The Bard’s Tale IV – Begeisterung und Enttäuschung – läuft unter Linux

Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Nachdem ich mit dem Tuxedo Fusion nun endlich einen Rechner habe, mit dem ich auch wieder grafisch anspruchsvollere Spiele zocken kann. Seit ein paar Tagen bin ich deswegen dabei, The Bard’s Tale IV zu spielen. Ich kenne die uralte Trilogie und habe mich auf einen echten Dungeon Crawler eingestimmt. Allerdings kann man The Bard’s Tale IV so nicht bezeichnen. Das hat Vorteile, aber auch Nachteile. Sagen wir so: ich bin etwas enttäuscht von dem Spiel, aber es ist zu gut, um es einfach abzubrechen.

The Bard's Tale IV: Barrows Deep

The Bard’s Tale IV: Barrows Deep

Es gibt irgendwie an allen Ecken und Enden etwas auszusetzen und doch hat The Bard’s Tale IV seinen ganz eigenen Charme. Ich lege einfach Mal los. Mir gefällt natürlich, dass das Spiel nativ unter Linux läuft – also der Director’s Cut tut das. Wasteland 3 läuft nun übrigens auch unter Linux, aber hier warte ich noch auf ein Schnäppchen.

Spiel speichern und die Mannschaft heilen

Spiel speichern und die Mannschaft heilen

Soweit ich das richtig gelesen habe, bietet der Director’s Cut einige Vorteile. Unter anderem kannst Du auch speichern, wo Du möchtest und bist nicht auf die Speicher-Punkte angewiesen. Sie zu berühren lohnt sich trotzdem, weil sie Dich heilen.

Was man auf jeden Fall anmerken muss: The Bard’s Tale IV wird mit der Zeit besser. Hat man sich mit dem System angefreundet und mag das Genre, zieht einen das Spiel trotz aller Ecken und Kanten in seinen Bann.

Hier noch ein allgemeiner Tipp, den Dungeon-Experten eigentlich nicht brauchen: Es lohnt sich, jede Ecke zu erkunden und so viele Rätsel wie möglich zu lösen. Erstens verlängert das den Spielspaß und zweitens bekommst Du bessere Ausrüstung. Das erleichtert wiederum Deine Leben in Skara Brae.

Das Tutorial ist sehr rudimentär

Dir werden gerade die wichtigsten Grundlagen des Spiels beigebracht und dann bist Du relativ schnell auf Dich selbst gestellt. Das ist auf der einen Seite gut, weil Du selbst zum Nachdenken angeregt wirst. Bei ein paar Sachen wünscht man sich aber trotzdem, dass es etwas mehr Hilfe oder Hinweise gibt. “Ochs vorm Berg”-Situationen dienen dem Spielfluss eher nicht.

Zum Beispiel die Rätsel-Waffen. Die Idee ist ganz nett. Du löst ein Rätsel an einer Waffe und verbesserst sie damit. Eine Waffe kann bis zu drei Stufen für Verbesserungen haben – das muss aber nicht der Fall sein. Die dritte Stufe schaltest Du allerdings erst frei, wenn Du den richtigen Elfen-Altar findest. Ich gebe ehrlich zu, dass ich hier nachgelesen habe, wie das System gedacht ist. So ganz durchgestiegen bin ich da nicht von allein.

Rätsel-Waffe

Rätsel-Waffe

Die Schreine für die Opfergaben sind auch so eine Sache. Hier musst Du mit einer selbst gebastelten Code-Scheibe hantieren. Klar weiß ich, dass man hier an die gute alte Zeit mit einer Code-Scheibe anknüpfen will. Damals wurde aber die Spiele noch in Schachteln ausgeliefert, inklusive Code-Scheibe. Nun habe ich einen labbrigen Schwarz-Weiß-Zettel hier, der wirklich aussieht, als wäre er 40 Jahre unter Skara Brae in einer Ecke verrottet. Es war gut gemeint, aber das Ding mit der Code-Scheibe hätte man sich sparen können.

