Cub Linux wurde aus Chromixium geboren – Google gefiel der alte Name nicht

23 Januar 2016 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Das Projekt Chromixium OS ist nicht tot, sondern wird in Cub Linux umbenannt – mehr oder weniger freiwillig. Der Entwickler schreibt, dass er ein Schreiben von Google bekommen hat, denen der Name Chromixium ein Dorn im Auge war.

Fairerweise muss man dazu sagen, dass der Schrieb von Google ausgesprochen höflich war. Man unterstütze die Kreation eine neuen Open-Source-Betriebssystems, sei aber besorgt, dass manche wegen des Namens Chromixium denken könnten, dass das Projekt von Google gesponsert wäre und mit Chrome OS in Verbindung gebracht wird. Nicht nur der Name sei ähnlich, sondern auch das Prinzip des Betriebssystems. Im Speziellen sei man besorgt, dass Anwender denken, Chromixium hätte die gleichen Security-Funktionen wie Chromium-basierte Systeme.

Aus diesem Grund möchte man, dass der Name geändert wird und nicht mehr ähnlich zu Chrome oder Chromium ist. Da man weiß, dass das keine kleine Aufgabe ist, würde man dem Entwickler auch viel Zeit einräumen.

Anstatt sich mit Google und einer Armee von Anwälten anzulegen, hat sich der Entwickler von Chromixium konstruktiv mit dem für Markenzeichen zuständigen Anwalt von Google ausgetauscht. Man hat sich darauf geeinigt, dass der Name Chromixium ab dem 1. April 2016 nicht mehr verwendet wird. Das gilt für die Domäne, GitHub und auch soziale Medien wie Google+ und YouTube.

Die Wahl fiel auf Cub Linux

Cub Linux sieht so aus (Quelle: cublinux.com)

Cub Linux sieht so aus (Quelle: cublinux.com)

Chromixium wurde von einigen bereits mit CMX oder CrMx abgekürzt. Allerdings gibt es diverse Firmen mit diesem Namen und der Entwickler wollte nsich nicht vom Regen in die Traufe begeben.

Das Projekt dreht sich um Chromium und Ubuntu und aus diesem Grund fiel die Wahl auf Cub Linux. Cub ist auch die englische Bezeichnung für ein junges Tier, was wiederum das neue Logo erklärt. Cub Linux ist damit das Jack Wolfskin der Linux-Distributionen … kann man nur hoffen, dass sich die Firma nicht am Logo stört …

Damit der neue Name glasklar ist, wurde Cub Linux® als offizielle Unterlizenz von Linux bei der Linux Foundation registriert. Deswegen findet man auf der Website nun auch den Hinweis:

The registered trademark Linux® is used pursuant to a sublicense from LMI, the exclusive licensee of Linus Torvalds, owner of the mark on a world-wide basis.

Wie schon erwähnt basiert Cub Linux auf Ubuntu, bringt aber die besten Aspekte des Chromium Browsers mit ein. Dazu gehören Geschwindigkeit, Google-Integration, Web Apps und so weiter. Das Betriebssystem ist so flexibel und leistungsstark wie Ubuntu, lässt sich aber sehr ähnlich zu Chrome OS bedienen.

Ich kann mir Cub Linux sehr gut auf älteren Rechnern für Leute vorstellen, die ein einfaches Desktop-System haben wollen. Ein bisschen surfen, ein bisschen Office-Anwendungen und solche Dinge eben. Cub Linux sieht gut aus, keine Frage.

Du kannst das Betriebssystem aus dem Download-Bereich der Projektseite herunterladen. Es gibt Varianten für x86 und x86_64. Letztere unterstützt sogar Secure Boot und somit auch UEFI.

Du kannst gerne Deinen Senf zu diesem Beitrag geben: Hier geht es zu den Kommentaren




Schreiben macht durstig! Eine kleine Erfrischung kann daher nie schaden. Wem dieser freie Artikel gefallen hat, der darf mir gerne einen frisch gezapften Hopfen-Tee ausgeben (Paypal - der Spenden-Knopf
oder bitcoin - Adresse: 1NacVNwcLLePUVv8uSafu5Ykdwh8QyDfgK). Ich freue mich über jede noch so kleine Spende. Vielen Dank und Prost!
 Alle Kommentare als Feed abonnieren

Antworten