digiKam 4.3 unter Kubuntu 14.04 oder Linux Mint 17 KDE installieren und Datenbank aufräumen

25 September 2014 4 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Meine favorisierte Bildverwaltungs-Software unter Linux ist digiKam, derzeit digiKam 4.3. Die Software ist sehr umfangreich und bietet diverse Funktionalität an. Man kann Bilder einfach taggen, sowie filtern und dadurch einfach wieder finden. Seit dem 16. September 2014 ist digiKam 4.3 offiziell veröffentlicht. Kubuntu 14.04 (Ubuntu 14.04 und Linux Mint 17) stellen allerdings nur Version 3.x in den Repositories zur Verfügung. Bevor ich nun meinen Bilder aus dem Urlaub hinzugefügt habe (bin immer noch nicht durch – hmpf), wollte ich die neueste Version ausprobieren.

digiKam 4.3: Oberfläche

digiKam 4.3: Oberfläche

digiKam 4.3.0 unter Kubuntu 14.04 installieren

Zum Glück gibt es das Launchpad und ein PPA für digiKam 4.3.0. Somit ist eine Installation recht einfach. Man muss allerdings ein bisschen aufpassen, welche KDE-Version im Einsatz ist. Ich habe an der KDE-Version von Kubuntu 14.04 nichts weiter verändert und verwende derzeit KDE 4.13.3. Du findest das heraus, indem Du zum Beispiel den Dateimanager Dolphin öffnest und dann Einstellungen -> Hilfe -> Über KDE. In meinem Fall installiert man digiKam 4.3.0 so:

  • sudo add-apt-repository ppa:philip5/extra
  • sudo apt-get update
  • sudo apt-get install digikam

Verwendest Du Kubuntu 14.04 oder Linux Mint KDE 17 mit KDE 4.14, sieht der Dreisprung so aus:

  • sudo add-apt-repository ppa:philip5/kubuntu-backports
  • sudo apt-get update
  • sudo apt-get install digikam

Je nach Internet-Geschwindigkeit dauert das Ganze etwas.

Vorteile von digiKam 4.3 (4.x) gegenüber 3.x

Speziell digiKam 4.3 bringt unter anderem folgende neuen Funktionen mit sich:

  • Es lassen sich alle Bilder aus einer Sammlung anzeigen, bei denen keine Geolokalisierung hinterliegt.
  • Du kannst Objekte ausfiltern, die keine Beewrtung haben.

Die größte Neuerung bei 4.x gegenüber 3.x ist:

  • Für diverse Tools ist Unterstützung für Multi-Core-CPUs (Prozessoren) implementiert. SChärfen, Kontrast, Rauschminderung und andere visuelle Effekte benötigen viel Rechenleistung. Es sollte an diesen Stellen mit einem modernen Computer wesentlich schneller gehen.
  • Es gibt ein dediziertes Tool für die Stichwortverwaltung (Tags Manager). Sieht man auch im Screenshot weiter oben.

digiKam 4.3.0 fühlt sich tatsächlich schneller als Version 3.x an.

Datenbank aufräumen

Auch Datenbanken brauchen Pflege. Dadurch schrumpfen in der Regel die Dateien und der Zugriff ist schneller. digiKam legt per Standard den Ordner digikam-db unter Bilder ab. Man kann das allerdings selbst bestimmen. Dort liegen die Datenbank-Dateien. Eine für digiKam und die andere für die Thumbnails. Kruscht man viel in seinen Bildern herum, dann blasen sich diese Dateien unnötig auf und man sollte sie ab und an aufräumen lassen. Dafür dient das Tool cleanup_digikamdb.

cleanup_digikamdb unterstützt nur vier Schalter:

  • -t teilt mit, die Thumbnail-Datenbank auch aufzuräumen.
  • -T weist an, nur die Thumbnail-Datenbank zu säubern.
  • -p <Pfad> zur digiKam-Datenbank.
  • -h (Hilfe) zeigt die verschiedenen Optionen an.

Vor dem Aufruf von cleanup_digikamdb sollte man digiKam geschlossen haben. Weiterhin empfiehlt es sich, ein Backup der Dateien oder des gesamten Ordners zu machen. Zu meinem Erstaunen stellte ich beim ersten Aufruf fest, dass SQlite3 fehlt und ohne diese Komponente mag cleanup_digikamdb nicht. Also müssen wir zunächst das Paket sqlite3 installieren: sudo apt-get install sqlite3.

cleanup_digikamdb ist ohne sqlite3 zickig

cleanup_digikamdb ist ohne sqlite3 zickig

Versuchen wir die Sache noch einmal, sieht es schon besser aus.

digiKam mit installiertem sqlite3 sieht schon besser aus

digiKam mit installiertem sqlite3 sieht schon besser aus

Ich habe nicht genau überprüft, um wie viel die beiden Datenbank-Dateien geschrumpft sind. Ich weiß nur, dass digikam-db etwas über acht Myte hatte und nach der Aufräumaktion nur noch 4.5 MByte. Der Platz ist bei modernen Festplatten auch weniger entscheidend. Es geht vielmehr darum, dass die Bildbearbeitungs-Software mit optimaler Geschwindigkeit ohne Daten-Leichen arbeiten kann.



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4 Kommentare zu “digiKam 4.3 unter Kubuntu 14.04 oder Linux Mint 17 KDE installieren und Datenbank aufräumen”

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  2. vizax sagt:

    Cool, danke für den Hinweis auf die neue Version und deinen Bericht dazu.
    Hast du schon mal versucht, entfernte Sammlungen einzubinden? Als Syno-User müsste dich das doch in den Fingern jucken, oder? ;-)
    Ich habs bis jetzt noch nie erfolgreich geschafft. Stelle mir das immer easy vor, aktuelles auf dem Rechner, alles andere direkt im Archiv auf dem NAS verfügbar...

    • jdo sagt:

      Ich hatte früher meine Fotos nur auf dem Synology und diese in digiKam eingebunden. Das Problem an der Sache war aber:

      Will man Hunderte an Tags vergeben, schiebt sich das alles über das Netzwerk und das kann extrem zäh sein. Da es so einen Performance-Einbruch gibt, tendiert digiKam in diesem Fall zu Abstürzen, was extrem nervig ist.

      Da meine Fotos sowieso "mein Schatz" sind, befinden sie sich nun auf meinem schnellen Rechner mit einer SSD. Müssen hier viele Operationen an den Dateien vorgenommen werden, geht das Ruckzuck. Die Fotos selbst synchronisiere ich dann mittels rsync auf das Synology.

      Sollte der Platz knapp werden auf dem Rechner, werde ich Jahresarchive wieder auslagern. So lange man die Dateien nicht verändert oder eben viele Stichwörter vergeben muss, funktioniert das im Netzwerk recht ordentlich.

      • vizax sagt:

        Danke, wichtiger Hinweis. Ich dachte, damit hab ich einfach einen Ordner mehr, wo ich die Jahresarchive dann direkt rüberschicken kann, wenn das dann aber Performance beim Taggen kostet...
        Ich hab ja auch noch den Dolphin...

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