Indonesien und Singapur: Eindrücke aus dem Urlaub und tolle Entdeckung beim Samsung Series 5 Ultra

7 September 2013 5 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

urlaub-logo-150x150Hier sind einige Eindrücke aus meinem doch recht ordentlich langem Urlaub. Wie jeder Urlaub hätte dieser ruhig länger sein dürfen, aber beschweren darf man sich trotzdem nicht. Der Urlaub wurde ein Mix aus Tauchen und an Land Dinge begutachten. Der erste Wegpunkt führte uns nach Manado (Flughafen / Nord-Sulawesi) und zum Tauchen nach Lembeh. Ursprünglich wollten wir nach Raja Ampat. Allerdings war das Saison-bedingt schlechtes Wetter und das muss im Urlaub nicht sein. Indonesien geizt ja nicht mit Inseln und Optionen und die Inlandsflüge sind doch recht erschwinglich.

Lembeh Strait

In Lembeh waren wir ausschließlich zum Tauchen. Das Gebiet gilt als Makro-Paradies.  Man sagt Lembeh Strait nach, die höchste Konzentration an so Kleinvieh unter Wasser zu haben. Das liegt wohl zum einen an der Wallace-Linie und zum anderen, dass die Lembeh Strait selbst sehr geschützt ist. Man sagte uns, dass es kaum Unterschiede bei den Gezeiten gibt und so gut wie nie Wellen. Weiterhin treffen in diesem Gebiet zwei Ozeane aufeinander: Indischer Ozean und Pazifik.

Lembeh

Lembeh

Zwei Ozeane treffen aufeinander

Zwei Ozeane treffen aufeinander

Der Artenreichtum in Lembeh ist jedenfalls gigantisch. Das meiste ist natürlich so genanntes Muck Diving. Also man hat die Nase im Dreck und sucht nach möglichst kleinem und ungewöhnlichen Kleintieren. Das klingt zunächst grausam, wenn man die Bilder von bunten Fischen im blauen Meer vor sich hat, wie es gerne auf Postern zu sehen ist. Aber das macht genauso viel Spaß. Vor allen Dingen findet man so viele unterschiedliche Dingen:

Es gibt verschiedenste Arten von Nacktschnecken, Pygmäenseepferdchen, Garnelen (Shrimps), Mantisgarnelen, Anglerfischen (Frogfish) und auch den Flughahn (Flying Gurnard). Weiterhin findet man Mandarin-Fische und wenn man viel Glück hat begegnet man einem Mimikri-Oktopus. Bis auf letzteres wurden wir mit allem belohnt. Ich lasse an dieser Stelle einfach die Bilder weitersprechen. Auf Lembeh kommt natürlich das Makro-Objektiv zum Einsatz. Bei einigen Bildern weiß ich leider nicht genau, wie das Tier genau heißt oder nur die englische Bezeichnung. Die Bücher decken leider die Artenvielfalt nicht ab. Die Bilder sind auch alle nicht oder nur kaum nachbearbeitet – es kann also zu Backscatter kommen … 😉

Die haben das Ding "Whip Coral Shrimp" genannt ...

Die haben das Ding „Whip Coral Shrimp“ genannt …

Tiger Shrimp - ich habe den Zeigestick links im Bild gelassen, damit man die Dimensionen besser sieht

Tiger Shrimp – ich habe den Zeigestick links im Bild gelassen, damit man die Dimensionen besser sieht

Garnele - das Ding war vielleicht 0,5 cm groß

Garnele – das Ding war vielleicht 0,5 cm groß

Garnele

Garnele

Ausschnitt eines Seeigels

Ausschnitt eines Seeigels

Pygmäenseepferdchen

Pygmäenseepferdchen

Pygmäenseepferdchen in rot

Pygmäenseepferdchen in rot

Pygmäenseepferdchen in gelb

Pygmäenseepferdchen in gelb

Nacktschnecke

Nacktschnecke

Nacktschnecke

Nacktschnecke

Nacktschnecke

Nacktschnecke

Nacktschnecke

Nacktschnecke

Nacktschnecke

Nacktschnecke

Tintenfisch beim Nachttauchen

Tintenfisch beim Nachttauchen

Ein anderer kleiner Sepia

Ein anderer kleiner Sepia

Sehr kleiner Sepia

Sehr kleiner Sepia

Fangschreckenkrebs / Mantis Shrimp

Fangschreckenkrebs / Mantis Shrimp

Mandarinfisch

Mandarinfisch

Gehört zu den Drachenköpfen - keine Ahnung

Gehört zu den Drachenköpfen – keine Ahnung

Ghostepipefish / Geisterpfeiffenfisch

Ghostepipefish / Geisterpfeiffenfisch

Anglerfisch / Frogfish

Anglerfisch / Frogfish

Anglerfisch / Frogfish

Anglerfisch / Frogfish

Flying Gurnard

Flying Gurnard

Einsiedler-Krebs

Einsiedler-Krebs

Shrimps im Doppelpack

Shrimps im Doppelpack

Fazit: Für Makro-Liebhaber ein Muss!

