Raspbian 2014-12-24 für Raspberry Pi mit neuer grafischer Oberfläche (UI)

27 Dezember 2014 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Es gibt eine neue Version der auf Debian basierenden Linux-Distribution Raspbian. Genau genommen ist es Raspbian 2014-12-24 – eine Weihnachts-Distribution.

Raspbian 2014-12-24 installieren

Im Prinzip gibt es drei Möglichkeiten, Raspbian 2014-12-24 auf eine SD-Karte zu installieren.

1. Frische Installation via NOOBS

Hier kann man NOOBS (New Out Of Box Software) verwenden, das vor allen Dingen Anfängern entgegenkommt. Im Prinzip muss man lediglich das Paket herunterladen, auspacken und auf die SD-Karte kopieren.

Nach der Installation benötigst Du einen Anmeldenamen und ein Passwort. Per Standard ist das pi (Anmeldename) und raspberry (Passwort). Sobald man das Gerät ans Internet hängt, sollte man vielleicht das Standard-Passwort sofort ändern.

2. Frische Installation via Raspbian 2014-12-24 Abbild

Im Download-Bereich der Projektseite befindet sich außerdem ein Abbild für Raspbian 2014-12-24, das etwas größer als die NOOBS-Version ist. Nach dem Download packt man auch dieses Paket aus und unter Linux würde man es wohl am besten mittels dd installieren.

dd bs=4M if=<Name-des-Abbildes>.img of=/dev/<SD-Karte> (Die SD-Karte könnte so ähnliche wie /dev/mmcblk0p1 oder /dev/sdd heißen). Man findet das mittels df -h oder auch dmesg heraus, nachdem man die SD-Karte eingesteckt hat.

3. Aktualisierung / Update einer bestehenden Version

Hat man bereits ein Raspbian am Laufen, kann man via Kommandozeile aktualisieren. Sollte man allerdings relativ viel an seiner Raspbian-Instanz geschraubt haben, lohnt sich vielleicht ein Backup des Betriebssystems für den Raspberry Pi. Ich mache vorher immer ein Backup, da ich den V4L-Treiber für das Kamera-Modul verwende, der mir nach einer Aktualisierung schon mal beleidigt war. Somit kann ich immer eine Rolle Rückwärts vollziehen.

Ansonsten kommt vor allen Dingen Anwendern von Debian, Linux Mint oder Ubuntu das Upgrade wohl bekannt vor:

  • sudo apt-get update
  • sudo apt-get dist-upgrade
  • sudo apt-get install raspberrypi-ui-mods

Die neue grafische Oberfläche von Rasbian 2014-12-24

Es dürfte auffallen, dass das Menü und die Task-Leiste an den oberen Rand gewandert sind. Außerdem fühlt sich die grafische Oberfläche reaktionsfreudiger und etwas schneller an. Genug Geschwindigkeit durch Optimierungen kann man einem Mini-Rechner mit nur 512 MByte RAM gar nicht genug spendieren. Per Standard sind Mathematica, Python, Scratch, Sonic Pi und Wolfram als Entwicklungs-Tools installiert.

Raspbian 2014-12-24: Entwicklungs-Programme

Raspbian 2014-12-24: Entwicklungs-Programme

So hat übrigens eine alte Version ausgehen – das Menü und die Taskleiste waren unten:

Raspbian mit Scratch und WiFi-Konfiguration geöffnet

Raspbian mit Scratch und WiFi-Konfiguration geöffnet

Ebenfalls vorinstalliert ist die Pi-Version von Minecraft.

Raspbian 2014-12-24: Minecraft an Bord

Raspbian 2014-12-24: Minecraft an Bord

Natürlich braucht nicht jeder die grafische Oberfläche. Wenn man ein Raspberry Pi zum Beispiel als Squid-Proxy verwendet, deaktiviert man das GUI wohl. Auch der Ionas-Server mit Seafile vorinstalliert basiert übrigens auf Raspbian und benötigt kein GUI.

Nette Pi-Konstellation

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