Schrein für Gaben – Dinge für andere Dinge

Schrein für Gaben – Dinge für andere Dinge

Gleich am Anfang ist mir aber auch aufgefallen, dass der Soundtrack herausragend ist. Sehr angenehme Klänge, wenn Du diese Art von Musik magst – ein wahrer Ohrenschmaus. Für mich macht die musikalische Untermalung sehr viel aus und hier kann das Spiel echt punkten. Wer reinhören möchte – ich habe den Soundtrack auf YouTube gefunden. Das Titellied fängt ab 42:33 an und nennt sich Snow in Summer. Das trällert der Barde auch in der Abenteurer-Gilde – der arme Mann, muss den ganzen Tag das Gleiche singen. 🙂

Kein Grinding – kein Respawning

Hast Du Gegner besiegt, sind die weg. Sie kommen nicht wieder, wie Du das vielleicht von anderen RPGs oder Dungeon Crawlern kennst. Ich habe bisher keine Option gefunden (bin geschätzt halb durch das Spiel), die sich für Grinding eignen würde. Damit ist gemeint, dass Du einfach eine ganze Weile auf Monster kloppst, um Deine Spielfiguren auf höhere Level zu bringen. Auf der einen Seite bleibt einem Grinding erspart, auf der anderen Seite vermisse ich es sogar ein bisschen – ich vermisse die 99 Berserker > MIBL! (Update: Zu früh vermisst – 4×99 sind es, aber nicht unendlich oft … 🙂 )

Zu manchen Gegnern musst Du später zurückkehren, weil sie momentan einfach noch zu schwer sind. Bei der Entscheidung, einen Kampf anzunehmen oder bleibenzulassen, hilft Dir das Spiel. Schaust Du Dir einen Gegner oder eine gegnerische Gruppe eine Weile an, werden sie mit Farben umrahmt und die Stärke angezeigt. Von grün (relativ einfach) über gelb (herausfordernd) bis rot (womöglich noch unmöglich) geht die Einschätzung des Computers. Nun ist aber grün nicht immer ein Spaziergang und rot nicht immer komplett unmöglich.

Vielleicht hätte ein Auftragsboard in der Gilde der Abenteurer gutgetan, über das Du Aufträge entgegennehmen kannst. Kleine Dungeons, die zufällig erschaffen werden und X Gegner enthalten, die einem gewissen Schwierigkeitsgrad entsprechen. Natürlich sind solche Aufträge irgendwann repetitiv, aber sie wären optional und Du kannst selbst entscheiden, zu grinden oder nicht.

Sehr viele Puzzle

Persönlich sind mir einen Hauch zu viele Puzzle-Elemente im Spiel und zu wenig Kämpfe. Gerade erst hast Du Steine verschoben und gefühlt um die nächste Ecke schon wieder ein Stein-Schiebe-Puzzle. Das ist sicherlich Geschmackssache und auch die Erwartung an ein Spiel der Bard’s-Tale-Reihe. Mir hätten mehr Kämpfe und etwas mehr Grinding gut gefallen.

In den Optionen ließe sich übrigens ein zusätzliches Lied freischalten, das sich Struggler’s Lament nennt. Damit kannst Du gewisse Rätsel überspringen und hartnäckige Türen öffnen. Ich habe es nicht aktiviert, weil die Versuchung sonst zu groß wäre. Ein Spiel wie Bard’s Tale IV darf schon ein paar Kopfnüsse haben.

The Bard's Tale IV – ein Rätsel

The Bard’s Tale IV – ein Rätsel

Weiterhin gibt es einen digitalen Ratgeber, der auch hilft. Aber wie gesagt will ich die Lösungen gar nicht nachschauen, weil das den Spaß schon ordentlich minimiert.

Es lohnt sich übrigens, sogenannte Side Quests abzuschließen oder nicht unbedingt relevante Puzzles zu lösen. Dann gibt es oft gute Ausrüstung und so weiter. RPG-Fans wissen, dass sich bei solchen Spielen der zusätzliche Aufwand meist lohnt.

Taktische Kämpfe in The Bard’s Tale IV

Das Kampfsystem von The Bard’s Tale IV gefällt mir ziemlich gut. Es gibt ein Punktesystem. Du erhältst eine gewisse Anzahl an Aktionspunkten pro Runde und die teilen sich alle Deine Spielfiguren. Das bedeutet, dass vielleicht nicht jede Spielfigur in jedem Spielzug zum Einsatz kommt. Deswegen ist es wichtig, eine ausgewogene Mischung in der Gruppe oder Party zu haben, die Aktionspunkte und Zauberpunkte benutzen.