In Lembeh hätte man locker noch eine Woche länger verbringen können, auch wenn es auf der Insel eigentlich nur Tauchen gibt. Wir haben allerdings unsere Koffer gepackt und uns auf den Weg nach Süd-Sulawesi und Bira gemacht.

Bira via Makassar

Von Manado nach Makassar kann man recht bequem fliegen. Um dann allerdings nach Bira zu kommen, muss man fünf bis sechs Stunden im Auto in Kauf nehmen. Man bewegt sich in erster Linie an der Küste entlang und Makassar scheint nie aufzuhören. Der Grund ist, weil die Häuser aus Bequemlichkeit einfach an die Straße gebaut werden. Hinter der Häuserreihe befinden sich oft Reisfelder oder Wald.

Manado -> Makassar (zirka 1,5 Stunden)

Manado -> Makassar (zirka 1,5 Stunden)

Makassar -> Bira (Je nach Verkehr fünf bis sechs Stunden)

Makassar -> Bira (Je nach Verkehr fünf bis sechs Stunden)

Die Fahrt fing eigentlich ganz gut an. Es war ein recht neues Auto und wir zuckelten los. Am Rande der Stadt sollten wir allerdings plötzlich umsteigen. Grund war, dass uns ein Stadt-Taxi bis an diesen Ort gebracht hatte. Zu diesem Zeitpunkt waren wir vielleicht eine Stunde unterwegs. Das erfuhren wir aber erst später und somit war diese Erfahrung erstmal komisch. Die Sache wurde nicht besser, dass wir in ein uraltes Auto umsteigen sollten.

Nach hin- und herdiskutieren und dem Versuch die Organisatoren in Bira zu erreichen sind wir schließlich umgestiegen. Wenigstens hatten wir uns Sim-Karten gekauft und Internet-Zugang. Somit konnten wir zumindest mittels GPS und Google Maps die Fahrt-Richtung überprüfen. Die Organisatoren waren deswegen nicht erreichbar, weil in Bira wieder mal das Funknetz ausgefallen war. Das passiert auch öfters, wie wir später am eigenen Leib erfuhren. Internet und Mobilfunk ist in einigen Bereichen Indonesien echt grausam langsam oder gar nicht vorhanden. In den größeren Gebieten gibt es allerdings 3G. Für eine 30-Tage Flatrate mit zwei GByte (die locker gereicht hatte, da meist sowieso nur Edge verfügbar war) habe ich 60.000 Indoesische Rupien bezahlt (das sind ungefähr vier Euro – die Sim-Karte selbst kostete 3000 Rupien).

Als die Nacht hereinbrach hatten wir eine weitere tolle Überraschung. Wie gesagt war der Kübel echt alt und überall Löcher in den Verkleidungen. Da hatten sich anscheinend kleine Kakerlaken eingenistet, die nachts herauskommen. Somit lagen noch 2,5 Stunden in einem uralten mit Kakerlaken verseuchtem Auto vor uns und die Viecher sind einem dann und wann schon mal über die Füße gekrabbelt. Dummerweise hatten wir einmal das Licht angemacht und da hat es wirklich gewimmelt. Wir hätten das Licht besser auslassen und die Krabbeltiere als Einzelfälle behandeln sollen.

In Bira angekommen wartete erst einmal eine Entschuldigungs-Orgie auf uns und das sei vorher noch nie passiert. Man werde sich das Taxi-Unternehmen zur Brust nehmen und als Entschädigung gab es ein Freibier für jeden. Bier ist relativ teuer in Indonesien (zwischen 35.000 und 45.000 Rupien für ein Bintang). Somit wurde der psychische Schmerz erst mal durch etwas Alkohol gelindert. Von wegen Alkohol kann keine Probleme lösen – in diesem Fall konnte es!

Nach dem Aufstehen am nächsten Morgen gleich eine weitere Überraschung. Also ich hab keine Angst vor Spinnen, aber was da neben unserem kleinen Häuschen im Baum wohnte – Hüte ab. Das Ding war inklusive Füßen so groß wie eine kleine Honigmelone. Es sollte auch nicht die einzige Begegnung dieser Art bleiben, aber die Tierchen waren immer am Wegesrand. Somit sind wir nicht aus Versehen in ein Netz gelaufen.

