Home Office – auch ein paar Gedanken dazu und wie ich das mache

5 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Auf osbn.de habe ich kürzlich ein paar Beiträge gelesen, die sich mit dem Thema Home Office befassen. Ich kann bestätigen, was Ferdinand in Sachen Disziplin schreibt. Du brauchst eine gewisse Disziplin, damit Du Dich nicht zu sehr ablenken lässt. Natürlich spielt es auch eine große Rolle, ob Du alleine wohnst oder mit mehreren Menschen zusammen und wie viel Platz Dir insgesamt zur Verfügung steht. Ich habe einen anderen Dämon im Home Office, den ich zum Schluss beschreibe.

Ein eigenes Arbeitszimmer (glücklich ist, wer eins hat) brauche ich allerdings nicht zwingend. Allerdings kommt es wohl auf die Gewohnheit an und wie sehr man sich ablenken lässt. Was hier aber beschrieben ist, dass Rituale helfen, kann ich teilweise bestätigen. Espresso und großes Glas Wasser leiten bei mir den Tag im Home Office ein. In der ersten Stunde kommen dann eine Katze nach der anderen, um Guten Morgen zu sagen, aber auch das gehört zum morgendlichen Ritual. Es hilft mir beim Aufwachen.

Guten Morgen!

Guten Morgen!

Ich wandere gerne umher

Das eigene Arbeitszimmer wäre mir sogar zu langweilig. Ich habe den Tapetenwechsel gerne, auch wenn es in den eigenen vier Wänden ist. Ich schnappe mir mein InfinityBook und begebe mich auf die Couch oder setze mich in den Bean Bag. Dann geht es später wieder an den Schreibtisch. Das bewirkt bei mir tatsächlich, etwas aus dem Trott zu kommen.

Anders gesagt: Ich muss mich wohlfühlen, sonst macht es mir keinen Spaß und ich bin weniger effizient.

Ich bin es aber auch gewohnt, auf Reisen, im Flugzeug, in der Bahn und so weiter schnell etwas zu übersetzen. Das war nicht immer so, aber Übung macht den Meister. Von daher bin ich echt dankbar, dass jemand tragbare Computer erfunden hat. Mein Home Office sieht deswegen derzeit so aus 🙂

Mein Home Office (Quelle: tuxedocomputers.com)

Mein Home Office (Quelle: tuxedocomputers.com)

Es kommt hier natürlich auf die Arbeit an. Ein bekannter ist technischer Zeichner und der kann schlecht mit seinen 3 Bildschirmen schnell auf die Couch umziehen.

Ebenso halte ich es mit den Umgebungsgeräuschen. Oft läuft das Internet-Radio, manchmal der Fernseher und manchmal auch gar nichts. Deutsches Fernsehen kann ich zum Beispiel gar nicht haben, wenn ich mich konzentrieren will oder muss. Englisches Fernsehen hingegen geht. Das hat wohl den Grund, dass ich mich besser konzentrieren müsste, den Inhalt mitzubekommen. Also nehme ich es mehr als Nebengeräusch wahr.

Ablenkung im Home Office

Ablenkung ist bei mir eigentlich kein Problem. Natürlich werde ich im Home Office auch abgelenkt, aber ich kann mich nach einer gewissen Zeit wieder meiner Arbeit widmen. Beziehungsweise mache ich mir einen ungefähren Plan, was ich an einem Tag schaffen möchte und dann sehe ich zu, dass ich das auf die Reihe bekomme. Je mehr ich mich ablenken lasse, desto später kann es werden.

Meine Bastelsachen liegen oftmals neben mir auf dem Schreibtisch. Ist eine Sache festgefahren, versuche ich eine andere. Zumindest hilf es mir, mich eine Weile mit etwas anderem zu beschäftigen, um einen anderen Blick auf die anderen Dinge zu bekommen.

Mittagspause ist viel besser im Home Office

Die Mittagspause gefällt mir viel besser im Home Office. Ich koche mir dann selbst etwas und ruhe mich nach dem Essen oft eine Stunde auf der Couch aus. Nicht selten führt das zu einem Power Nap. Finde ich sehr erfrischend.

Home Office ist gleichzeitig Küche

Home Office ist gleichzeitig Küche

Das eigene Kochen ist auch eine gute Abwechslung zum Bildschirm. Allerdings wird die Mittagspause länger. Je nach Aufwand dauert das Kochen + Essen eine Stunde und dann noch eine Stunde ausruhen. Die Zeit muss ich abends oft wieder anhängen.

Ich kann außerdem selbst entscheiden, wann ich Mittagspause mache. In diese Kategorie fällt auch, dass ich außerhalb der Stoßzeiten einkaufen gehen kann. Solche Faktoren summieren sich, wie gestresst man ist, glaube ich. Komme ich genervt oder entspannt vom Einkaufen heim? War die Mittagspause entspannt oder hektisch?

