ownCloud und Red Hat bieten Open-Source-Storage mit geringerer TCO an

7 Oktober 2014 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Open-Source-Cloud-Software-Entwickler ownCloud und Linux-Distributor Red Hat sind der Meinung, Open-Source-Storage mit weniger Gesamtbetriebskosten (TCO / Total Cost of Ownership) anbieten zu können. Eine Partnerschaft kombiniert Red Hat Storage Server 3 und ownClouds Datei-Synchronisierungs- und Sharing-Plattform.

ownCloud und Red Hat wollen teilen

ownCloud und Red Hat wollen teilen

ownCloud und Red Hat

Durch die Kombination von Red Hats neuestem Data-Storage-Angebot und ownCloud Daten-Applikations-Services könne man laut eigenen Angaben die TCO um den Faktor zwei reduzieren. Mithilfe von Performance Benchmarks (PDF) will man diese Behauptung untermauern (Installation erfolgt auf HP ProLiant SL4540 Servern). Dort hat man einen größeren Einsatz von ownCloud auf Red Hat Storage simuliert – 42.000 Enterprise-Anwender. Das PDF dürfte vor allen Dingen für System-Administratoren interessant sein. Dort zeigt man, auch mit Abbildungen, wie man das Szenario aufgebaut hat – inklusive Datenbanken, Load Balancer und so weiter. Im Einsatz ist natürlich die Enterprise-Variante der ownCloud.

Hah! Die dort beschriebene Installation gleicht ja meiner ownCloud-Community-Instanz auf einer ZBOX mit Intel-Atom-Prozessoren fast wie ein Ei dem anderen! … 😉

Die Lösung kostet zirka 4,45 US-Dollar pro Monat für 1.000 Anwender auf Branchen-üblicher Hardware, sagen die Partner.

Man will Kunden aber nicht nur mit Kosten locken, sondern auch mit anderen Vorteilen. Die Lösung würde Datei-Storage und Sharing-Optionen bieten, die sich so schnell wie eine Public Cloud schnell skalieren lassen. Allerdings gibt es im Hinblick auf die Security weniger Bedenken, weil man private Daten auf eigenen Servern lagert. Somit bleibt die Kontrolle der Daten bei den Firmen.

Die Firmen haben die Zusammenarbeit am selben Tag angekündigt, als man auch Red Hat Storage Server 3 vorstellte.

Starke Kombination

Mit Red Hat als Partner hat sich ownCloud einen ganz dicken Fisch an Land gezogen. Man braucht so einen auch, um den Weg in die größeren Data Center zu bahnen. Genau dort liegt bekanntlich die größte Stärke von Red Hat. Der Linux-Distributor ist weniger bekannt für Skandale oder laute PR, sondern eher für grundsolide Server-Plattformen, die einfach funktionieren.

Darüber hinaus unterstützt Red Hat selten Lösungen, von denen man nicht überzeugt ist. Der Distributor ist eher konservativ, was in Sachen Server-Systeme mehr als legitim ist.

ownCloud soll bald 500.000 Anwender in NRWs Universitäten befeuern. Ich habe noch nicht gelesen, auf welcher Hardware und Betriebssystem das implementiert werden soll. Diese Partnerschaft könnte allerdings ein Hinweis darauf sein.

Besser und besser

Die ownCloud wird immer besser, auch wenn noch Raum nach oben ist. Vor allen Dingen der Synchronisations-Client war am Anfang ein echtes Ärgernis, um nicht zu sagen eine Katastrophe. In der Zwischenzeit ist das Ding aber richtig brauchbar und die Synchronisation geht relativ schnell. Wer viele kleine Dateien anfänglich synchronisieren muss, wird etwas Zeit einrechnen müssen. Erstellt man aber so nach und nach Daten in seinem ownCloud-Ordner, merkt man den Client fast nicht mehr. Er werkelt einfach still im Hintergrund und synchronisiert, wenn es notwendig ist und ballert nicht mehr alle x-Sekunden eine Anfrage raus.

Anfangs war das Verschieben von Daten ein Löschen auf dem Server und ein erneutes Kopieren. In der Zwischenzeit kann der Client tatsächlich verschieben.

Die Web-Oberfläche wird auch immer besser, auch wenn ich dort immer wieder in Bugs laufe. Am meisten nervt mich die Suche, muss ich gestehen. Gebe ich da gewisse Namen ein, die sich in meinen Kontakten befinden, findet die Suche diese nicht. Kommt der gesuchte Name in der E-Mail-Adresse vor, gibt es einen Treffer. Der Name selbst wird wohl nicht durchsucht, was seltsam ist. Namen kann ich mir aber besser merken als E-Mail-Adressen und würde oftmals sogar gern nur nach einem Vornamen suchen.

Das sind aber zu verkraftende Zipperlein, da ich die ownCloud in erster Linie als Hub für Daten, Kalender und Kontakte verwende. Die Web-Oberfläche nutze ich so gut wie gar nicht.

Aber auch bei solchen Dingen spielen Partnerschaften mit großen der Branche eine wichtige Rolle. Das spült nicht nur Geld ins Haus, sondern zieht auch Entwickler an und das Projekt wird weiter vorangetrieben und verbessert.

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