Steam-Umfrage: Linux rutscht unter ein Prozent

4 Mai 2015 6 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Eigentlich hatte sich die Zahl der Linux-Anwender für Steam seit einiger Zeit zwischen 1,1 und 1,2 Prozent recht stabil gehalten. Sieht man sich die Gesamtzahlen von Valve an (angeblich 75 Millionen aktive Anwender), dann sind das immerhin zwischen 750.000 und 900.000 Linuxer, die gerne zocken – oder zumindest ein Konto haben.

In der neuesten Steam-Umfrage ist die Zahl allerdings um 0,11 Prozent auf 0,94 Prozent abgerutscht. Das ist doch ordentlich.

Die Steam-Umfrage für April 2015

Ubuntu 14.04.2 LTS 64-Bit liegt mit 0,28 Prozent an erster Stelle – muss 0,02 Prozent Einbußen hinnehmen. Danach folgt Ubuntu 14.10 64-Bit mit 0,12 Prozent (-0,03 Prozent). Auf Rang Drei ist Linux Mint 17.1 Rebecca 64-Bit mit 0,09 Prozent (-0,02 Prozent). Der Rest wird mit Linux 3.10 64-Bit angegeben (0,08 Prozent / -0,01 Prozent).

Steam-Umfrage: Linux rutscht im April 2015 ziemlich ab

Steam-Umfrage: Linux rutscht im April 2015 ziemlich ab

Über Ursachen lässt sich lediglich mutmaßen. Die Steam-Umfrage wird nicht jedem Anwender präsentiert und wenn, muss er nicht zwingend daran teilnehmen. Man kann aber auch nicht ausschließen, dass es tatsächlich einfach weniger Linux-Anwender gibt, die spielen. Ein technisches Problem bei Valve ist ebenfalls denkbar. Möglich ist auch, dass Anwender derzeit auf Ubuntu 15.04 aktualisieren und Steam einfach noch nicht wieder installiert haben.

Man kann an dieser Stelle die Gerüchteküche beliebig erweitern. Spannend wird allemal, wenn Valve dieses Jahr das auf Linux basierende SteamOS auf den Markt werfen wird. Mal sehen, ob das den Markt durcheinanderbringt und SteamOS an Mac-Nutzern (die hat es auch mit -0,23 Prozent erwischt, Windows ist um 0,32 Prozent gestiegen) vorbeiziehen kann.

Selbst wenn der schlimmste Fall eintritt und Linux als Platfform für Spiele kommt auch mit SteamOS nicht in die Gänge – mir ist das egal. In Steams Bibliothek befinden sich derzeit 1135 Titel für Linux. Durch diverse Humble Bundles habe ich in meiner eigenen Steam-Sammlung fast 100 Titel, von denen ich 80 Prozent noch nicht mal angesehen habe. Zu Pillars of Eternity komme ich derzeit gar nicht, wobei das ganz oben auf meiner Wunschliste steht und sogar schon installiert ist und diverse andere Games warten ebenfalls darauf, gespielt zu werden. Will sagen, dass ich wesentlich mehr Spiele als Zeit habe.

Ich will nun die Steam-Umfrage nicht schönreden. Aber vor wenigen Jahren hatte man als Linuxer nicht viel Wahl oder wurde vom Spielemarkt einfach ignoriert. Ich freue mich einfach über das, was ich derzeit habe und nicht über eine negative Steam-Umfrage. Mein Glas ist also halb voll … 🙂 (und sehen wir mal nach, wie es im Monat Mai aussieht).

 

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6 Kommentare zu “Steam-Umfrage: Linux rutscht unter ein Prozent”

  1. tux. sagt:

    Tja, systemd.

  2. Bernd sagt:

    Die prozentuale Änderung sagt rein garnichts aus, lediglich dass die Anzahl Linux-User nicht so stark gewachsen ist wie bei den anderen Systemen. Da man keine absoluten Zahlen hat, kann man die Prozentwerte nicht miteinander vergleichen, denn beide beruhen auf unterschiedlichen Grundwerten (Gesamtnutzer). Das ist fast so, als wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht. 😉

  3. Johannes sagt:

    Ich habe Steam entfernt seit der Sicherheitslücke, die gerne mal alle persönlichen Daten (im Home-Folder) löscht. Da ich Steam sowieso nur für einige wenige Titel (und die unter Windows) verwendet habe, kann ich darauf verzichten.

    • Oskar sagt:

      Genau aus diesem Grund legt man einen separaten Steam-Benutzer an, der nur für Steam benutzt wird und auch sein eigenes Home-Verzeichnis hat. Über "su steamnutzer" kann man dann auf die Spiele zugreifen ohne jegliche Angst, dass Steam auch nur irgendwas mit den Daten der anderen Nutzer anstellen könnte.

    • killx_den sagt:

      Die "Sicherheitslücke" kam nur bei relativ exotischer Konfiguration auf und kann/konnte genauso bei Windows auftreten 😉

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