In einem früheren Job hatte ich 1,5 Stunden einfachen Weg zur Arbeit. Diese 3 Stunden nutze ich heutzutage für Kochen und Sport. Ob ich nun erst um 19 Uhr abends nach Hause komme oder mir meinen Tag selbst einteilen kann und dann bis 19 Uhr etwas schaffe – das ist für mich kein Unterschied. Ich möchte auf jeden Fall nicht mehr tauschen.

Sport hilft … also mir

Irgendwann ist der Kopf so voll, dass ich ihn etwas befreien möchte. Mir hilft da Bewegung. Meist gehe ich am späten Nachmittag eine Stunde joggen oder Rad fahren. Diese Zeit muss ich natürlich auch meist nachholen, aber das ist in Ordnung. Die Stunde Bewegung tut gut und erfrischt.

Ist das Wetter schlecht, habe ich das Glück, einen Crosstrainer zu besitzen. Eine Stunde auf dem Ding hampeln hat auch einen positiven Effekt, aber ich bin eigentlich lieber draußen an der frischen Luft für meine sportliche Betätigung.

Der Trick ist, den Absprung zu schaffen – mein Dämon

Ich finde es eine wesentlich schwieriger, von meinen Aufgaben abzulassen. Habe ich mich in etwas verbissen, dann kann ich kaum loslassen davon. Das verdammte Problem muss ich doch noch lösen lassen!

Wer in einem Büro arbeitet, lässt die Arbeit wohl häufiger dort zurück als Leute, die im Home Office arbeiten. Das Problem weitet sich über das Wochenende aus.

Bei mir ist es oft so, dass ich meine Aufgaben sehr diszipliniert ausführen kann, aber beim Aufhören oder beim Wochenende einhalten wenig diszipliniert bin. Der Fluch ist eben, dass die Aufgaben so greifbar und vor der Nase sind. Nur eine Stunde, dann mache ich was anderes!

Auf der anderen Seite mache ich gerne, was ich mache und damit rechtfertige ich mein Verhalten. Ob das gut ist, weiß ich nicht.

Gibt kein universelles Home Office

Für sich das perfekte Home Office zu finden, ist eine Frage der Zeit. Viele Leute werden hier ins kalte Wasser geworfen und müssen nach und nach für sich herausfinden, wie ihnen die Arbeit von zu Hause aus am besten taugt. Manche werden sich damit arrangieren, andere werden niemals glücklich damit.

Für mich überwiegen die Vorteile, aber ich habe lieber meine Ruhe. Von daher fürchte ich mich schon auf den Ausgangszwang nach der Coronavirus-Pandemie. 😉

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5 Kommentare zu “Home Office – auch ein paar Gedanken dazu und wie ich das mache”

  1. Ingo sagt:

    Hallo Jürgen,

    schön, dass du auch einen Artikel dazu schreibst. Mir gefällt, dass du den Sport erwähnst. Ich finde das Home Office für mich eine Bereicherung. Ich schaffe so viele Dinge so schnell. Das hätte ich nicht gedacht, wie sehr man seine Produktivität noch steigern kann. Zwischendurch mache ich auch Sport. In meiner Firma ist zwar Sport ausdrücklich erwünscht und es gibt einen extra Raum, aber man wird schräg angeschaut, wenn man mal für eine Stunde verschwindet. Wenn es jetzt nicht weiter geht, mache ich Sport. Ich mach seit einiger Zeit Freeletics. Da kann ich ohne Geräte zu Hause trainieren. Wenn schönes Wetter ist, gehe ich mit meiner Sportmatte an die frische Luft. Wenn es nicht so schön ist, kann ich die Übungen auch drin absolvieren. Außerdem kann ich die länge der Trainingseinheiten verkürzen. Ich vermisse keine sozialen Kontakte. Wir benutzen in der Firma zwar fast ausschließlich MS-Produkte, aber es funktioniert für alle DAUs. Da wird schnell das Headset angesteckt und angerufen. Und wenn man etwas zeigen will, überträgt man kurzerhand den Bildschirm. Insofern würde ich gern das Home Office weiterhin beibehalten. Mal sehen, was der Chef dazu sagt...

  2. Was du über das Aufhören und das Wochenende schreibst, ist mir vor Jahren auch schwergefallen. Dann habe ich die 7-Tage-Arbeitswoche eingeführt. Am Wochenende arbeite ich an längeren Artikeln für Zeitschriften. Das gibt mir mehr Ruhe und so schaffe ich einen 3-5-seitigen Artikel komplett mit Bildern etc. abgabefertig an einem Wochenende. Dafür mache ich dann ganze oder halbe Tage unter der Woche frei, so wie es gerade passt. Dieses Schema passt aber auch nicht für jedermann.

  3. Jörg sagt:

    Wie du den Sport in deinen Homeoffice-Alltag integrierst gefällt mir. Ich werde mein Fahrrad aus dem Winterschlaf holen, um damit zwischendurch oder nach der Arbeit eine Runde drehen zu können.

    Zu Freeletics habe ich vor Jahren schon einmal etwas gelesen. Nach dem Hinweis hier, werde ich mir das auch mal wieder ansehen. Vielleicht bleibe ich ja diesmal dran hängen.

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