Mit den Zauberpunkten ist es ähnlich wie mit den Aktionspunkten. Je nach Skills oder Ausrüstung erhalten gewisse Spielfiguren Spellpoints oder Zauberpunkte und können sie zusätzlich zu den Aktionspunkten verbrauchen. Für manche Zaubersprüche muss die jeweilige Spielfigur vielleicht erst ein paar Runden durchhalten, um genügend Zauberpunkte zu haben. Der Barde ist hier übrigens nicht zu unterschätzen. Kippt sie oder er sich einen hinter die Binde, bekommt die Spielfigur ebenfalls Spellpoints. Damit den richtigen Song geträllert und schon ist die Party unterstützt.

The Bard's Tale IV – Kampf

The Bard’s Tale IV – Kampf

Taktik ist entscheidend – gute Kombinationen sind wichtig. Es hat eine Weile gedauert, eine gute Taktik zu finden. Nun habe ich eine sehr effiziente gefunden, die meist auch klappt. Sehr wichtig ist, dass Du den ersten Zug bekommst. Sieht Dich Dein Gegner, ist der Computer zuerst dran. Deswegen schleiche Dich an (der Dieb kann Dich kurz unsichtbar machen) und sieh immer zu, zuerst am Zug zu sein.

Tipp: Speichere vor einem Angriff ab und greife die Gruppe an. Steht sie ungünstig, lade das Spiel erneut und stelle Deine Gruppe so um, dass Du einen Vorteil hast. Greifst Du eine Gruppe von hinten an, sind die Positionen der Gegnerinnen und Gegner vertauscht. Somit kannst Du vielleicht gleich im ersten Zug einen lästigen Bogenschützen aus dem Verkehr ziehen. Kenne die Schwäche der Gegner und Du wirst Dich leichter tun.

Das mit den Waffen ist komisch

Eine Sache finde ich ziemlich bizarr. Waffen scheinen von den Skills getrennt zu sein. Hat eine Spielfigur zum Beispiel  einen Skill gelernt, der einen Bogen voraussetzt (Rain of Arrows), muss sie keinen Bogen haben, um die Eigenschaft nutzen zu können. Dabei ist das klar ein Kampf-Skill und kein Zauberspruch.

Waffen wählst Du also in erster Linie wegen der Verbesserung der Attribute und der passiven Eigenschaften. Da finde ich das Spiel an dieser Stelle etwas unlogisch. Man würde davon ausgehen, dass man zum Beispiel dem Dieb einen Bogen gibt, damit er aus der zweiten Reihe angreifen kann. So logisch ist das aber in dem Spiel nicht. Du regelst alles über die Skills.

Die kürzesten Barden-Witze

Eigentlich sind das mitunter die kürzesten Musiker-Witze, die mir bei den Barden eingefallen sind, die kein Zwergen-Bier auslassen:

  • Geht ein Barde an der Kneipe vorbei …
  • Woher weiß man, dass ein Trommel-Barde an der Tür klopft? Er wird immer schneller …
  • Mein Barde spielt Bass – die andern spielen besser …

OK, lassen wir es gut sein … 🙂

Die richtigen Skills sind entscheidend

Du kannst pro Spielfigur nur 4 aktive Skills haben. Deswegen ist es sehr wichtig, mit welchen Skills Du Deine Spielfiguren ausstattest. Ich habe wirklich ein bisschen gebraucht, mit dem System zurechtzukommen. Zwei meiner Spielfiguren waren deswegen ein bisschen ungünstig entwickelt.

Ansonsten gibt es das übliche Inventar und die Abenteurer scheinen auch bei The Bard’s Tale IV  ein großes Gepäck zu haben. Einschränkungen nach Gewicht und so weiter gibt es nicht. Bei einem Händler ausmisten lohnt sich trotzdem. Erstens kannst Du dann Deine Alkoholvorräte für die Barden auffüllen und zweitens wird alles etwas übersichtlicher. Die Filter-Funktion ist an dieser Stelle recht angenehm.

