NordVPN Meshnet – was ist es und wie funktioniert das Mesh?

Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

NordVPN bietet eine Funktion an, die sich Meshnet nennt. Diese Funktion ist ziemlich cool. Du kannst damit ein virtuelles privates LAN erstellen und sicher auf andere Geräte im gleichen Meshnet zugreifen. Dabei darfst Du nicht nur zehn eigene Geräte in diesem virtuellen Netzwerk verbinden, sondern auch bis zu 50 Fremdgeräte. NordVPN* macht es damit super einfach, ein virtuelles privates LAN oder vLAN zu erstellen und das mit allen Geräten, für die es einen Client gibt. Teste es einfach selbst, weil es eine 30-tägige Geld-Zurück-Garantie gibt.

Ein virtuelles privates LAN? Du kannst es vergleichen, als würden sich alle Geräte im gleichen WLAN befinden, nur dass das Netzwerk virtuell und nicht zum Beispiel Dein Heimnetzwerk ist. Allerdings befindet sich NordVPNs Meshnet im sicheren Tunnel und niemand von außerhalb kann darauf zugreifen. Deine Geräte sind also geschützt.

NordVPNs Mesh bietet noch eine weitere ziemlich coole Funktion. Du kannst Deinen Traffic über jedes andere Desktop-Gerät in diesem virtuellen LAN leiten, mit nur einem Klick. Dann benutzt Du die IP-Adresse dieses Geräts – das nicht zwingend mit dem VPN verbunden sein muss, aber kann.

NordVPN Meshnet kurz erklärt

Möglicherweise hört sich die Sache nun ziemlich kompliziert an, ist sie aber nicht. Nehmen wir ein praktisches Beispiel – auf allen Geräten ist der Client von NordVPN installiert:

  • Gerät A: Ein Windows-Rechner, der in Deutschland steht
  • Gerät B: Das ist ein Raspberry Pi, der sich in Österreich befindet
  • Gerät C: Dein Android-Smartphone, das immer mit Dir unterwegs ist

Ist bei diesen drei Geräten Meshnet aktiviert, dann sehen sie sich bereits. Sie befinden sich in einem privaten, virtuellen Netzwerk und können untereinander kommunizieren (bidirektional), sofern sie irgendeine Verbindung zum Internet haben.

Mehrere Rechner in NordVPNs Meshnet – virtuelles privates LAN
Mehrere Rechner in NordVPNs Meshnet – virtuelles privates LAN

Ein Zugriff auf die anderen Geräte ist über die ihnen zugewiesene IP-Adresse möglich oder via speziellen Hostnamen, der Deinem Windows, Linux, Android und so weiter zugewiesen wird.

Zusammengefasst: Ist auf den drei hier beschriebenen Geräten Meshnet aktiviert, können sie miteinander kommunizieren, als würden sie mit dem gleichen Access Point verbunden sein – es wird ein spezielles Subnet angelegt, in dem sich die Geräte befinden.

So sieht unser Beispiel-Meshnet aus
So sieht unser Beispiel-Meshnet aus

Das bedeutet, ich kann vom Raspberry Pi oder dem Android Smartphone über das gemeinsame Subnet auf eine Windows-Freigabe zugreifen. Natürlich funktioniert das auch mit mehreren Windows-Rechnern und einem Linux-Server, auf dem die NordVPN App läuft.

Eigene und externe Geräte

Auf die oben beschriebene Weise darfst Du bis zu 10 eigene Geräte miteinander verbinden. Du musst nur die NordVPN App installieren und Meshnet aktivieren. Deine Geräte erscheinen automatisch.

Allerdings hast Du auch die Möglichkeit, bis zu 50 externe Geräte zu verbinden. Diese Verbindungen erfolgen auf Einladung. Du musst die E-Mail-Adresse der anderen Partei kennen und darfst dann eine Einladung verschicken. Jede externe Verbindung ist isoliert – auch das sind wiederum private Netzwerke.