Das Spinnchen vor dem Tore

Das Spinnchen vor dem Tore

Später fanden wir noch ein Exemplar, bei dem eine sehr kleine rote Spinne auf dem Rücken des Monsters saß. Muss wohl ein Männchen gewesen sein.

Auf der großen Spinne saß noch eine kleine

Auf der großen Spinne saß noch eine kleine

Ansonsten könnte Bira auch locker das Motiv für eine Postkarte sein: Weißer Strand, Palmen und blaues Meer.

Am Strand in Bira

Am Strand in Bira

In Bira tauchen ist interessant. Bis auf einen Tauchgang haben wir immer Haie gesehen. Haie bedeutet aber auch Strömung und bei einigen Tauchplätzen zieht es schon gewaltig. Um so überraschter waren wir, dass die Briefings eher kurz gehalten waren. Gut, der Divemaster hatte nicht die allergrößte Erfahrung und sein Englisch war auch nicht sehr gut. Seine native Zunge war spanisch. Uns war das relativ egal, da wir von vier Leute drei ausgebildete Tauchlehrer mit doch ordentlich Strömungs-Erfahrung haben. Unsere Freunde sind auch England und haben auch schon Wracks im Ärmelkanal betaucht. Aber für die anderen Gäste sind solche Briefings schon sehr knapp: „There is a wall that drops down to 100 metres. Good luck!“

In Bira sollte man sich allerdings benehmen. Die nächste Dekompressionskammer ist in Makassar und wie lange die Autofahrt dahin dauert, habe ich bereits beschrieben. Lieber ein bisschen konservativer und heile aus dem Urlaub zurückkommen. Schildkröten und Haie sieht man auch in fünf bis 20 Metern. Es gibt dort auch Strömungen, die einen nach unten ziehen. In so einem Fall: Weg vom Riff schwimmen und es wird sofort besser. Spaß hat es in Bira trotzdem gemacht, da es touristisch noch sehr wenig entwickelt ist und die Riffe, sowie Unterwasserwelt noch in Ordnung. Das hat natürlich auch den Nachteil, dass die Tierchen eher scheuer sind und nicht so nah herkommen. Für Fotografie ungünstiger, für die Natur top.

Weiterhin waren wir nicht zur absoluten Top-Zeit da. Man sagte uns, dass September bis Oktober unter Wasser die beste Zeit ist – also noch besser – uns hat es gefallen.

Weißspitzenriffhai in zirka 15 Metern Tiefe

Weißspitzenriffhai in zirka 15 Metern Tiefe

Weißspitzenriffhai in zirka zehn Metern Tiefe

Weißspitzenriffhai in zirka zehn Metern Tiefe

Mittagspause auf See ... könnte schlimmer sein :)

Mittagspause auf See … könnte schlimmer sein 🙂

Schildkröte in zirka fünf Metern Tiefe - schon etwas in der Abenddämmerung

Schildkröte in zirka fünf Metern Tiefe – schon etwas in der Abenddämmerung

Auch auf Bira kann man außer Tauchen und faul am Strand liegen eher wenig machen. Es gibt Touren zu irgendwelchen Höhlen und so weiter, aber dafür hatten wir keine Zeit mehr. Unsere Reise ging zurück nach Makassar (diesmal in einem nagelneuen Auto) und dann per Flug nach Maumere / Flores.

Rote Libelle in Bira

Rote Libelle in Bira

Spielende Kinder

Spielende Kinder

In Bira ist man bei den einheimischen Kindern als Tourist noch eine Attraktion. Sie hatten nichts dagegen, fotografiert zu werden – wollten im Anschluss aber das Foto sehen, was wiederum zu begeistertem Gekichere führte.

Fazit: Tolles Tauchen (aber aufpassen!), ziemlich entspannt, nicht überlaufen.

Flores

Die Insel Flores gilt als das Juwel Indonesiens. Es ist auch sehr schön dort. Nur um von Maumere (im Osten) nach Labuan Bajo zu kommen, braucht man mit dem Auto ungefähr fünf Tage und fährt dabei jeden Tag fünf bis sechs Stunden. Am besten organisiert man sich einen Fahrer inklusive Auto und mietet diesen für die fünf Tage. Unser Fahrer hatte 750.000 Rupien pro Tag (zirka 50 Euro – da war Spritgeld mit drin) gekostet. Dafür hatten wir einen Minibus, was mit vier Leuten schon sehr angenehm ist. Man könnte auch fliegen, würde aber einige Sehenswürdigkeiten verpassen.

