Zurück aus dem Urlaub in Bali – Freunde treffen, Tauchen, gutes Essen

2 August 2015 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Der letzte Aufenthalt in Indonesien war etwas länger, aber diesmal ging es in erster Linie darum, einen Freund zu besuchen. Geplant war eigentlich auf Gili, das hat aber leider nicht funktioniert.

Stattdessen haben wir uns zunächst einmal an der Ostküste in Amed getroffen. Dort ist es ziemlich gemütlich, weil es noch nicht total von Touristen überlaufen ist – an anderen Stellen in Bali ist das leider so.

Amed in Bali

Von Amed hat man einen guten Blick auf den Vulkan Agung. Der Vulkan ist aktiv.

Amed mit Blick auf den Vulkan Agung

Amed mit Blick auf den Vulkan Agung

In Amed waren wir mit Euro Dive unterwegs. Den ersten Tag haben wir direkt in der Bucht getaucht. Dort hat man unter anderem Pyramiden aus Betonklötzen versenkt, die ein künstliches Riff darstellen. Tatsächlich tummelt sich da allerlei Leben und man findet sogar diese Kameraden – das sind Blattfische (Leaf Fish). Auch eine Schildkröte gab es zu sehen, die sich gerade ihre Brotzeit einverleibte. Krass waren die unzähligen Blaupunktrochen. Die lagen bei den Pyramiden wirklich überall im Sand herum. So eine Ansammlung habe ich noch nicht gesehen. Hier ein paar Eindrücke …

Unterwasserschildkröte bei der Brotzeit

Meeresschildkröte bei der Brotzeit

Pyramiden in Amed / Bali

Pyramiden in Amed / Bali

Blattfisch (Leaf Fish)

Blattfisch (Leaf Fish)

Blaupunktrochen

Blaupunktrochen

Das ist übrigens ein Blaupunktrochen an einer Putzerstation. Er stellt sich auf, damit die kleinen Putzerfische auch überall gut hinkommen.

Rochen an der Putzerstation

Rochen an der Putzerstation

Am zweiten Tauchtag ging es nach Tulamben und dort betauchten wir das Wrack Liberty. Als Wrack ist das etwas überbewertet, wenn man es mit solchen vergleicht, die ich aus dem Roten Meer kenne. Aber was sich dort unter Wasser tummelt ist schon einen Besuch wert. Man sieht Büffelkopf Papageifische, jede Menge Kleinzeug und auch ein großer Barrakuda erwartete uns beim Einstieg. Das Bild von dem Raubfisch sieht deswegen nach Nachttauchen aus, da wir mehr oder weniger bei Sonnenaufgang ins Wasser sind.

Barrakuda

Barrakuda

Liberty

Liberty

Nach ein paar Tagen Amed haben wir uns dann nach Canggu aufgemacht.

Canggu – an der Westseite von Bali

In Canggu gibt es den berühmten Echo Beach. Die Wellen brechen sich dort teilweise wirklich heftig und deswegen ist es nicht verwunderlich, dass sich dort sehr viele Surfer aufhalten.

Was echt verwunderlich ist, dass sich die nicht gegenseitig mehr über die Birne fahren. Da lauern Dutzende Surfer auf eine gute Welle und wenn dann eine kommt, dann springen X Surfer auf ihre Bretter und sausen los. Das sieht teilweise echt chaotisch aus, scheint aber zu funktionieren.

Echo Beach

Echo Beach

Tannah Lot

Von Tannah Lot hört man viel Gutes. Es ist in der Tat die Touristen-Attraktion Nummer Eins in Bali und der Tempel selbst ist wunderschön. Was sich allerdings darum abspielt ist unglaublich. Lauter Buden und Stände, durch die man erst einmal durchlaufen muss. Jeder verkauft den gleichen billigen Touristen-Scheiß und und und. Dann ist der ganze Ort komplett überlaufen … Absolut schrecklich. Wenn ich gewusst hätte, dass es da so zugeht, wäre ich nicht hin.

Tannah Lot

Tannah Lot

Nach Canggu ging es dann zum nächsten Ziel.

Nusa Lembongan – östlich von Bali

Nusa Lembongan liegt östlich von Bali und dort haben wir mit Two Fish Divers ein paar Tauchgänge gemacht. Geplant waren eigentlich die Putzerstation der Mantas. Dort konnten wir wegen schlechtem Wetter und zu hohen Wellen nicht hin. Dafür haben wir den Norden betaucht und das Riff dort ist wunderschön. So viele kleine Sachen zu sehen und mit einer langsamen Strömung gleitet man einfach am Riff vorbei. Das ist besser als Fernsehen.

