Raspberry Pi stellt Standard-Firmware auf Linux-Kernel 4.1 um

10 August 2015 2 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Verantwortlichen für den Kernel des Raspberry Pi auf Linux-Kernel 4.0 umstellten.

Knapp anderthalb Monate später wird nun die Standard-Firmware mit Linux-Kernel 4.1 ausgeliefert. Die Änderung wurde am 6. August 2015 im Forum bekannt gegeben.

Standard-Firmware des Raspberry Pi nun Kernel 4.1

Der Source Tree ist laut Entwickler schon einige Monate vorhanden und wird unter anderem von OpenELEC und OSMC (früher Raspbmc) genutzt.

Du kannst mithilfe dieses Befehls aktualisieren: sudo rpi-update

Im Idealfall bleibt alles wie bisher. Der neuere Kernel unterstützt allerdings mehr Geräte. Dazu gehören USB-WLAN-Karten, DVB-Geräte und so weiter.

Bei wem sich Regressions gegenüber dem Kernel 4.0 bemerkbar machen, der möchte das bitte melden. Laufen die Tests positiv wird man die Änderung und apt-get upgrade aufnehmen und auch neue Raspbian-Abbilder mit Kernel 4.1 soll es in naher Zukunft geben.

Der Standard Source Tree auf https://github.com/raspberrypi/linux ist nun rpi-4.1.y. Dieser Tree ist nun als stabiler Kernel Source Tree deklariert und wird so bald wie möglich in die Updates mit aufgenommen.

Es gibt nun auch einen 4.2 Kernel Tree, in den experimentelle Commits einfließen können.

Raspberry Pi 2: Firmware wird bald mit Linux-Kernel 4.1 ausgeliefert

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Linux-Kernel 4.1 mit vielen Verbesserungen

Linux-Kernel 4.1 bringt viele Verbesserungen mit sich. Nicht von allen profitiert ein Raspberry Pi. Das sind zum Beispiel solche, die mit Grafikkarten von NVIDIA und AMD zu tun haben.

Andere haben möglicherweise sehr wohl positive Auswirkungen. Bei bestimmter Hardware gibt es Verbesserungen bei der Performance. Ob das beim Raspberry Pi auch so ist, müsste man benchmarken.

Beim Energie-Management gibt es Verbesserungen für die Architekturen x86 und ARM.

Google hat einen Patch eingereicht, der Verschlüsselung beim Dateisystem ext4 auf Dateiebene ermöglicht. Man hatte nach so einer Möglichkeit für Android gesucht. EBenso gibt es Verbesserungen bezüglich F2FS.

Weiterhin gibt es ACPI-Unterstützung für AArch64 (64-Bit ARM).

Die Umstellung der Standard-Firmware des Raspberry Pi auf Linux-Kernel 4.1 sollte also durchaus einige Verbesserungen mit sich bringen, von denen der Rechenwinzling profitiert. Die Änderungen gelten natürlich für das Raspberry Pi und das Raspberry Pi 2.

Nette Pi-Konstellation

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2 Kommentare zu “Raspberry Pi stellt Standard-Firmware auf Linux-Kernel 4.1 um”

  1. Dirk sagt:

    Hallo,
    nach dem update auf 4.1y funktioniert der Servoblaster nicht mehr.
    Da ich den Raspberry Pi 2 als Webcam benutze, kann ich die Servos nicht mehr steuern.

    Gruß
    Dirk

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