Makassar -> Maumere

Makassar -> Maumere

Maumere -> Labuan Bajo

Maumere -> Labuan Bajo

Inlandsflüge: Viele mit Propeller-Maschinen

Inlandsflüge: Viele mit Propeller-Maschinen

Erstaunt waren wir, dass die Leute auf der Insel Flores Namen wie bei uns im Mittelalter hatten. Also diese vielen alten christlichen Namen. Unser Fahrer hieß zum Beispiel Firmus. Einen Pappa Aloisius haben wir auch getroffen.

Der erste Tag führte uns ins Kloster „Wisma Santu Fransiskus“ nahe am Vulkan Kelimutu (nord-östlich von Ende). Dieser ist für seine drei verschiedenfarbigen Seen in den Kratern bekannt. Das Kloster betreibt ein Waisenhaus, bietet aber auch einfach Zimmer an. Das Geld kommt den Waisen zugute. Warmes Wasser zum Duschen gibt es keines – das ist auch eher ungewöhnlich in Flores. Und oben am Berg ist es sowieso schon kalt. Eine Übernachtung kostete 300.000 Rupien pro Zimmer. Frühstück ist im Preis inbegriffen.

Der nächste Tag führte uns dann zum Kelimutu und der Ausblick dort oben ist schon gigantisch. Die drei Seen sind leider so weit voneinander entfernt, dass ich sie nicht mal mit dem Fisheye auf ein Bild bekam. Das ginge nur aus der Luft.

Kelimutu: See eins und zwei

Kelimutu: See eins und zwei

 

Kelimutu: See drei

Kelimutu: See drei

Ich habe dann unerlaubterweise die Absperrung verlassen und mich zu so einem Vorsprung gewagt. Nicht mal da hat das 10-17mm ausgereicht, um zumindest beide Seen in ein Bild zu bekommen. An diesem Vorsprung konnte man den Schwefel deutlich riechen.

Kelimutu: Mutprobe ... :)

Kelimutu: Mutprobe … 🙂

Auf dem Weg zurück ins Kloster haben wir noch diverse Stopps eingelegt. Zum Beispiel wurde uns erklärt, wie man per Hand so Stoffe webt. So ein Ikat wird auch noch manuell mit Indigo gefärbt und so weiter.

Ikat manuell weben

Ikat manuell weben

Recht viel mehr gab es nicht zu tun und wir übernachteten ein zweites Mal im Kloster Fransiskus. Der nächste Tag führte dann via Ende nach Bajawa. Ende ist ganz interessant mal durch den Markt zu laufen. Dort geht es ziemlich eng zu und ich habe die Kamera lieber eingepackt gelassen.

Der Tag ist eher als Reisetag abzustempeln, aber man muss die Route nehmen. Als Highlights kann man noch einen vulkanischen Strand mit bläulichen Steinen und einen aktiven Vulkan aufführen.

Wundersamer Strand

Wundersamer Strand

aktiver Vulkan

aktiver Vulkan

aktiver Vulkan

aktiver Vulkan

Zum Glück kamen wir in Bajawa im Hotel Happy Happy unter, die warmes Wasser hatten. Eine heiße Dusche – super!

In Bajawa selbst gibt es ein Dorf, in dem die Leute noch wie vor Hunderten von Jahren leben – gut die Klamotten sind schon etwas neuer und vor dem Dorfeingang stehen auch einige Mopeds. Man könnte von dort auch eine Trekking-Tour zu anderen Dörfern machen. Das dauert aber ein paar Tage und so viel Zeit hatten wir nicht.

Noch ein Vulkan ...

Noch ein Vulkan …

Immer wieder große Reisfelder

Immer wieder große Reisfelder

Bei dem prominenten Dorf bin ich mir nicht ganz sicher, ob das mittlerweile nur noch eine Art Showcase ist. Ich hatte mi das auch kurz so mit einem Grinsen vorgestellt: Punkt 6 geht die Stechuhr und die Leute fahren nach Hause – später im örtlichen Wirtshaus … „Man war heute wieder ein Scheißtag mit diesen Touristen … “ … 🙂

Bajawa

Bajawa

Bajawa

Bajawa

Bajawa

Bajawa

Weiter ging es nach Roeteng. Die Fahrt dorthin ist eigentlich recht langweilig. Einzig die Spinnweben-artigen Reisfelder sind toll. Wir haben uns erklären lassen, dass die Dörfer so die Felder aufgeteilt haben und jede Sektion jemand anderem gehört. Je größer der Stück vom Kuchen, desto höher die Position der Person.

