Vorschlag für Fedora 19: Apache OpenOffice aufnehmen

30 Januar 2013 3 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Apache OpenOffice Logo 150x150Es gibt einen Vorschlag für Fedora 19 „Schrödinger’s Cat“, Apache OpenOffice in das Repository aufzunehmen. Der Code des Projekts wurde im Jahre 2011 von Oracle an die Apache Foundation übergeben, nachdem LibreOffice bereits gegründet war. Die meisten Linux-Distributionen sind in der Zwischenzeit auf LibreOffice umgestiegen. Im Oktober 2012 hat Apache OpenOffice Incubator verlassen und wird nun als Top-Level-Projekt behandelt.

In den letzten 8 Monaten hat es zwei neue Versionen gegeben (3.4.0 and 3.4.1). Version 4.0 ist in der Mache und soll im April 2013 ausgegeben werden. Version 3.4.0 und 3.4.2 wurden exklusive der Spiegel-Server 35 Millionen Mal heruntergeladen.

Im Vorschlag wird klar gemacht, dass es nicht darum geht, LibreOffice durch Apache OpenOffice als Standard zu ersetzen. Es geht vielmehr darum, die freie Bürosoftware-Sammlung als Alternative im Repository anzubieten. Fedora würde damit eine der ersten Distributionen sein, die das Office-Paket nach der Namensänderung (früher OpenOffice.org) zur Verfügung stellt.

Als Hauptproblem wird das Paketieren herausgestellt, vor allein Dingen /usr/bin/soffice – das würde sich mit LibreOffice beißen. Bei Tests müsse man sicherstellen, dass sich Apache OpenOffice erfolgreich in Rawhide installieren lässt und sich dies auch mit anderen Office-Lösungen nicht in die Quere kommt.

Seit der Zeit von 3.3.0 habe man erfolgreichen Frühjahrsputz betrieben. Keine anderen Pakete würden von Apache OpenOffice abhängen. FreeBSD bietet Apache OpenOffice bereits als Paket an. Das könnte man sich als Referenz nehmen.

Sollte Version 4.0 nicht rechtzeitig fertig werden, könnte man zumindest Version 3.4.1 ausliefern. Sollte das Erstellen von Paketen für Fedora 19 nicht möglich sein, könnte man zumindest Vorbereitungen treffen und das Problem mit dem soffice-Alias adressieren. Somit würde man in der Zukunft einen Weg für Apache OpenOffice in Fedora ebnen.

Interessanter Vorschlag und warum eigentlich nicht? Wenn man Anwendern die Alternative anbieten kann oder sich die beiden Office-Pakete sogar parallel installieren lassen. Open-Source ist ja auch mit Freiheit der Wahl verbunden. Somit würde Apache OpenOffice in den Repositories nicht weh tun.

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3 Kommentare zu “Vorschlag für Fedora 19: Apache OpenOffice aufnehmen”

  1. axt sagt:

    Nach _dem_ Rummel, den es im Vorfeld des LibO-Forks gegeben hat, und dem Quasi-Einschlafen des OOo-/AOO-Projekts, frage ich mich, ob überhaupt noch jemand für AOO programmiert. Derzeit und auch noch länger ist man laut heise.de außerdem dabei, die Zusätze/Eigenheiten von IBMs als eigenständiges Produkt aufgegebenem Symphony zu integrieren.

    Und "nicht weh tun"...Name und Produkt sind verbrannt. Sowas - mit _diesem_ Hintergrund - will ich beispielsweise in keinem offiziellen Linux-Distributions-Repository.

    • Georg sagt:

      Ich habe immer gedacht es kommt auf die Qualität (und Lizenz) des Codes an? Würden alle Entwickler im Linux- und Open-Source-Umfeld solche Ansichten vertreten, brauchen wir uns nicht über die geringe Verbreitung von Linux auf den Desktops zu wundern. Oh, apt-listbugs hat einen Bug im Libreoffice-Paket ausgegeben? Das ist ja Bullshit! Ich verlange sofort die Auslistung von Libreoffice aus den Repositories!

      "Verbrannt" ist erstmal sowieso nix. Der Name ist nur innerhalb der Entwicklerszene von Einzelnen geächtet, die allermeisten Nutzer wissen gar nicht was da mit Oracle dahintersteckt. Ein paar haben vielleicht mitbekommen das es Sun nicht mehr gibt, aber sonst....und der Code kann für Oracles Entscheidungen gar nüscht und wird dadurch auch nicht instabiler oder funktionsärmer.

  2. johnny sagt:

    Merkwürdige Einstellung. Glücklicherweise kommt es dabei ja nicht auf dich an.

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