The Bard's Tale IV – Party

The Bard’s Tale IV – Party

An dieser Stelle verzeiht das Spiel und ist sehr nachsichtig. Mit gewissen Token kannst Du an einigen Stellen von The Bard’s Tale IV die Skill-Punkte zurücksetzen lassen. Damit baust Du den Charakter neu auf. Diese Token sind relativ selten, aber bisher reicht es. Verschwende sie nicht zu früh und freunde Dich erst mit dem Spiel an. Dann tust Du Dich später leichter.

Warum ist die Welt von The Bard’s Tale IV so leer?

Manche RPGs strotzen nur so vor Leben. NPCs laufen durch die Stadt und alles ist quirlig. The Bard’s Tale IV wirkt sehr statisch und leer. Die Stadt wirkt wie ausgestorben und im Wald gibt es kaum Leben. Das hätte man sicher lebendiger oder besser gesagt moderner gestalten können.

Auf der einen Seite ist es angenehm, wenn die Händler nicht durch die Gegend rennen oder ich gewisse Personen immer wieder suchen muss. Auf der anderen Seite wirkt die Welt schon sehr statisch bis komplett leer.

Die Dialoge mit den NPCs wirken zum Teil ein bisschen platt. Du kannst auch nur mit bestimmten Personen sprechen. Die Antworten sind meist vorgegeben und es gibt nicht wie bei anderen RPGs verschiedene Optionen, die Du noch mit unterschiedlichen Attributen beeinflussen kannst. Natürlich ist das für Neulinge oder Konsolenspieler zugänglicher. Ich habe wegen des Titels The Bard’s Tale IV nur etwas anderes erwartet.

Weiterhin wirkt die Welt sehr offen, ist aber durch viele feste Pfade sehr genau vorgegeben und eingeschränkt. Das war natürlich auch bei den Vorgängern so, allerdings haben sich die Entwicklerinnen und Entwickler auch bei anderen Sachen nicht daran orientiert. Teilweise nervt das ziemlich, weil Du mit der Kirche ums Dorf laufen musst. Verirren tust Du Dich nicht wirklich, aber etwas Verwirrung gibt es hin und wieder.

The Bard's Tale IV – die Welt sieht offener aus, als sie ist

The Bard’s Tale IV – die Welt sieht offener aus, als sie ist

Zumindest gibt es bestimmte Punkte, zu denen Du Dich teleportieren kannst. Dann ist die Rennerei nicht gar so lästig. Es gibt aber auch Orte, die einfach schön sind.

The Bard's Tale IV – einfach schön

The Bard’s Tale IV – einfach schön

Wenn Du willst, kannst Du auch auf Bewegung im Raster umstellen und wie früher Deine Karte auf kariertem Papier zeichnen. Notwendig ist es aber nicht.

Bei The Bard’s Tale IV auf ein Schnäppchen warten

Es macht schon Spaß, auch wenn man mehr daraus hätte machen können. Es ist ein solides Spiel für Linux, bei dem Taktiker und Rätsel-Freunde auf ihre Kosten kommen. Hartgesottene RPG-Fans und Dungeon-Crawling-Experten müssen sich etwas an das Spiel gewöhnen, glaube ich. Für einen Dugenon Crawler gibt es zu wenig Verliese. 🙂

The Bard's Tale IV – unter Skara Brae ist es ziemlich düster

The Bard’s Tale IV – unter Skara Brae ist es ziemlich düster

Wer einen echten Dungeon Crawler für Linux sucht, ist vielleicht bei Legend of Grimrock besser aufgehoben. Leider ist der zweite Teil nie nativ für Linux erschienen. Echte RPGs gibt es viele für Linux. Dazu gehören Wasteland 2 / 3 und auch Pillars of Eternity. Leider gibt es Baldur’s Gate 3 nicht für Linux, aber die isometrischen Vorgänger laufen. Hinzu kommen Icewind Dale, Neverwinter Nights und so weiter. Die Spiele gibt es alle für wenig Geld für Linux und immer wieder als Sonderangebote. Die Spiele sind alt, das ist richtig. Gut sind sie aber trotzdem. Vor allen Dingen haben sie eine Tiefe, die moderne Spiele zu oft vermissen lassen. – meine Meinung.

