Aufschrei der Ubuntu-Community hat gefruchtet: Amazon Shopping Lense lässt sich einfach deaktivieren

27 September 2012 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Ubuntu Bug Logo 150x150Die umstrittenste Neuerung in Ubuntu 12.10 „Quantal Quetzal“ ist ohne Zweifel die Amazon Shopping Lense. Man hat versucht, Schadensbegrenzung zu betreiben und versichert, dass die Suchanfragen anonymisiert werden. Allerdings werden zum Beispiel die Thumbnails direkt von Amazon abgerufen und die Community lässt das zurecht nicht als Anonymisierung gelten. Die IP-Adresse wird somit gleich zu 2 Firmen übertragen: Canonical und Amazon – und das derzeit unverschlüsselt.

Es wurde bereits versprochen, dass man bis zur finalen Ausgabe von Quantal Quetzal die Verschlüsselung am Laufen haben möchte.

Ein zweiter of gehörter Kritikpunkt ist, dass man diese Funktion lange nach Feature Freeze einfach durchboxen wollte. Das Credo vielerorts ist, dass man bis Ubuntu 13.04 damit hätte warten sollen. So ein Eingriff gehört sich icht so spät, weil man damit nicht nur das Release- sondern auch das Dokumentations-Team in zusätzliche Unannehmlichkeiten brächte.

Die Shopping-Lenst ließe sich ganz einfach via Paketverwaltung deinstallieren oder auch durch den Aufruf: sudo apt-get remove unity-lens-shopping

Allerdings reicht den Anwendern das immer noch nicht und gerade neulinge dürften das doch eher nicht sofort finden – beziehungsweise wissen es gar nicht. Nun geht man einen deutlichen Schritt weiter, wie Jono Bacon in seinem Blog schreibt.

Man kann die Shopping Lense auf einfache Weise deaktivieren. Dazu wird es eine Schlatfläche geben und mit einem einfachen Mausklick ist die Suche deaktiviert.

Amazon Shopping Lense deaktivieren (Quelle: jonobacon.org)

Amazon Shopping Lense deaktivieren (Quelle: jonobacon.org)

Nun frotzeln bereits erste, ob das so von Anfang an geplant war, oder auf Druck der Community eingeführt wurde. Ebenso ist nicht klar ausgesagt, ob die Funktion per Standard aktiviert ist – ich gehe allerdings davon aus, weil das Feature soll ja Geld bringen. Andere Community-Mitglieder sind für eine Opt-In-Lösung. Der Anwender würde so beim Installieren gefragt, ob dr die Shopping Lense überhaupt aktivieren / installieren möchte. Bis man auf deaktivieren klickt, könnten ja schon private Daten über den Äther gegangen sein.

Ein recht angenervter Kommentator stellt sogar in Frage, ob Canonical mit Aktionen wie diesen noch als Repräsentant von Linux ernstzunehmen ist. Canonical solle durch die Reaktion der Community begreifen, dass sich Linux-Anwender sehr wohl um das wohl Ihrer Privatsphäre kümmern und das Betriebssystem komplett unter Kontrolle haben wollen. Die spannende Frage bleibt, ob das nun das Ende der Fahnenstange ist oder Canonical aufgrund des Drucks der Community noch weiter nachgibt.

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