Divine Divers in Gili Meno oder wie man nicht mit Kunden umspringt

28 Juni 2015 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Ich fliege Mitte Juli nach Bali, um einen meiner besten Freunde zu besuchen, der dort temporär arbeitet. Das ist ja eigentlich etwas Schönes und man freut sich auf Urlaub, Tauchen und so weiter. Das heißt, wenn man sich nicht von Ärger heimsuchen lässt, der einem vor der Abreise schon widerfährt – oder wie man bei Divine Divers in Gilig Meno als Kunde behandelt wird.

Freund arbeitete bei Divine Divers in Gili Meno

Ein Freund hat vor wenigen Wochen bei Divine Divers in Gili Meno als Tauchlehrer angefangen und da dachte ich mir, das ist gut! Den besuche ich. Ich war schon mal auf Gili Air, der Nachbarinsel, und dort hat es mir sehr gut gefallen. Überall Unterwasserschildkröten, gute Riffe und so weiter.

Schildkröte in Gili - hätte man mit Divine Divers sicher auch gesehen, aber ...

Schildkröte in Gili – hätte man mit Divine Divers sicher auch gesehen, aber …

Nun war es auch so, dass vor unserem Urlaub zwei weitere sehr gute Freunde den Bekannten in Gili Meno besucht haben und auch taten. (Eigentlich wollten wir alle zusammen fahren, das hat aber nicht geklappt).

Eigentlich mochten sie den Platz sehr und das Tauchen war auch gut. Das Paket war im Voraus bezahlt – drei Tauchgänge pro Tag. Das Problem war nur, dass der dritte Tauchgang grundsätzlich am Hausriff stattfinden muss. Das Boot geht am Nachmittag nicht mehr raus.

Dummerweise hatte sich mein Bekannter auf der Tauchbasis die Zehe an einem Betonklotz gebrochen – es waren zwei Ärzte auf der Basis tauchen, die das dann bestätigt haben – und somit konnte er den dritten Tauchgang so oder so nicht mehr machen, da man laut seinen Angaben einiges raus laufen musste. Weiterhin war er einen Tag krank und hat diesen Tauchtag ebenfalls vermisst.

Man sollte eigentlich davon ausgehen, dass man solche unbedeutenden Kleinigkeiten wie dritter Tauchgang nur vom Strand vorher mitgeteilt bekommt und dieser dann optional ist. Für den Krankheitstag wurde gefragt, ob er denn wirklich krank und nicht vielleicht Hungover (Kater) sei. Genau das will man als Kunde hören, vor allen Dingen wenn man zum Tauchen dort hin fährt und jeden Tag um Neun im Bett ist.

Geld zurück gab es übrigens keines, sondern nur einen 15 Prozent Nachlass auf die nicht getauchten Tauchgänge. Mein Bekannter erzählte mir, dass Leute bessere Deals bekamen, die einfach so rein marschierten und nicht im Voraus gebucht haben. Mein Tauchlehrer-Freund war stinksauer und meinte, dass man so nicht mit Leuten allgemein umgehen kann. Er hat das an die Besitzer herangetragen und die meinten nur: „Genau aus diesem Grund verlangen wir Vorkasse!“ – Nett. Er hat ein paar Tage, nachdem die anderen Freunde abgereist waren gekündigt. Es dauert eigentlich echt lange, bis man meinen Tauchlehrer-Freund so auf die Palme bringt, aber die haben es geschafft.

Meine Erfahrung mit Divine Divers auf Gili Meno

Da ich meinen Tauchlehrer-Freund bei Divine Divers auf Gili Meno besuchen wollte, hatte ich ebenfalls das Vergnügen, mit den Besitzern zu kommunizieren. Das Paket war ausgesucht und gebucht. Sofort wollte man eine Anzahlung haben, die ich allerdings etwas hinauszögerte – eine weise Entscheidung, wie sich rausstellen sollte.

