Puppy. Slacko64 Puppy wurde aus TXZ-Paketen von Slackware64-14.1 erstellt und ist somit binärkompatibel zu Slackware. Zugriff gibt es somit logischerweise auf die Repositories von Slackware und Salix.

Als Herzstück dient Linux-Kernel 4.1.11. Weiterhin gibt es ein Skript, das sich change_kernels nennt, womit man auf einfach Weise den Kernel tauschen oder wechseln kann. Es stehen Kernel 3.18.22 und 4.2.5 zur Verfügung.

Eine aktuelle Version von FFmpeg ist vorhanden und es gibt Unterstützung für Programme wie Pmusic oder MPlayer. Die Entwickler haben außerdem JWM (Joe’s Window Manager) aktualisiert. Auch Firefox und Abiword hat man Upgrades spendiert. Samba ist per Standard installiert und Du findest ein neues, grafisches Firewall-Programm. Die Anwendung epdfview wurde durch evince ersetzt. Als Tabellenkalkulation dient Gnumeric und so weiter.

Minimalanforderungen für Puppy Linux 6.3 Slacko

Für 32-Bit-Systeme empfehlen die Entwickler einen Prozessor mit 900 MHz und 512 MByte RAM. Eine Festplatte ist nicht unbedingt notwendig, da sich das Betriebssystem komplett als Live-Distribution betreiben lässt.

Letzteres gilt auch für die 64-Bit-Version. Allerdings raten die Entwickler zu einem Prozessor mit 1,6 GHz und einem GByte Arbeitsspeicher.

Puppy Linux 6.3 Slacko64: Bootscreen

Puppy Linux 6.3 Slacko64: Bootscreen

Ich habe Puppy Linux sogar auf meinem ZTE Open mit Firefox OS hinterlegt und kann es davon wie von einem USB-Stick booten. Wer eine minimalistische Linux-Distribution zur Installation sucht, kann sich Puppys Schwester Quirky Linux ansehen. Die Distribution ist vor wenigen Tagen als Version 7.3 Werewolf erschienen.

Man sollte Puppy Linux nicht nur am Aussehen messen, denn da gibt es ohne Zweifel hübschere. Es ist erstaunlich, wie viel nützliche Software sich auf so wenig Platz unterbringen lässt. Weiterhin ist es absolut faszinierend, wie schnell die einzelnen Anwendungen starten. Alleine das Stöbern bei Puppy Linux macht schon Spaß, weil man so viele kleine und nützliche Programme findet, von denen man oftmals noch nie etwas gehört hat. Vor Puppy Linux kannte ich FPM2 (Figaro’s Passwort Manager 2) und Bcrypt zum Verschlüsseln von Dateien mit Blowfish auch nicht.

Puppy Linux 6.3 Slacko64: Figaro's Password Manager 2 und Bcrypt

Puppy Linux 6.3 Slacko64: Figaro’s Password Manager 2 und Bcrypt

Wie bei Puppy Linux üblich, lässt sich die Sitzung beim Herunterfahren in eine Datei speichern, die beim nächsten Start wieder reaktivieren wird. Somit bleiben alle persönlichen Einstellungen erhalten, auch wenn Du das System als Live-Distribution verwendest.

Puppy Linux 6.3 Slacko64: Session speichern

Puppy Linux 6.3 Slacko64: Session speichern

Slacko64 ist mithilfe eines Puppy-Builder-Systems erschaffen, das sich Woof-CE nennt. Damit lässt sich eine Puppy Linux Distribution aus den Binärpaketen einer anderen Distribution erschaffen. Es gibt einige Puppy-Derivate, die auf diese Weise kreiert wurden. Dazu gehören unter anderem TahrPup, Precise, Wary, Racy und eben auch Slacko. Seit dem Jahre 2013 generiert man Puppy-Distributionen mittels Woof-CE.

Puppy Linux 6.3 Slacko64: Einstellungen

Puppy Linux 6.3 Slacko64: Einstellungen

Puppy Linux 6.3 Slacko64: Menü

Puppy Linux 6.3 Slacko64: Menü

Puppy Linux 6.3 Slacko64: Seitenleiste

Puppy Linux 6.3 Slacko64: Seitenleiste

Download Puppy Linux 6.3

Wer Puppy Linux 6.3 herunterladen möchte, findet Download Links in der offiziellen Ankündigung. Slacko64 ist 234 MByte groß.

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