Linux-Kernel 5.15 ist veröffentlicht – verbesserter NTFS-Treiber

Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Linus Torvalds schreibt, dass es ruhig gewesen ist und er keinen Grund sieht, einen weitere RC zu veröffentlichen. Die letzte Woche bestand zum Großteil aus Fixes in den Bereichen Netzwerk und GPU. Insgesamt ist die Version 5.15 relativ klein und die Entwicklung war ruhig.

Linus Torvalds hat Linux-Kernel 5.15 veröffentlicht
Linus Torvalds hat Linux-Kernel 5.15 veröffentlicht

Eine nennenswerte Neuerung ist ein neuer NTFS-Treiber. Ein Zugriff auf NTFS-Partitionen war bisher auch schon möglich, aber Du hast dafür wahrscheinlich den User-Space-Treiber ntfs-3g benutzt. Alternativ dazu hat die Firma Paragon Software einen Treiber angeboten, der viel schneller ist. Das Unternehmen ist auf Dateisysteme spezialisiert und stellt Treiber zur Verfügung, damit Du etwa unter Windows oder macOS auf ext2/3/4-Dateisysteme zugreifen kannst. Für den neuen NTFS-Treiber hat Paragon Software den Code beigesteuert.

Mit ksmbd steht ein Kernel-Modul zur Verfügung, das ein Server-seitiges SMB3-Protokoll mit sich bringt. Das Ziel an dieser Stelle ist verbesserte Performance. Das Modul soll kein Ersatz für Samba sein, weil es umfassendere Tools, Security-Services, LDAP und Active Directory Domain Controller mit sich bringt. Es ist eher eine Erweiterung, um optimaler unter Linux zu laufen.

Alle Details zu Linux-Kernel 5.15

Gibt es eine neue Linux-Version, führt mein erster Besuch zu den Kernel Newbies. Es gibt keine Website, die die Neuerungen so im Detail und vor allen Dingen verständlich darlegt wie dieses Portal. Manchmal musst Du etwas warten, bis die neueste Version im Detail beschrieben wird, bei 5.15 haben wir allerdings Glück.

Du findest hier alle Informationen zu Linux-Kernel 5.15. Schön ist auch, dass im ersten Punkt die nennenswertesten neuen Funktionen beschrieben sind.

Den Code für den neuesten Kernel findest Du bei kernel.org. Wann die neuesten Versionen in die Distributionen aufschlagen, kommt auf die jeweiligen Firmen oder Maintainer an.

Für Ubuntu findest Du Pakete zum aktuellen Kernel, aber eine Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr. Die Pakete Mainline Test richten sich an Entwickler und Leute, die ihr System wiederherstellen können. Vielleicht experimentierst Du damit am besten in einer virtuellen Maschine oder mit einem Rechner, der nicht produktiv genutzt wird.

Denkbar ist auch ein Raspberry Pi und eine spezielle microSD-Karte, da es auch für die Plattform arm64 Pakete gibt.

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