Mesh aktivieren

Damit Du NordVPNs Mesh nutzen kannst, musst Du es zunächst aktivieren. Allerdings bietet jede aktuelle App des VPN-Anbieters diese Option. Das gilt für Windows, Android, macOS und iOS sowie der Kommandozeilen-Client für Linux. Nachfolgend ein paar Anleitungen, wie Du die Funktion aktivierst.

Hinweis: Sofern Du kein NordLynx (WireGuard) nutzt, stellt die App bei der Aktivierung von Meshnet darauf um. Das VPN-Protokoll WireGuard ist die Voraussetzung für die Funktion.

Unter Windows

NordVPNs Meshnet unter Windows zu aktivieren, ist super einfach. In der App klickst Du links auf das entsprechende Symbol und aktivierst den Schalter rechts oben.

NordVPN Meshnet unter Windows aktivieren
NordVPN Meshnet unter Windows aktivieren

Danach ist die Funktion aktiviert und mehr musst Du nicht machen.

Meshnet unter Android aktivieren

Bei der Android App funktioniert es ähnlich, nur dass die Schaltfläche am unteren Ende ist. Als Bild siehst Du das einfacher.

NordVPN Meshnet unter Android aktivieren
NordVPN Meshnet unter Android aktivieren

Meshnet mit Linux nutzen

NordVPNs Linux-App läuft nur in der Kommandozeile. Trotzdem ist eine Aktivierung der Funktion auch nicht schwer:

nordvpn set meschnet on

Hier als Bild, damit Du siehst, wie einfach das ist.

Meshnet unter Linux aktivieren
Meshnet unter Linux aktivieren

Die Verwaltung der Clients funktioniert ebenfalls über die Kommandozeile und ist etwas komplexer als bei den grafischen Apps unter Windows, Android, iOS und macOS. Am besten startest Du mit diesem Befehl:

nordvpn meshnet --help

Damit bekommst Du einen Überblick, was alles möglich ist. So findest Du etwas schnell heraus, wie Du Dir die Peer-Liste anzeigen lässt.

nordvpn meshnet peer list
Es ist gar nicht so kompliziert
Es ist gar nicht so kompliziert

Toll ist auf jeden Fall, dass NordVPN hier auch seine Nische mit der neuen Funktion bedient. Das funktioniert mit Ubuntu, Linux Mint und auch Raspberry Pi OS.

Sämtlichen Traffic durch einen Peer leiten

Aktivierst Du die Funktion, sämtlichen Datenverkehr durch einen der Peers zu leiten, benutzt Du das Gerät sozusagen als Router. Als Router kannst Du aber nutzt die Desktop-Apps und nicht die mobilen nutzen.

Damit Du einen Client als Router nutzen kannst, musst Du allerdings das Routing durch das jeweilige Gerät erlauben. Bei der Aktivierung der Funktion fragt Dich die App aber, ob Du das zulassen möchtest.

Windows via Meshnet durch einen anderen Client routen

Angenommen auf dem oben beschriebenen Gerät B (der Raspberry Pi) ist das Meshnet aktiv und Routing ist erlaubt. Nun klickst Du auf Deiner Windows App auf die Schaltfläche, mit der Du Deine VPN-Verbindungen aktivierst. Dort findest Du einen neuen Punkt Geräte im Meshnet und da wiederum den Raspberry Pi, der Traffic Routing akzeptiert.

Geräte, über die Du Traffic routen kannst
Geräte, über die Du Traffic routen kannst

Nun musst Du nur auf das Gerät klicken und benutzt das andere Gerät bereits als Router. Dabei ist es übrigens egal, ob das andere Gerät mit einem VPN-Server verbunden ist oder nicht. Ist Gerät B nicht mit einem VPN-Server verbunden, benutzt Du einfach die IP-Adresse des ISPs, das ihm zugewiesen ist. Ist Gerät B mit der Schweiz verbunden, sind alle anderen Clients, die den Traffic darüber umleiten, ebenfalls mit der Schweiz verbunden. Änderst Du das Land des Servers auf Deinem Gerät B, wirkt sich das auf alle Geräte aus, die es als Router benutzen – wie bei einem echten VPN-Router eben auch.

