Matomo Plugin für WordPress (Piwik) intgriert sich vollständig (Beta)

17 Oktober 2019 2 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Matomo, früher Piwik, gibt es nun als komplettes Plugin für WordPress – zumindest als Beta-Version. Das klingt vielleicht etwas verwirrend, denn es gibt bereits ein Matomo Plugin für WordPress. Dafür brauchst Du aber eine separate Matomo-Installation. Mit diesem Plugin installiert und integriert sich das komplette Matomo in WordPress und das ist der große Unterschied.

Bevor Du nun sofort installieren möchtest, solltest Du ein paar Kleinigkeiten beachten.

  1. Es ist eine Beta-Version und selbst die Entwickler raten vom Einsatz in produktiven Umgebungen ab.
  2. Du brauchst mindestens WordPress 4.8 (bis 5.2 getestet) und PHP 5.5.9. Weiterhin empfehlen die Entwickler MySQL 5.1 oder höher.

Matomo Plugin für WordPress

Hast Du wie ich eine Test-Instanz von WordPress, kannst Du das Plugin ausprobieren. Die Zip-Datei der Beta-Version findest Du hier (zirka 18 MByte). Der Quell-Code liegt bei GitHub.

Hast Du die Zip-Datei heruntergeladen, kannst Du das Plugin auf zwei verschiedene Arten installieren. Du kannst es direkt über die WordPress-Installation hochladen. Das würde über die Plugins funktionieren.

Matomo Plugin für WordPress direkt im Backend hochladen

Matomo Plugin für WordPress direkt im Backend hochladen

Kommt es hierbei zu einem Fehler, dann entpacke die Datei am besten auf Deinem Server und schiebe den Ordner in das Verzeichnis wp-content/plugins Deiner WordPress-Installation. Voraussetzung ist natürlich, dass Du Zugriff darauf hast. Bei meinem WordPress 5.2 hat das Hochladen via Backend funktioniert.

Ist die Sache installiert, ist sie aber noch lange nicht aktiviert. Das darfst Du selbst erledigen.

Das Plugin ist erfolgreich installiert

Das Plugin ist erfolgreich installiert

Mit dem Shortcode matomo_opt_out (eingeschlossen in eckige Klammern [] – kann ich nicht ander angeben, da es umgewandelt würde 🙂 ) darfst Du Deinen Besucher auch gleich die Möglichkeit für ein Opt-Out zur Verfügung stellen.

Nach der Aktivierung kommt sogar echtes Matomo Feeling auf.

Matomo Plugin für WordPress ist erfolgreich aktiviert

Matomo Plugin für WordPress ist erfolgreich aktiviert

Klar, dass da nicht viel los ist, direkt nach der Aktivierung. Außerdem ist die Test-Instanz hinter einem Passwort verborgen.

Hat natürlich viele Vorteile

Die Bereitstellung eines solchen Plugins hat natürlich jede Menge Vorteile. Zirka 30 % aller Websites im Web laufen mit WordPress und Matomo bisher daran anzubinden, war nicht ganz trivial. Du brauchtest eine separate Instanz. Sagen wir so, dass die Nutzung von Google Analytics bisher wesentlich bequemer war. Natürlich wollen die Entwickler, dass sich ihre Software weiter damit verbreitet.

Der Ansatz ist aber wirklich nicht schlecht. Anwender können nun von Google Analytics relativ einfach Abkehr nehmen. Schön ist auch, dass Du keine zwei Installationen separat administrieren musst. Damit sind WordPress und Matomo unter einem Dach. Das hat nicht immer Vorteile, muss man auch ehrlich sagen, aber für den Großteil der Websites ist es auf jeden Fall eine attraktive Lösung.

Die Entwickler raten sogar zu einer separaten Instanz, wenn Du eine Website mit hohem Traffic hast. Den Grund brauche ich Dir als erfahrenen Admin nicht erklären. 😉 – Auf jeden Fall geben die Entwickler als Richtwert 500.000 Seitenansichten pro Monat als Grenze.

Das Plugin ist DSGVO-konform. Weiterhin funktioniert es reibungslos mit diversen E-Commerce-Lösungen wie zum Beispiel Woocommerce, Easy Digital Downloads und MemberPress. Im Laufe der Zeit sollen noch weitere dazukommen.

Mehrere Websites und User nicht möglich

Der wohl entscheidendste Nachteil ist, dass bei Matomo für WordPress kein Website- und User-Management möglich ist.

Danke für den Hinweis in den Kommentaren: Beim User-Management ist gemein, dass keine Nutzerverwaltung direkt im Plugin möglich ist. Das User-Management wird über WordPress bewerkstelligt.

Solltest Du mehrere Websites haben und möchtest sie mit einer Matomo-Installation verarbeiten, musst Du auf die bisherige Lösung mit einer separaten Installation setzen.

Die Entwickler erklären in der offiziellen Ankündigung weitere Unterschiede zwischen der herkömmlichen Installation und Matomo Plugin für WordPress. zum Beispiel ist das Matomo HTTP API nicht verfügbar und Du sollst stattdessen das WordPress REST API nehmen.

Ebenso steht der Marketplace nicht zur Verfügung und Du kannst individuelle Core Plugins nicht deaktivieren. Bei einer WP Multisite funktioniert der Tag Manager nicht. Das mag nun alles schrecklich klingen, aber die meisten Betreiber einer WordPress-Installation werden das nicht brauchen.

Ein etwas unschöneres Problem ist, dass die mobile App von Matomo für Android und iOS mit der Plugin-Lösung nicht funktioniert.

Dafür will es Dir das Plugin so einfach wie möglich machen und konfiguriert zum Beispiel Geolocation automatisch. Du musst außerdem keinen Cronjob anlegen, um Berichte zu generieren.

Grundfunktionen bei Matomo Plugin für WordPress sind kostenlos

Wie die Standard-Lösung von Matomo ist auch das WordPress Plugin kostenlos. Die meisten Premium Plugins sollen laut eigenen Angaben funktionieren. Wie und wann, weiß ich nicht, da ich keines davon benutze.

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2 Kommentare zu “Matomo Plugin für WordPress (Piwik) intgriert sich vollständig (Beta)”

  1. Lukas sagt:

    Hallo,

    Eine kleine Anmerkung: Usermanagement ist möglich, da die User von WordPress verwendet werden. In den Einstellungen kann man dann auswählen, welche WordPress User-Gruppen auf Matomo zugreifen dürfen.

    • jdo sagt:

      OK, danke für den Hinweis. Dann steht es aber in der offiziellen Ankündigung falsch oder schwamming drin: "There are no users and no website management in Matomo for WordPress. This is entirely managed in WordPress"

      Ich habe es oben aber ausgebessert und klargestellt.

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