Reisfeld sieht aus wie ein Spinnennetz

Reisfeld sieht aus wie ein Spinnennetz

Roeteng ist eher langweilig und nur eine Zwischenstation. Allerdings kamen wir angeblich in der besten Unterkunft des Ortes unter. Ebenfalls warmes Wasser und es handelte sich abermals um ein Nonnen-Kloster: Kongregasi Santa Maria Berdukacita. Ab neun Uhr war hier übrigens Ausgangssperre, aber wir waren sowieso todmüde. Die Zimmer müssen mal als Internat oder so etwas genutzt worden sein. Nur so lässt sich erklären, dass wir für ein Zimmer zwei Toiletten und drei Duschen hatten.

Der fünfte Tag im Minibus war nur zum Glück noch ein halber. Das Land wurde deutlich flacher und wir waren gegen Mittag in Labuan Bajo – also direkt am Komodo-Nationalpark.

Auf dem Weg nach Labuan Bajo

Auf dem Weg nach Labuan Bajo

Hier haben wir uns in ein eher besseres Hotel eingebucht, aber mit 60 Euro pro Nacht für ein sehr großes Zimmer war das noch im Rahmen. Eigener Swimming Pool, sehr schöne Anlage und Blick auf den Sonnenuntergang. Das war nach den ganzen 15-20-Euro-Zimmern dann auch sehr angenehm. Von Labuan Bajo ging es dann in Form von Tagesausflügen in den Komodo-Nationalpark.

Ein bisschen Luxus darf im Urlaub dann und wann auch sein

Ein bisschen Luxus darf im Urlaub dann und wann auch sein

Sonnenuntergang vom Hotel-Pool aus betrachten

Sonnenuntergang vom Hotel-Pool aus betrachten

Fazit: Durch Fores braucht man mindestens fünf Tage – der Trip ist es allerdings wert. Viele Leute machen die Tour in die umgekehrte Richtung. Ich bin froh, dass wir diese Route eingeschlagen haben. Bezüglich der Unterkünfte wurde es immer besser und nicht einfacher … 🙂

Die Samsung-Entdeckung auf Flores

Bei den langen Autofahrten in Flores kann man wunderbar im Internet über das nächste Ziel recherchieren. Wie bereits erwähnt, funktioniert meist zumindest Edge. Das saugt aber auch am Akku des Smartphones oder Tablets. Nun hatte ich mich erinnert, dass im BIOS des Samsung Series 5 Ultra eine Option war: Aufladen über USB im Schlafmodus. Stellt man das ein, kann man das Notebook als riesigen Zusatzakku nutzen. Dafür muss es auch nicht eingeschalten sein. Laden kann man nur an einem USB-Port. Dieser befindet sich auf der linken Seite des Notebooks und ist gleichzeitig der USB-3.0-Anschluss.

Das Samsung Ultrabook als Super-Akku nutzen

Das Samsung Ultrabook als Super-Akku nutzen

Komodo-Nationalpark

Leider waren wir zur Hauptsaison hier. Das Tauchen ist dennoch gut. Allerdings ist es schwer ein Foto zu machen, auf dem keine Leute zu sehen sind. Am schlimmsten war Tag Eins. Der Tauchplatz Batu Bolong ist recht bekannt und je nach Gezeiten auf einer Seite immer geschützt. Die Strömungen können in Komodo richtig richtig heftig sein. Man sieht sogar von Google Maps aus die Flüsse, die durch die Strömung erzeugt werden. Dabei ist das Ding einfach nur ein Felsen im Ozean.

Batu Bolong: Hier kann es ordentlich pfeiffen

Batu Bolong: Hier kann es ordentlich pfeiffen

Batu Bolong: Relativ nah an Komodo

Batu Bolong: Relativ nah an Komodo

Taucher, Taucher, Taucher ...

Taucher, Taucher, Taucher …

Der zweite Tauchtag war dann etwas ruhiger und vor allen Dingen war Tauchgang Nummer Zwei ein Muck Dive. Mit dem Makro-Objektiv sind mir die Taucher außen rum egal.

Dieser Shrimp mit Spinnenbeinen war so klein ... ich hatte keine Ahnung, ob die Kamera richtig fokussierte oder nicht ...

Dieser Shrimp mit Spinnenbeinen war so klein … ich hatte keine Ahnung, ob die Kamera richtig fokussierte oder nicht …

Auch in Komodo hat mir ein kleiner Sepia den Finger gezeigt ...

Auch in Komodo hat mir ein kleiner Sepia den Finger gezeigt …

Nacktschnecken gibt es in Komodo natürlich auch ...

