Battlefield-Chef: Linux braucht ein “Killer Game”, um zu explodieren

14 Oktober 2013 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

SteamOS Teaser 150x150Die Aussage ist hinsichtlich Battlefield 4 etwas zweideutig. Verglichen hat es der Chef von DICE, Lars Gustavsson, mit Halo und der Xbox. Damit hatte man ein starkes Verkaufsargument und es wurde von den Leuten akzeptiert.

Er glaubt, dass dies auch für Linux der Fall sei. Interessant, wie er die Spiele von Valve durch Nicht-Erwähnung so einschätzt. Auf jeden Fall zeigt man für Battlefield 4 starkes Interesse an Linux. Server mit dem Open-Source-Betriebssystem würde das Studio sowieso benutzen, da es laut eigenen Angaben anderen Betriebssystemen überlegen ist.

Gustavsson ist der Meinung, dass Valves Ankündigung von SteamOS dem Konsolen-Markt gut tun wird. Es wird der Spiele-Szene helfen und möglicherweise den Markt für eine bessere Spiele-Erfahrung öffnen.

Man müsse die Anwender aber auch von Linux überzeugen und Ihnen das Vertrauen geben, es im täglichen Leben zu verwenden. Das Witzige ist, dass fast alle Linux in irgendeiner Form sowieso benutzen – sie wissen es nur nicht.

Ich glaube, dass genau hier und nur hier der Knackpunkt liegt. Packe Linux ein und nenne es Android -> zack. ChromeOS findet auch immer weiter Anerkennung und sogar Firmen wie HP sind auf den Zug aufgesprungen. Die haben irgendwann diese oder letzte Woche vom Stapel gelassen, dass in diesem Bereich der Markt im Gegensatz zum PC stark wachse.

Genau das erhoffe ich mir für SteamOS auch. Valve sagt zwar ganz klar (auch auf der Website), dass SteamOS auf Linux basiert, aber sie werden es hoffentlich für den Anwender abstrahieren. Die meisten interessiert es nämlich nicht, welcher Kernel da tickert (das gilt auch für Windows oder Mac OS X). Die Leute wollen draufklicken und erwarten dann, dass sich etwas tut.

Somit bräuchte Linux / SteamOS nicht nur ein “Killer-Spiel”, sondern ein exklusives “Killer-Spiel”. Allerdings kann man es den Herstellern von AAA-Titeln (oder auch anderen Herstellern) nicht verdenken, den Markt so gut wie möglich auszunutzen. Und in Sachen PC-Games ist das nun mal Windows.

Das ist nun reine Spekulation: Was würde eigentlich passieren, wenn Valve Half-Life 3 nur für SteamOS zur Verfügung stellen würde? Oder zumindest nur die ersten zwei Monate exklusiv für SteamOS ausgeben würde? Sozusagen die Linux-Version vor der Windows-Variante auf dem Markt werfen … wäre das ein Experiment mit kalkuliertem Risiko oder der mögliche Schaden zu hoch?

Vielleicht sollte Linus Torvalds dem Desktop zuliebe Linux einfach umbenennen und den gleichen Kernel je nach Alters- oder Interessens-Gruppe verschieden taufen: HelloKittOS, AxisOfEvilOS, Sex&CrimeOS, ChristianoRonalDOS, … ;)



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