Riff in Nusam Lembongan (Norden)

Riff in Nusam Lembongan (Norden)

Whip Coral Shrimp (weiß nicht, wie der auf Deutsch heißt) - nur zirka 2 cm groß

Whip Coral Shrimp (weiß nicht, wie der auf Deutsch heißt) – nur zirka 2 cm groß

Ebenso gibt es auf Nusam Lembongan Mangroven, die man mit einem Roller besuchen kann. Das lohnt sich irgendwie schon. Ist ein recht kurzer Ausflug, macht aber Spaß. Es werden sogar Kajak-Fahrten angeboten.

Mangroven auf Nusa Lembongan

Mangroven auf Nusa Lembongan

Mangroven auf Nusa Lembongan

Mangroven auf Nusa Lembongan

Wir haben leider keine Mantas gesehen. Dafür habe ich erfahren, dass der Manta, den ich vor zwei Jahren in Bali fotografiert habe, regelmäßig gesehen wird. Er ist schwarz, sehr groß und heißt Black Clam. Den hätte ich gerne noch einmal gesehen. Was für ein imposantes Tier. Mehr über Mantarochen kann man auf mantamatcher.org erfahren. Black Clam ist dort übrigens gelistet.

Schwarzer Manta

Schwarzer Manta – Black Clam – aufgenommen 2013 in Bali

Ubud

Ubud wurde eigentlich als Künstler- und Handwerks-Ort bekannt. Ich warvor ein paar Jahren schon mal hier und es war heftig überlaufen. In der Zwischenzeit gleicht das Zentrum (nahe am berühmten heiligen Affen-Wald) aber einem Volksfest. Die ganzen Shops hier verkaufen irgendwie alle den gleichen Souvenir-Scheiß aus Plastik oder T-Shirts und so Zeugs. Es gibt schon noch vereinzelt Läden, in denen man handgemachte Sachen finden kann – danach muss man aber echt suchen. Die Restaurants haben dermaßen überteuerte Preise und verglichen mit Amed zahlt man hier fast das doppelte. Auch hier gilt, wenn man ein bisschen außerhalb isst, bekommt man exzellente Qualität für einen anständigen Preis.

Ich will nicht zu viel meckern, da sich die Unterkunft zentral befand und die Anlage sehr schön war. Aber was aus diesem Ort geworden ist, schockiert mich schon ein bisschen. Zum Glück waren wir nur zwei Tage hier.

Der Kecak (Affentanz) ist aber immer wieder super anzusehen und wir haben uns das auch nicht entgehen lassen. Man kann das nicht wirklich beschreiben, sondern muss man gesehen haben. Zum Glück gibt es YouTube …

Am Tag darauf haben wir uns einen Roller gemietet und sind die 35 Kilometer zum Gunung Batur (Berg Batur / Vulkan Batur) gedüst, beziehungsweise haben uns es am dazugehörigen See gemütlich gemacht. Die Straßen sind abenteuerlich und man muss sich einfach Zeit lassen. Einen Strafzettel gab es auch, da ich keinen internationalen Führerschein dabei hatte. Das ist aber bekannt, dass die Polizei in Bali gerne Touristen aufhält und für irgendetwas zur Kasse bittet. Man bekommt die Option, die Strafe von 500.000 Rupiah (100.000 sind in etwa 7,50 Euro) sofort zu bezahlen oder es über das Gericht zu regeln, dann würde es nur 250.000 kosten. Ich habe 400.000 aus der Tasche gezogen und gesagt, dass ich nicht mehr dabei habe. Das wurde dann auch akzeptiert. Dafür bekam ich ein Ticket mit dem Nummernschild des Rollers und meinem Namen darauf und man sagte mir, dass ich das bei der nächsten Kontrolle vorzeigen soll. Man muss lediglich einmal bezahlen. Eben Pech gehabt, aber davon ließ ich mir den Tag nicht versauen – so sind nun mal die Regeln hier. Die Polizisten waren eigentlich sogar recht nett. Einen Roller hier auszuleihen kostet zirka vier bis fünf Euro pro Tag (leiht man für eine Woche oder einen Monat würde es entsprechend günstiger).

Am Vulkan Batur

Am Vulkan Batur

Kopi Luwak

Bali ist unter anderem für Kopi Luwak bekannt. Luwak ist eine Bohne, die durch den Darm eines Luwaks gewnandert sind. Die Tiere sind so ähnlich wie Meerkatzen. Die Fressen die Bohne also, scheißen sie irgendwann wieder aus und daraus wird dann Kaffee gemacht.

Wer auf die Idee gekommen ist, würde mich auch interessieren. Guck mal, das Vieh hat da etwas ausgeschissen. Lass uns das mal in heißes Wasser werfen und schauen, wie es schmeckt. So toll schmeckt mir das gar nicht, muss ich sagen. Aber die Luwaks sind sehr süß. Diese hier war übrigens nicht angekettet und lief frei herum. Der Besitzer erklärte uns, dass er ihn schon als Baby hatte und aufgezogen hat.

Luwak

Luwak

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