Nacktschnecken gibt es in Komodo natürlich auch …

Der zweite Tauchtag fand in der Nähe der Insel Rintja statt. Hier sind die Komodo-Drachen ebenfalls beheimatet und wir konnten diese besuchen. In der Regel ist es wohl besser am Vormittag, da die Varane am Nachmittag eher faul rumliegen. Naja, zumindest einer ist rumgestapft …

Laufender Komodo-Drachen

Laufender Komodo-Drachen

… der sich aber nach ungefähr zehn Schritten sofort wieder hinlegen musste. Ist ja auch anstrengend so ein Spaziergang …

Komodo-Drachen: Genug gelaufen!

Komodo-Drachen: Genug gelaufen!

Man hat uns noch zu einem Nest geführt, über das sich zwei Weibchen streiten – aber nu morgens. Abends liegt man dann in komfortablem Abstand auseinander. Das haben wir nur aus der Ferne gesehen.

Was allerdings wirklich interessant war: Der Guide hatte plötzlich in den Baum gedeutet. Und da lag eine Weißlippen-Bambusotter (Green Pit Viper) oder so etwas ähnliches. Ich konnte es mir nicht verkneifen, der Giftschlange mit dem Makro auf den Pelz zu rücken.

Weißlippen-Bambusotter (Green Pit Viper)

Weißlippen-Bambusotter (Green Pit Viper)

Nur auf den Kopf gezoomt (aus dem 18 MPixel-Bild)

Nur auf den Kopf gezoomt (aus dem 18 MPixel-Bild)

Bali

Von Labuan Bajo nach Denpasar

Von Labuan Bajo nach Denpasar

Die vorletzte Station führte uns nach Bali. Wir haben dort Freunde in Sanur, bei denen wir übernachten konnten. Bei unserem letzten Besuch wurden uns leider keine Mola Mola (Mondfische) gegönnt. Nun ist aber gerade Saison für die bizarren Fische.

Somit fuhren wir am ersten Tag an einen Platz, der sich Manta Point nennt. Der Platz hat seinen Namen verdient. Es befindet sich eine Putzstation an dieser Stelle. Tauchgang zwei hatte die Chance auf Mola Mola – allerdings haben wir keinen gesehen. Am Manta Point flog allerdings einer der großen Rochen satte 20 Minuten um uns herum. Leider war die Sicht eher schlecht und die Fotos sind nur mäßig befriedigend.

Manta Rochen

Manta Rochen

Manta Rochen

Manta Rochen

Nun hatten wir für den zweiten Tag die Qual der Wahl. Das Wrack in Tulamben schied aus, weil sich der Makrelenschwarm derzeit nicht dort befindet. Ich hatte das Video in einem Raspberry-Pi-Vergleich über Samba, NFS und so weiter verwendet – falls es jemanden interessiert.

Deswegen hatten wir am Folgetag noch mal den gleichen Trip gebucht. Und am Manta Point wurden wir ordentlich belohnt. Die Sicht war besser und ein riesiger fast komplett schwarzer Manta kreuzte unseren Tauchgang. Was für ein wunderschönes Tier.

Schwarzer Manta

Schwarzer Manta

Schwarzer Manta

Schwarzer Manta

In Sachen Mola Mola sah es nciht ganz so gut aus. Ich hatte noch zwei wegschwimmen sehen, konnte aber kein Foto mehr machen. In 35 Metern Tiefe hechtet man in Strömung keinen Tieren nach, die wesentlich schneller sind. Aber das ist nur ein weiterer Grund, Bali noch einmal zu besuchen.

Ich frage mich, was eine Bier-Massage ist ...

Ich frage mich, was eine Bier-Massage ist …

Fazit: Bali ist einfach schön und immer einen Besuch wert.

Singapur

Man sagt Singapur nach, ein absolutes Paradies für Gadget-Jäger zu sein. Das stimmt auch. Allerdings ist es nicht pauschal so, dass alles Elektronische einfach billiger ist. Mir ist das ziemlich schnell aufgefallen, da ich für einige Sachen die Preise ungefähr im Kopf hatte. Weiterhin bieten die vielen Malls komplett identische Preise an. So kostete das Samsung Galaxy S4 (32 GByte) zum Beispiel überall – inklusive Flughafen – 998 Singapur Dollar (SGD). Das sind ungefähr 595 Euro und in Deutschland bekommt man das Gerät für fast denselben Preis. Ein Unterschied würde der Duty-Free-Bereich machen, bei dem zirka 6-7 Prozent der Steuer wegfallen. War mir aber dennoch zu teuer und mein HTC Desire S funktioniert noch perfekt.

