Ein anständiger Verlierer: Mark Shuttleworth sagt, dass systemd auch Ubuntus Zukunft ist und Upstart wird wohl sterben

16 Februar 2014 Ein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Das technische Komitee der Debianer hat beschlossen, künftig auf systemd zu setzen. Mark Shuttleworth gibt sich in seinem Blog als anständiger Verlierer (Losing graciously) und schlägt ungewohnt leise Töne an.

Er bedankt sich für die umsichtige Debatte und man habe beide Seiten genau durchleuchtet. Upstart habe Ubuntu sehr gute Dienste geleistet. Allerdings respektiere man die Entscheidung der Wahl und Ubuntu basiert zum Großteil auf Debian. Aus diesem Grunde wird man die Entscheidung im Ubuntu-Lager auch akzeptieren. Man will künftig daran arbeiten, systemd in Ubuntu zu implementieren. Um das in Ubuntu 14.04 LTS “Trusty Tahr” noch umzusetzen, fehle allerdings die Zeit. Man werde sich mit den Tech Board kurzschließen und einen Plan für den Übergang schmieden.

Das ist eine gute Nachricht, da das Distributions-Universum nun wohl zumindest beim init-System an einem Strang zieht. Somit setzen alle großen Distributionen auf systemd und das kann nur gut sein.

Spekulieren darf man trotzdem, warum man die Entscheidung so leise hinnimmt. Das scheint gar nicht die Art von Canonical zu sein. In seiner Dankesrede sagt Shuttleworth auch, wie gut und stabil Upstart ist. Bisher ist man doch auch mit dem Kopf durch die Wand und hat alles im Alleingang gemacht. Ist man an die Grenzen gestoßen, was man alleine stemmen kann? Es gibt da auch noch andere Baustellen, bei denen Ubuntu ganz auf sich alleine gestellt ist: Mir Display Server und Unity sind am offensichtlichsten.

Bei der Basis ist man wohl doch viel zu sehr von Debian abhängig, als dass man sich einen Alleingang erlauben kann. Egal, egal … eine Abzweigung weniger um die man sich sorgen muss.



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Ein Kommentar zu “Ein anständiger Verlierer: Mark Shuttleworth sagt, dass systemd auch Ubuntus Zukunft ist und Upstart wird wohl sterben”

  1. dakira sagt:

    Ich finde es schade. upstart ist sehr einfach zu bedienen gewesen. Da finde ich systemd leider ungleich komplexer. Es ist ziemlich easy (und gut dokumentiert) wie ich einen upstart-job anlege, der bspw. beim Verändern einer Datei in einem festgelegten Verzeichnis einen rsync-job startet. Ich finde keine ordentlichen Informationen darüber, wie das mit systemd geht (und ob es geht).

    Naja. Ich werde trotzdem klarkommen. Die höhere Komplexität von systemd haben ja schon genug Leute bemängelt.

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