LibreOffice 4.1 ist verfügbar – kann ab sofort Schriftarten einbetten

25 Juli 2013 2 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

LibreOffice Logo 150x150The Document Foundation hat die sofortige Verfügbarkeit von LibreOffice 4.1 angekündigt. Die freie Bürosoftware-Sammlung bringt viele neue Funktionen mit sich. Vor allen Dingen auf die verbesserte Interoperabilität weisen die Entwickler hin. Man spricht hier natürlich von Kompatibilität zu anderen Dokumenten und meint in erster Linie Microsoft Office. Laut eigenen Angaben gibt es viele Verbesserungen bezüglich der Import- und Export-Filter bezüglich Microsofts OOXML-Dokumentenformat.

Ebenso haben die Entwickler an den Filtern für ältere Microsoft-Office-Dokumente und RTF-Dateien geschraubt. Viele dieser Änderungen kommen von zertifizierten Entwicklern und wurden im Zuge von professionellen Unterstützungs-Abkommen erschaffen.

Eine weitere große Neuerung ist, dass sich Schriftarten nun in Writer, Calc und Impress einbetten lassen. Somit muss der Empfänger nicht zwingend die jeweilige Schriftart installiert haben.

Weiterhin wurde die Symphony-Seitenleiste eingeführt – das ist ein Import von Apache OpenOffice (gibt es seit OpenOffice 4.0). Die Seitenleiste ist allerdings als experimentell gekennzeichnet. Derzeit arbeiten die Entwickler an Widgets und somit wollen sie LibreOffice noch flexibler machen.

Die Liste der Änderungen ist lang. In den Veröffentlichungs-Hinweisen schlüsselt The Document Foundation alle Änderungen und Neuerungen auf und dazu gibt es sogar Screenshots – dann kann man sich gleich etwas vorstellen.

Wie üblich gibt es LibreOffice für Linux, Mac OS X und Windows. Du findest die neueste Version im Download-Bereich der Projektseite.

Ob das Problem mit den KIO Slaves unter KDE weiterhin besteht? Ich befürchte fast schon, kann es aber gerade nicht ausprobieren. In den Changelogs kann ich diesbezüglich keine Änderung finden (RC1, RC2, RC3, RC4). Heißt im Klartext: Wer via Dolphin eine LibreOffice-Datei von einem NAS oder einer Netzwerkfreigabe öffnet, sollte lieber auf “Speichern Unter” klicken. Sonst könnte das Ding in /tmp liegen und ohne Warnung dort abgelegt und verloren gehen.

Am 25. September trifft sich die LibreOffice-Community in Mailand, Italien (Mailand oder Madrid ist egal, Hauptsache Italien! – wenn ich Andreas Möller zitieren darf … :)). Dort wird die dritte LibreOffice-Konferenz abgehalten. “Call for Papers” ist bis 4. August offen.

Wie installiert man LibreOffice 4.1 unter Linux Mint oder Ubuntu?

Es gibt ein PPA, das allerdings nicht alle Versionen versorgt. Über das PPA kannst Du LibreOffice 4.1 für Ubuntu 12.04 LTS “Precise Pangolin”, Ubuntu 13.04 “Raring Ringtail” und Ubuntu 13.10 “Saucy Salamander” installieren. Enstprechend gilt das auch für auf Ubuntu basierende Distributionen wie Linux Mint – derzeit 13 und 15.

  • sudo add-apt-repository ppa:libreoffice/ppa
  • sudo apt-get update
  • sudo apt-get install libreoffice
LibreOffice 4.1 unter Kubuntu 13.04

LibreOffice 4.1 unter Kubuntu 13.04



Du kannst gerne Deinen Senf zu diesem Beitrag geben: Hier geht es zu den Kommentaren


Schreiben macht durstig! Eine kleine Erfrischung kann daher nie schaden. Wem dieser freie Artikel gefallen hat, der darf mir gerne einen frisch gezapften Hopfen-Tee ausgeben (Paypal - der Spenden-Knopf
oder bitcoin - Adresse: 1NacVNwcLLePUVv8uSafu5Ykdwh8QyDfgK). Ich freue mich über jede noch so kleine Spende. Vielen Dank und Prost!
 Alle Kommentare als Feed abonnieren

2 Kommentare zu “LibreOffice 4.1 ist verfügbar – kann ab sofort Schriftarten einbetten”

  1. Dirch sagt:

    Das kio-Problem lässt sich wunderbar mittels smb4k lösen. Damit lassen sich Freigaben ins Dateisystem einhängen und die Remotedateien wie lokale Dateien benutzen und verändern. Auch ganz nützlich, wenn man zum Beispiel Filme vom Server schauen will, ohne sie vom Server kopieren zu müssen. :-)

    Gruß ausm Pott
    Dirch

    • jdo sagt:

      Ich binde mein NAS direkt via fstab ein - ich wollte es nur erwähnen, weil ich beim ersten Mal ziemlich deppert geschaut habe, wo denn nun mein Dokument geblieben ist.

Antworten