Mit Android und anderen Apps funktioniert das ähnlich. Der Anwendungsfall für ein Routing durch ein Gerät, das nicht mit dem VPN verbunden ist? Du würdest in meinem Fall mit einer IP-Adresse eines österreichischen ISPs im Internet surfen, egal, wo Du bist. So eine IP-Adresse lässt sich kaum geografisch sperren – es ist eine IP-Adresse für Privatnutzer.

NordVPN 30 Tage testen

Klar kannst Du Dich mit NordVPN im Ausland auch so mit Österreich verbinden, um Servus TV zu schauen. Es gehört zu den besten VPNs für Österreich.

Du musst die Funktion erst aktivieren, damit Du sie nutzen kannst

Was sich NordVPN hier für seine App ausgedacht hat, ist wirklich schick. Insbesondere ist ein Einsatz ein totales Kinderspiel.

Time needed: 10 minutes.

Damit Du NordVPNs Meshnet nutzen kannst, sind ein paar Schritte notwendig.

  1. NordVPN holen

    Zunächst einmal benötigst Du ein Abonnement von NordVPN*. Du musst Dich an der App anmelden können – nicht zwingend mit dem VPN verbinden, aber ein Abo haben.

  2. App installieren

    Installiere die App. Der Anbieter stellt für alle populären Betriebssysteme Clients zur Verfügung: Windows, Android, macOS, iOS und Linux, sogar für den Raspberry Pi. Bei allen Apps ist Meshnet enthalten.

  3. Meshnet aktivieren

    Aktiviere NordVPNs Mesh. Bei den grafischen Apps ist das ziemlich gleich. Finde die Schaltfläche für das Meshnet und aktiviere die Funktion. Alle Deine Geräte sehen sich dann und können miteinander in einem gleichen Subnet kommunizieren. Schneller kannst Du kein vLAN aufbauen.

  4. Optional: Traffic durch Meshnet routen

    Die Desktops darfst Du auch als Router benutzen. Dazu musst Du das Routing erlauben. Für Geräte mit nativem NordVPN-Client ist das bequem. Gibt es keine nativen Apps für etwa Smart-TVs, musst Du einen echten VPN-Router einsetzen.

Sobald die ganze Sache aktiviert ist, kannst auf die Rechner in Deinem vLAN nun via Subnet-IP-Adresse oder zugewiesenen Domain-Namen (endet auf .nord) zugreifen

FAQ – häufig gestellte Frage zu Meshnet

Wie viele Geräte kann ich mit NordVPN Meshnet benutzen?

Du kannst 10 Deiner Geräte in einem Meshnet vereinen und bis zu 50 externe Geräte einladen. Verwechsle das nicht mit den 6 simultanen NordVPN-Verbindungen. Das sind die gleichzeitigen Verbindungen mit einem VPN-Server. Ein Mesh-Client muss nicht zwingend mit einem VPN-Server verbunden sein.

Was ist NordVPNs Mesh?

Im Endeffekt ist es ein privates virtuelles LAN (vLAN). Du kannst Geräte sehr einfach im gleichen Subnet vereinen, sodass sie miteinander kommunizieren können – sie müssen lediglich mit dem Internet verbunden sein, der Standort ist irrelevant.

Kostet NordVPN Meshnet extra?

Nein! Die Funktion ist in Deinem Abonnement enthalten. Du kannst sie nutzen, musst das aber nicht tun.

Ist NordVPNs Mesh ein Ersatz für einen Router?

Jein. Die Funktion ist ähnlich, aber auf den Geräten muss die NordVPN App installiert sein. Willst Du den Datenverkehr eines Geräts routen, für das es keine native App gibt, benötigst Du einen echten VPN-Router.

Wie funktioniert NordVPN Meshnet?

Total einfach! Die Funktion ist in jedem Client enthalten und Du musst sie nur aktivieren. Das sind ein paar Klicks und die Sache läuft.




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