Mir wurde ebenfalls nicht gesagt, dass der dritte Tauchgang am Hausriff sein muss. Das Hausriff muss sogar recht brauchbar sein, aber wenn ich im Urlaub bin, möchte ich so viel wie möglich sehen und nicht vier Tage hintereinander das Hausriff tauchen. Aber sobald das Paket bezahlt worden wäre, ist das eben Pech – tolle Einstellung.

Wie gesagt hat mein Tauchlehrer-Freund aufgrund dieser Einstellung gegenüber Kunden gekündigt und wir treffen uns dann nächste Woche in Bali / Amed. Das ist auch in Ordnung, da liegt die Liberty (Wrack) gleich ums Eck. Da war ich auch schon mal und dort sind die Aufnahmen entstanden, mit denen ich mein Raspberry Pi B und RaspBMC (nun OSMC) auf Full-HD-Leistung gestestet habe.

Wie sich das gehört habe ich an dem Tag abgesagt als mein Freund gekündigt hat und auch die Gründe dafür dargelegt – in erster Linie habe ich explizit als Grund aufgeführt, dass ein Tauchgang vom Hausriff ein Tauchgang ist und das Paket somit kein Betrug. Die Kohle vorher zu verlangen, ohne diesen Umstand zu nennen und dann einfach Pech sagen ist aber alles andere als korrekt. Dann bekommt man ein E-Mail, über das man sich als Kunde selbstverständlich immens freut:

Hi Juergen,

We’ve discussed with XXX what possibly went wrong with your friends during their stay. I’m pretty sure if we, the owners, would have been around we would have found an easy solution. Don’t get me wrong, i’m not blaming my staff or manager. I just know it’s easier to find solutions as owners especially because it was the 1st time our staff had to deal with booked bungalows including a dive package.

Zumindest nehmen die Besitzer die Schuld auf sich. Allerdings meinte mein Tauchlehrer-Freund, an den ich das E-Mail weitergeleitet habe, dass es keinen Spielraum für Interpretationen gab. Man war von Beginn an nicht Willens, sich auf Diskussionen einzulassen und dann war da noch der Vorwurf mit dem Kater …

bedeutet das mit dem Finden der Lösung auch, dass man nur daran gearbeitet hätte, weil es Freunde waren? Alle andere zieht man weiter übers Ohr mit dem dritten Tauchgang?

… blablabla … I also know that there’s always 2 sides to a story … blablabla

Aha, das heißt also, dass ich meinen insgesamt drei langjährigen Freunden nicht glauben soll … ja genau.

Thanks anyways for letting us know your story plus cancellation. We were able to give the room to a returning customer that was on the waiting list.

Happy Bubbles,
XXX

Kein Wort also zu dem Umstand, dass der dritte Tauchgang bei Divine Divers immer am Hausriff sein muss und warum man das nicht erwähnt und ein Angebot, dass dieser optional ist. Weiterhin will man natürlich immer hören, dass man sowieso nicht gebraucht wird, weil man wiederkehrende Kunden hat – wobei das laut meines Tauchlehrer-Freundes gar nicht stimmt. Am Tag seiner Abreise waren für den von uns geplanten Zeitraum lediglich 30 Prozent der Bungalows gebucht – neben dem brauchen Euch eh nicht also noch der Verdacht, dass man angelogen wird – wobei mich der Fakt, ob die wiederkehrende Kunden haben oder nicht so oder so einen Scheißdreck interessiert und überhaupt nichts mit dem Thema zu tun hat.

So, nachdem der Ärger über Divine Divers von der Seele geschrieben ist, freue ich mich, meinen Kumpel in wenigen Wochen zu besuchen und auf ein paar gute Tauchgänge. Divine Divers in Gili Meno werden auf jeden Fall nie wieder von mir hören. Die Einstellung und Arroganz, die man mir gegenüber an den Tag gelegt hat, sind amtlich zum Kotzen.

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