HDR-Software Photomatix für Linux veröffentlicht – derzeit 50 Prozent Rabatt

15 Juli 2016 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Photomatix ist wahrscheinlich die bekannteste HDR-Software, die es gibt. Bisher gab es auch eine Möglichkeit, Photomatix unter Linux zu nutzen. Dafür musstest Du allerdings Wine einsetzen und die Sache war schon ein bisschen hakelig dann und wann.

Photomatix für Linux ist nicht unbedingt notwendig, denn auch mit Luminance HDR und GIMP lassen sich tolle Ergebnisse erzielen. Das Foto ist zum Beispiel mit dieser Methode entstanden:

Geisterpfeiffenfisch mit HDR

Geisterpfeiffenfisch mit HDR

Aber die kommerzielle Software lässt sich doch einfacher verwenden und Zeit ist auch Geld.

Photomatix für Linux – also Ubuntu

Nun haben die Entwickler eine native Version für Linux zur Verfügung gestellt. Genauer gesagt gibt es Photomatix für Linux derzeit in diesen Varianten:

  • Photomatix für Linux – Ubuntu 16.04 LTS 64-Bit / Linux Mint 18: Download
  • Photmatix für Linux – Frühere Versionen von Ubuntu / Linux Mint (die Entwickler schreiben Ubuntu 12.04 LTS und 14.04 LTS): Download

Eine Installation eines DEB-Pakets muss ich nicht erklären. In der Zwischenzeit reicht auch ein Klick mit der Maus darauf. Dann öffnet sich ein Paket-Installer und fertig.

Über die Kommandozeile ist es natürlich auch möglich – ich bevorzuge das, weil es meist schneller geht: dpkg -i /Pfad/zu/Datei.deb

Sollte es unerfüllte Abhängigkeiten geben, dann ist möglicherweise ein sudo apt-get install -f notwendig. Bei mir unter Linux Mint 18 war das nicht der Fall.

Ob die Software noch für andere Distributionen zur Verfügung gestellt wird oder sie sich via alien installieren lässt, weiß ich nicht.

Bilder laden – Version aussuchen – fertig

Die Benutzung der Software ist einfach. Du lädst die entsprechenden Bilder, stellst unter Umständen ein paar Schalter ein und lässt rechnen. Danach suchst Du Dir die Version aus, die Dir am besten gefällt.

Dateien laden

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Photomatix für Linux - Ergebnis auswählen

Photomatix für Linux – Ergebnis auswählen

Derzeit 50 Prozent Rabatt

Du musst nicht die Katze im Sack kaufen, sondern kannst eine Demo-Version herunterladen. Außerdem ist Photomatix für Linux derzeit 50 Prozent heruntergesetzt. Die Demo-Version funktioniert wie die lizenzierte Variante, allerdings ist ein Wasserzeichen eingebettet.

Anzumerken ist, dass die Software derzeit nur auf Englisch verfügbar ist. Wem das nichts ausmacht, der kann sich die HDR-Software genauer ansehen.

Photomatix für Linux mit 50 Prozent Rabatt

Photomatix für Linux mit 50 Prozent Rabatt

Photomatix für Linux kann mehr als Photomatix Essentials (außer schärfen und anpassen des Kontrasts), aber weniger als Photomatix Pro. Einen Vergleich der Produkte gibt es in dieser Tabelle. Die Anzahl der Fotos mit unterschiedlicher Belichtung ist nicht eingeschränkt. Es gibt Unterstützung für Fotos im RAW-Format. Sehr schade finde ich, dass sich bei der Linux-Version kein HDR aus einem einzigen RAW erstellen lässt. Das ist nicht schlimm, denn ich kann recht schnell aus einem RAW drei oder mehr Bilder mit mehreren Belichtungen erstellen – Zeit hätte es trotzdem gespart. Gerade bei Unterwasseraufnahmen mit sich schnell bewegenden Objekten kann ich keine Bilderreihen (Bracketing) schießen – die Blitze laden schon mal gar nicht so schnell und ein Delfin bleibt keine Sekunde auf der gleichen Stelle. Vielleicht kommt die Funktion ja noch irgendwann.

Ebenso ist das automatische Entfernen von Geistern (Ghosts) möglich. Das sind Bewegungen bei einer Bilderserie, die schlecht vermeidbar sind – wenn sich ein Baum im Wind bewegt zum Beispiel. Genau aus diesem Grund wäre RAW-Fusion schön gewesen. Rauschminderung ist auch mit an Bord und so weiter. Foto-Enthusiasten, die gleichzeitig Linux einsetzen, sollten sich Photomatix für Linux auf jeden Fall mal ansehen. Die Demo-Version kostet wie gesagt nichts und danach kannst Du selbst entscheiden, ob Du eine Lizenz kaufst.

Beispieldateien

Die Entwickler stellen außerdem Beispieldateien zur Verfügung. Mit der Demo-Version von Photomatix für Linux und den Beispielen kannst Du erst einmal experimentieren.

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