Manche Sachen sind wesentlich billiger als in  Deutschland, manche in etwa gleich teuer und manche schlagen wesentlich höher zu Buche. Mine Freundin hatte zum Beispiel irgendwo im Internet gelesen, dass Kontaktlinsen in Singapur so billig wären. Das ist komplett falsch, zumindest wenn es um Tageslinsen geht. So kosten Tageslinsen von Soflens ungefähr das Dreifache als in Deutschland. Mit anderen Marken verhält es sich ähnlich.

Kopfhörer sind eine Katastrophe. Meine Jogging-Höhrer werden irgendwann mal den Geist aufgeben und ich habe mich nach neuen umgesehen. Ob Sennheiser, Philips oder oder oder … in Deutschland nur ein Drittel.

Was billig ist, sind viele Notebooks und Kamera-Zubehör. Teilweise könnte man hier bis zu 20 Prozent gegenüber Deutschland sparen. Wenn man sich die Steuer am Flughafen wieder holt sogar mehr.

Absolut empfehlenswert ist für Canon-, Nikon-oder Kamera-Freunde John 3:16 in der Funan Mall in Chinatown. Der Besitzer war mir von Anfang an sympatisch und seine Freundlichkeit wirkt gar nicht aufgesetzt. Er ist sehr interessiert und weiß, wovon er spricht. Für noch mehr Vertrauen sorgt, dass immer wieder Stammkunden einfach für ein Schwätzchen reinkommen – ich habe mich da eine Weile mit dem Besitzer unterhalten. Plötzlich kam wieder einer seiner Stammkunden und hält ihm das Smartphone mit einer 360er-Aufnahme unter die Nase – von Pjöngjang / Nordkorea. Ich konnte nicht genau herausfinden, ob der da legal oder illegal ein 360er gemacht hat. Für Aufregung hat es im Shop jedenfalls gesorgt.

Der Besitzer des Ladens spricht auch offen über die bösen Buben im Internet. Diese würden Canon 5D Mark III zu einem Preis anbieten, der nicht sein kann. Sie schicken dann auch eine Mark-III-Schachtel mit einer Mark I darin. Wenn man sich beschwert, bekäme man das Geld auch wieder, erzählt man in John 3:16 – allerdings erst acht bis neun Monate später. In der Zwischenzeit lassen sich die Internet-Gauner das bereits bezahlte Geld verzinsen.

Diese Strategie hat sich für die drei Tage Singapur bewährt: In den nächsten SingTel-Shop und eine Sim-Karte kaufen (Pass nicht vergessen, da die Sim-Karte auf den Namen registriert wird). Da gibt es mindestens einen in jeder Mall. Drei Tage (wohl so eine Tourie-Flat) mit 6 GByte Datenvolumen kosten 15 SGD (9 Euro). Somit kann man in den Malls schön die Preise mit Deutschland vergleichen. Weiterhin hat man gleich einen Internet-Zugriff und kann mit dem Rest der Welt in Kontakt bleiben. Dank Hotspot-Funktionalität von Android konnten wir uns die Verbindung auch schön teilen.

Fazit: Es sind echte Schnäppchen möglich, aber ohne Smartphone mit Internet-Zugriff würde ich nicht einkaufen gehen.

In Singapur gibt es alles - auch etwas gegen Heimweh ...

In Singapur gibt es alles – auch etwas gegen Heimweh …

Singapur ist echt einen Besuch wert. Das Marina Bay Hotel ist beeindruckend und auch die Wassershow ist ganz nett, die je nach Wetter täglich stattfindet. Man kann Singapur schlecht beschreiben – muss man einfach sehen, wenn man die Möglichkeit hat. Reisen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist unkompliziert und am besten holt man sich auch einen Touristen-Pass. Der gilt 1-3 Tage und kostet je nach Zeit zwischen 10 und 22 SGD. Dann kann man so viel U-Bahn und Bus fahren, wie man möchte. 10 SGD Pfand sind noch auf den Karten, die man aber am letzten Tag sofort wieder und unkompliziert in Cash wieder bekommt. Kann man auch am Flughafen Changi zurückgeben.

Marina Bay Hotel: Lichtverhältnisse nicht optimal :(

Marina Bay Hotel: Lichtverhältnisse nicht optimal 🙁

Es ist faszinierend, wie unkompliziert und organisiert Singapur ist. Alles scheint zu funktionieren und sie sind absolut auf Touristen eingestellt, ohne dass man sich als Tourist wie ein Alien vorkommt. Die Leute sind höflich und hilfsbereit und die drei Tage da haben echt Spaß gemacht.

Singapurs Skyline mit dem ArtScience-Museum - das Gebäude, das wie eine Blüte aussieht.

Singapurs Skyline mit dem ArtScience-Museum – das Gebäude, das wie eine Blüte aussieht.