Spaß macht es schon, aber ob es mir den vollen Preis wert wäre, kann ich gerade nicht sagen. Ich bin mir relativ sicher, dass Spiele wie diese früher oder später in einem Humble Bundle als Schnäppchen auftauchen. Wer warten kann … diese Strategie werde ich bei Wasteland 3 fahren. Ich habe noch viele andere Spiele, die ich bisher mangels Hardware nicht spielen konnte. Irgendwann bekomme ich Wasteland 3 schon als Sonderangebot.

Schneemann-Schlacht: Ein paar Ostereier haben die Entwickler auch versteckt

Schneemann-Schlacht: Ein paar Ostereier haben die Entwickler auch versteckt

Als Mindestanforderungen sind für Linux angegeben:

  • 64-Bit-Prozessor und -Betriebssystem
  • Betriebssystem: Ubuntu 18.04 oder höher
  • Prozessor: Intel Core i5-2500K oder gleichwertig
  • Arbeitsspeicher: 8 GByte RAM
  • Grafik: NVIDIA GeForce GTX 760 oder Radeon HD 7970
  • Speicherplatz: 43 GByte

Tipps und Tricks für The Bard’s Tale IV – Vorsicht, ab hier Spoiler!

Im Director’s Cut von The Bard’s Tale IV gibt es auch den zusätzlichen, aber schweren Dungeon Haernhold oder Haernfeste (auf Deutsch). Sobald Du den Wächter der Feste (erster Golem) besiegt hast, kommst Du in eine große Halle. Für einen kurzen Moment dachte ich, dass ich the best song in the world spielen müsste. 🙂

Ist das der Beelzeboss

Ist das der Beelzeboss?

Das Verlies hat es in sich, aber es lohnt sich, es zu durchforsten. Du bekommst nicht nur gute Ausrüstung, sondern auch einen Schlüssel, mit denen Du die Zwergen-Schatullen öffnen kannst.

Zwergen-Schatulle in The Bard's Tale IV

Zwergen-Schatulle in The Bard’s Tale IV

Dort befinden sich die besten Waffen im Spiel und damit wird der Endgegner fast schon zur Lachnummer. Also ich fand Haernfeste herausfordernder als die letzten Gegner.

Die Zwege stellen eben doch die besten Waffen her …

Die Zwege stellen eben doch die besten Waffen her …

Vom Grabhügel der Maid kannst Du Dich übrigens noch zur Haernfeste teleportieren – sonst aber nirgendwo mehr hin. Solltest Du so weit sein, würde ich Dir einen Besuch in den alten Zwergenruinen auf jeden Fall empfehlen. Das lohnt sich und macht Spaß.

Die Golems oder Wächter des Königs kann man mit ein bisschen Taktik und Geschick schlagen. Der König selbst und die beiden Röhrlinge (Redcaps – saublöde Übersetzung, finde ich – Schwammerl sind es ja nicht) sind unglaublich stark. Allerdings lassen sie sich mit der richtigen Taktik schlagen und sie machen dabei keinen Stich.

König und Röhrlinge in der Haernfeste schlagen

In der Haernfeste triffst Du nicht nur die üblichen Gegner plus ein paar echt große Golems, sondern auch einen Dämon. Das Vieh sieht so aus und Du begegnest dem Monster gleich doppelt. Es hat unterschiedlich hohe Lebenspunkte, aber die Taktik bleibt gleich. Mein Setup hat 2 Barden, genug zu Saufen für die Kollegen (Zauberpunkte), 2 Krieger, ein Magier und ein Gauner. Einer meiner Barden hat die Tortuga Brosche an, die Du während Tortugas Bad bekommst. Ich habe sie nicht geopfert, sondern behalten. Mit dem Ding kann der Barde so viel trinken, wie er will und wird dabei nicht betäubt.

Das ist übrigens der Röhrling bei der zweiten Begegnung – da ist er schon wütend. Fast 5000 Lebenspunkte und 83 Rüstung:

Wütender Röhrling – Enraged Redcap

Wütender Röhrling – Enraged Redcap

Dir fällt vielleicht ein Herz auf. Das kommt daher, weil einer meiner Bardinnen ein Grosser Troubadour ist. Bei Start des Kampfes verliebt sich eine Kreatur in Dich und greift 3 Runden lang nicht an. Diese drei Runden nutzt Du für Vorbereitungen. Bei einem Krieger habe ich Kodex der Ehre und eine Kriegsstandarte ausgerüstet. Wird die Fähigkeit Zu mir! aktiviert, kosten Bewegungen zu diesem Charakter keine Aktionspunkte. Das hilf in den schwereren Kämpfen sehr.

Der Röhrling ist außerdem anfällig für Lied des Zwanghaften Herumspringens. Damit bindest Du ihn an einen Barden und er muss tanzen. Das heißt: Am Ende eines jeden Zuges muss Dein Barde vor dem Vieh stehen und es tanzen lassen – dann kann es nicht angreifen.

Das Problem ist, dass diese Fähigkeit eigentlich eine zu lange Abklingzeit hat. Hier kommt Bardin 2 ins Spiel. Sie ist mit Rhytmus von Duotime ausgestattet und damit senkt sich die Abklingzeit aller Fähigkeiten um 1. Solltest Du eine Runde für weitere Vorbereitungen brauchen – der Gegner tanzt zwei Runden vor dem Barden, sollte er keinen Schaden nehmen.

Das war es dann bald mit dem Vieh

Das war es dann bald mit dem Vieh

Hilfreich bei diesem Kampf ist auch Schleichender Angriff bei Magier und Dieb / Gauner, die mit Dolchen ausgerüstet sind. Ist das der Fall, können sie nach jedem Angriff auf einen beliebigen Platz in der hinteren Reihe springen. Damit tauschst Du die beiden aus, ohne dass es Dich Aktionspunkte kostet. In der Haernfeste sind außerdem Angriffe oder Waffen vorteilhaft, die Rüstung entfernen.

Diese Taktik funktioniert genau gleich mit dem Zwergen-König in der Haerenfeste.

Die 4×99 Berserker schlagen – die Legionen von Baron Harkyn

Diese Aufgabe ist eine Hommage an das erste Bard’s Tale. Es kommen 99 Wellen mit jeweils 4 Berserkern. Die sind nicht besonders stark, aber der Kampf zieht sich. Mit meiner Methode habe ich pro Zug eine Welle ausgelöscht. Auf jeden Fall helfen hier Pfeilregen und Kaels Ansatz.

Mit Pfeilregen wirst Du die beiden hinteren Berserker in jeder Runde los. Einen Berserker haue ich so platt und den anderen lasse ich auf einen meiner Tanks kloppen, der allerdings durch Kaels Ansatz geschützt ist. Somit tötet sich der Berserker selbst und es kommt die nächste Welle. Der Vorteil hier ist, dass ich bei jeder neuen Welle einen neue Zug bekomme. Die 396 Berserker hatten leider überhaupt keine Chance.

Die Legionen des Baron Harkyn  …

Die Legionen des Baron Harkyn  …

Ich hingegen war um fast 40.000 Erfahrungspunkte reicher.

Das gibt ordentlich Erfahrungspunkte

Das gibt ordentlich Erfahrungspunkte

Sobald Du Zutritt zu der Burg hast, sind die 4×99 Berserker mit der richtigen Taktik ein Kinderspiel.

Einfach noch ein paar Eindrücke

Hier noch ein paar Screenshots, die ich während meiner Reise in The Bard’s Tale IV gemacht habe.

Endlich ist die Runen-Tür offen

Endlich ist die Runen-Tür offen

Noch ein Osterei und ein ironischer Seitenhieb auf The Bard's Tale ARPG

Noch ein Osterei und ein ironischer Seitenhieb auf The Bard’s Tale ARPG

Haernhold …

Haernhold …

Oh! Helden!

Oh! Helden!

Skara brennt – schnell, die Tränenvase …

Skara brennt – schnell, die Tränenvase …

Es muss kalt sein, wenn sich die beiden am Lagerfeuer wärmen

Es muss kalt sein, wenn sich die beiden am Lagerfeuer wärmen

Das Ding muss nach unten …

Das Ding muss nach unten …

Nicht kleckern, klotzen!

Nicht kleckern, klotzen!

Beleuchtet ist das viel schöner

Beleuchtet ist das viel schöner

OK, er noch und dann ist es aber gut …

OK, er noch und dann ist es aber gut …

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