Singapurs Skyline: Gar nicht so einfach ohne Stativ

Singapurs Skyline: Gar nicht so einfach ohne Stativ

Die Wassershow von der anderen Seite mit dem Flyer (Riesenrad) im Hintergrund

Die Wassershow von der anderen Seite mit dem Flyer (Riesenrad) im Hintergrund

Sehr beeindruckend ist, wie man mit den vielen ethnischen Bevölkerungsschichten umgeht. Man hat nie das Gefühl, dass Religion oder Hautfarbe eine Rolle spielen – so wie es sein sollte. Im Internet habe ich gelesen, dass Singapur lange und hart dafür gearbeitet hat. In den Schulen werden Kinder zum Beispiel dazu gedrängt, sich beim Mittagessen zu mischen – also auch Muslime und Christen. Da Muslime aber „Halal“ essen müssen, gab es da Probleme wegen des Geschirrs. Nun hat man einfach verschiedene Geschirrabgaben eingerichtet. Muslime geben Ihre Teller da ab, wo sie sicher „halal“ bleiben – dafür speisen alle im selben Raum und es wird den Kleinsten damit schon Akzeptanz gelehrt.

Man führt aber in gewissen Sachen ein strenges Regime – wie zum Beispiel bei der Pressefreiheit. Hier ist Singapur ziemlich weit hinten. Das soll nun nicht falsch klingen, aber vielleicht ist das ein notwendiger Preis, so viele verschiedene Kulturen unter einen Hut zu bringen. Zugriff auf Internet und so weiter ist nicht eingeschränkt, aber man lässt das Schüren von unnötigem Hass einfach nicht zu. Aber ich will nach diesem tollen Urlaub nicht anfangen zu politisieren. Singapur ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Den letzten Tag hat es ordentlich verregnet - dank Changi Airport aber halb so wild

Den letzten Tag hat es ordentlich verregnet – dank Changi Airport aber halb so wild

Der letzte Tag in Singapur hat uns dann viel Regen beschert. Das macht aber auch nichts. Der Flughafen bietet so viel und dort Zeit totschlagen ist gar kein Problem. Es gibt ein kostenloses Kino, viele gemütliche Sitzecken mit Stromanschlüssen, einen Schmetterlingspark und unzählige Geschäfte. Alles im riesigen Transitbereich. Den letzten Tag am Flughafen Changi zu verbringen, hat sich weiterhin total wie Urlaub angefühlt.

Heute und morgen werde ich meinen Jetlag noch auskurieren … 🙂

P.S: Delbar war mit uns auf Reisen

Eine Bekannte hat ein Projekt ins Leben gerufen, auf die letzten lebenden Geparden in Asien aufmerksam zu machen. Die letzten leben im Iran und man schätzt, dass nur noch 70 bis 100 Tiere übrig sind. Mehr Informationen gibt es unter http://www.cheetahsalive.org.

Nun hat Sie zusammen mit anderen Freunden eine Aktion ins Leben gerufen. Vier handgefertigte Stoff-Geparden sind auf Weltreise. In einem kleinen Anhänger wird die Aktion beschrieben. Die vier Geparden sollen die Welt besuchen und wer immer sie mitnimmt, möchte ein Bild an Cheetahsalive.org senden. Wir haben Delbar in Bali in gute Hände gegeben. Delbar hat mit uns ein Bierchen gezwitschert und auch den Kelimutu besucht.

Delbar auf dem Kelimutu-Vulkan

Delbar auf dem Kelimutu-Vulkan

Delbar macht ein bisschen Urlaub in Bira

Delbar macht ein bisschen Urlaub in Bira

Delbar auf meinen Schultern in Labuan Bajo

Delbar auf meinen Schultern in Labuan Bajo

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5 Kommentare zu “Indonesien und Singapur: Eindrücke aus dem Urlaub und tolle Entdeckung beim Samsung Series 5 Ultra”

  1. Peze sagt:

    Sehr schöne Fotos und ein netter Reisebericht! Natürlich nicht ohne ein bisschen Technik 😀
    Ich hoffe du bist gut erholt, deine Artikel wurden vermisst. 😉

    • jdo sagt:

      Danke! Eigentlich bin ich schon gut erholt, aber der Jetlag macht mir ziemlich zu schaffen - fühle mich sehr gerädert. Unsere Freunde (sind vor uns heimgeflogen) sagten, sie brauchten drei Tage um den Jetlag wieder loszuwerden. Bis Montag wird es schon wieder gut sein ... 🙂

  2. Robbe sagt:

    Endlich wieder BITBLOKES!
    Gruß aus Peking

  3. Thomas sagt:

    Ich bin offiziell neidisch auf den Urlaub. Super Bilder.

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